Grebt
Begräbnis; Leichenmahl
Ds Wort Grebt het früecher e witeri Bedütig ghaa weder hüt, es het nämmlech ds ganze Begräbnis gmeint, «sowohl Bestattung und kirchliche Feier als Leichenmahl». Im Schwizerdütsche Wörterbuech heissts witer: «In den katholischen Gegenden ist die Grebt das erste der vier feierlichen Gedächtnisse, nämlich Grebt, Sibet, Driissgischt und Jaarzit, das heisst die Begräbnisfeier selbst, der siebte, der dreissigste und der Jahrestag der Beerdigung.» Drum schribt dr Wyss im 19. Jarhundert: Won er nie me hät welle zrugg choo, hät d Mueter aagschträngt, me sell für si abgschidni Seel Grebt und Driissgischt haa.
Grebt isch en Ableitig vom Wort grabe, genaauer begrabe. Es isch d Chuurzfoorm vom Wort begrebede.
