Schweizer Radio DRS - Alles zum Thema Nachrichten http://www.drs.ch/www/ Aktuelle Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Sport de 0 International Schweiz Wirtschaft Sport Regional Lokführer war zu schnell unterwegs http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/204511.lokfuehrer-war-zu-schnell-unterwegs.html
 Ein umgestürzter Waggon des verunglückten Glacier Express. (Keystone)

Menschliches Versagen führte zu dem Zugunglück im Oberwallis vor einer Woche. Der Lokführer hatte an der Unfallstelle zu schnell beschleunigt. Der Untersuchungsrichter prüft nun ein Strafverfahren gegen den Angestellten der MGB.

Das schwere Bahnunglück, bei dem vor einer Woche bei Fiesch im Wallis 40 Personen verletzt und eine 64-jährige Japanerin getötet wurde, ist auf menschliches Versagen zurückzuführen. Der Lokführer des Glacier Express war zu schnell gefahren. Das teilte die Polizei vor den Medien in Brig mit.

Mit 56 km/h statt mit 35 km/h unterwegs
Im Bereich der Unfallstelle ist vorgesehen, dass die Zugskomposition von 35 km/h auf 55 km/h beschleunigt werden soll. Dies allerdings erst, wenn der letzte Wagen der Komposition das 55-km/h-Schild, das am Ende einer leichten Linkskurve steht, passiert hat.

Der Lokführer des Unglückszugs beschleunigte zu früh und erreichte bereits 56 km/h bevor alle Wagen das Schild passiert hatten. Die Fliehkraft, die auf die hinteren Wagen wirkte, war so stark, dass der letzte Wagen umkippte und zwei weitere Wagen mitriss.

Warum der Lokführer vorzeitig beschleunigte, ist nicht geklärt. Laut dem Experten der Unfalluntersuchungsstelle Bahnen und Schiffe kann sich der Mann nicht mehr daran erinnern.

Justiz prüft Anklage gegen den Lokführer
Der Untersuchungsrichter prüft nun, ob der Lokführer, der seit acht Jahren bei der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) arbeitet, strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden muss. Ein Entscheid soll fallen, sobald der Bericht der eidgenössischen Untersuchungsstelle vorliegt. Der Lokführer wird zurzeit psychologisch und juristisch betreut.

Der Glacier Express-Zug war vergangenen Freitag im Oberwallis verunfallt. Der Unglückszug war kurz vor Mittag mit ungefähr 210 Passagieren von Brig herkommend in Richtung Bündnerland unterwegs, als zwischen Lax und Fiesch drei Waggons entgleisten. Die beiden hintersten Wagen des Panoramazuges kippten um, der dritte blieb stehen.

Noch acht Verletzte im Spital
Beim Unfall kam eine 64-jährige Japanerin aus Osaka ums Leben. Insgesamt wurden 40 Menschen verletzt in Spitäler gebracht. Die meisten Verletzten stammen aus Japan. Derzeit befinden sich noch acht Personen in Spitalpflege. Drei können voraussichtlich in den nächsten Tagen entlassen werden. Eine Person wird noch künstlich beatmet. (pet, sda)

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Fri, 30 Jul 2010 19:06:00 +0200 204511
Wachstum in den USA geht zurück http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/wirtschaft/204576.rueckgang-des-wachstums-in-den-usa.html

Die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten hat im zweiten Quartal weniger zugelegt als im Vorquartal. Experten hatten mit besseren Werten gerechnet. Sie gehen von einer unsicheren weiteren Entwicklung aus.

Die US-Wirtschaft hat an Schwung verloren. Nach einem ansehnlichen Plus von 3,7 Prozent in den ersten drei Monaten des Jahres legte die weltgrösste Volkswirtschaft im zweiten Quartal aufs Jahr hochgerechnet noch um 2,4 Prozent zu.

Der Privatkonsum lahmt
Mit einer Fortsetzung des guten Laufs hatten zwar auch die Ökonomen nicht mehr gerechnet. Doch die nun eröffentlichte Wahrheit liess auch sie erschrecken.

Der für die US-Wirtschaft besonders wichtige Konsum lahmt, auch wegen der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit von 9,5 Prozent. Die Konsumenten gaben 1,6 Prozent mehr aus, zum Jahresauftakt waren es noch 1,9 Prozent.

Unternehmen investieren wieder
Im zweiten Quartal gaben die Firmen hochgerechnet 17 Prozent mehr für Maschinen oder neue Software aus, das ist der stärkste Anstieg seit Anfang 2006 und mehr als doppelt so viel wie zu Jahresbeginn.

Die Importe legten dreimal so deutlich zu wie die Exporte. Bremsklotz für die Wirtschaftsentwicklung war daher der Aussenhandel, der allein das Wachstum um rund 2,8 Prozentpunkte drosselte - so stark wie seit 1982 nicht mehr.

Arbeitslosigkeit sinkt nicht
Die US-Wirtschaft wächst nunmehr seit vier Quartalen. Das reicht aber dennoch nicht aus, um die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit zu senken.

Jüngsten Umfragen zufolge findet Präsident Barack Obamas Wirtschaftspolitik nur noch die Zustimmung von gut einem Drittel der Wähler - Anfang 2009, kurz nach seinem Amtsantritt, waren es noch mehr als die Hälfte.

Tiefe Zinsen bleiben noch eine Weile

US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte die Wirtschaftsaussichten erst kürzlich als «ungewöhnlich ungewiss» bezeichnet und angedeutet, dass die Fed die Konjunktur auch noch eine ganze Zeit mit billigem Geld stützen müsse. Experten erwarten, dass die Zentralbank den Leitzins nun bis weit ins kommende Jahr hinein bei nahe null Prozent belässt. (pet, sda/dpa)

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Fri, 30 Jul 2010 19:25:00 +0200 204576
Machtkampf in Italien http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/international/204557.machtkampf-in-italien.html
 Gianfranco Fini. (Reuters)

Italien könnte schon bald politisch blockiert sein, nachdem der Konflikt von Premier Berlusconi und seinem parteiinternen Widersacher Fini eskaliert ist.

In Italien haben gemäss Medienberichten 33 Anhänger von Gianfranco Fini angekündigt, eine eigene Parlamentsfraktion gründen zu wollen. Dies reicht aus, um die Regierung von Silvio Berlusconi im Parlament um ihre Mehrheit zu bringen. Neuwahlen sind damit nicht mehr ausgeschlossen.

Fini spielt künftig Zünglein an der Waage
Parlamentspräsident Fini schloss nicht aus, dass seine Anhänger künftig gegen die Regierung stimmen könnten. Die Regierung werde loyal unterstützt, wenn sie sich im Rahmen des Wahlprogramms bewege.

Man werde allerdings nicht zögern, gegen ihre Vorschläge anzugehen, wenn sie unfair oder gegen das Allgemeinwohl gerichtet seien, sagte Fini, der einen Rücktritt als Parlamentspräsident ausschloss.

Trennung nach 17 Jahren Allianz
Die Trennung von Berlusconi nach 17-jähriger politischer Allianz bezeichnete Fini als «unschöne Seite in der Geschichte des Mitte-Rechts-Bündnisses und der italienischen Politik». Er beschuldigte Berlusconi, die Partei wie der Geschäftsführer eines Unternehmens zu führen, was jedoch den demokratischen Regeln der Politik widerspreche.

Die Führung der Regierungspartei Popolo della Liberta (PdL) ihrerseits wirft dem früheren Post-Faschisten vor, in der Partei in die Opposition gegangen zu sein und ihren «langsamen Tod» herbeiführen zu wollen. Seine Ansichten stimmten nicht mehr mit der Meinung der Partei überein. Vor den letzten Wahlen hatten Berlusconi und Fini ihre beiden Parteien zur PdL fusioniert.

Machtkampf zwischen Fini und Berlusconi
Den Ärger Berlusconis zog Fini in jüngster Vergangenheit immer wieder auf sich. So betonte Fini stets die Frage von Moral und Legalität in der Regierung und betonte, Amtsträger, die in juristische Auseinandersetzung verwickelt seien, müssten zurücktreten.

Fini zwang Berlusconi auch dazu, ein Gesetz abzuschwächen, das die Möglichkeiten der Polizei zum Abhören von Telefonaten einschränkt und eine Bestrafung der Medien erlaubt, die Abschriften mitgeschnittener Gespräche veröffentlichen. In mehreren Skandalen rund um Berlusconi spielten mitgeschnittene Telefonate eine wichtige Rolle. (pet, reuters/sda/dpa)

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Fri, 30 Jul 2010 18:58:00 +0200 204557
Militär soll Benzinversorgung sicherstellen http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/international/204530.militaer-soll-benzinversorgung-sicherstellen.html
 Die Lkw-Fahrer protestierten erneut gegen die Pläne der Regierung. (Keystone)

Die griechischen Tank- und Lastwagenfahrer wollen ihren Streik fortsetzen. Die Folge: Griechenland steht praktisch still. Betroffen sind auch Touristen, die mit Mietautos unterwegs sind. Nun sollen Soldaten den Treibstoff zu den Tankstellen bringen.

Nach mehreren Tagen Streik der Tank- und Lastwagenfahrer gibt es in Griechenland kaum noch Benzin. Und die Ebbe dürfte auch am Wochenende anhalten, denn die Fahrer beschlossen am Freitag, ihren seit Montag dauernden Streik fortzusetzen.

Soldaten sollen Versorgung sicherstellen
Angesichts der immer prekäreren Versorgungslage beschloss der zuständige griechische Minister daraufhin, dass das Militär die Versorgung von Tankstellen mit Treibstoff sicherstellen solle. Ein Notfallplan werde so schnell wie möglich in Kraft treten, um wichtige öffentliche Dienste aufrechtzuerhalten, sagte ein Regierungssprecher.

In der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki kam es unterdessen zu Tumulten zwischen streikenden Lastwagenbesitzern und der Polizei. Die protestierenden Lkw-Fahrer versuchten zu verhindern, dass ein Tanklastwagen das Gelände einer Raffinerie verlässt. Mindestens zwei Menschen wurden dabei verletzt.

Tourismus vor dem Zusammenbruch?
Griechische Medien sehen das Land mittlerweile am Rande eines Zusammenbruchs. Viele kleinere Fähren mussten in den Häfen bleiben. Reiseveranstalter riefen die Regierung auf, sofort eine Lösung zu finden, andernfalls werde der Tourismus zusammenbrechen.

Denn die Touristen trifft der Ausstand der Benzin-Camionneure besonders hart. Vor allem jene, die mit einem Wohnmobil unterwegs sind, können nicht zurückfahren und müssen ihre Ferien zwangsweise verlängern.

Mietfahrzeuge ohne Benzin
Auch ein normales Mietauto mit Benzin im Tank ist in Griechenland momentan kaum zu haben, erklärte eine Schweizer Mitarbeiterin von «auto europe», die Mitautos fast aller grossen Vermieter in Griechenland vermittelt.

Wer ein Auto abgeben möchte, aber den Tank - wie sonst üblicherweise verlangt - nicht füllen kann, müsse das halt so machen. Der Vermieter könne da kaum etwas machen. Solche Probleme würden in diesem Land nicht das erste Mal auftreten.

Die meisten Autovermieter sind bereit, die Vermietung vor Antritt kostenfrei zu annullieren. Einmal unterwegs jedoch gilt der Streik als «höhere Gewalt». «Da sind uns die Hände gebunden», sagte ein Hertz-Vertreter.

Knappheit auch bei Frischprodukten

Nicht nur beim Benzin, auch bei der Versorgung mit Obst und Gemüse machen sich in ganz Griechenland zunehmend Engpässe bemerkbar. Weil das Benzin fehlt, haben zahlreiche Unternehmen ihre Arbeit eingestellt. (pet, sda/dpa/afp)

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Fri, 30 Jul 2010 19:34:00 +0200 204530
Friedensmission für Libanon http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/international/204577.friedensmission-fuer-libanon.html
 Libanons Präsident Suleiman (mitte) mit König Abdullah (links) und Präsident al-Assad. (Keystone)

In Beirut haben Syriens Staatschef al-Assad und Saudi-Arabiens König Abdullah versucht, die Wogen zu glätten. Ein neuer gewaltsamer Konflikt in Libanon soll verhindert werden.

Syriens Staatschef Baschar al-Assad und Saudi-Arabiens König Abdullah sind nach Beirut gereist. Bei einem Versöhnungsgipfel haben Syrien, Saudi-Arabien und Libanon einen Schlussstrich unter fünf Jahre Anfeindungen, Konfrontationen und Machtkämpfe gezogen.

Historische Besuche
Es war der erste Besuch des syrischen Präsidenten in Libanon nachdem seine Regierung 2005 verdächtigt worden war, bei dem Attentat auf Ex-Regierungschef Rafik Hariri 2005 die Strippen gezogen zu haben. Auch war es das erste Mal seit 1957, dass ein König aus Saudi-Arabien das Land besucht.

Die beiden Staatsoberhäupter sprachen mit dem libanesischen Präsidenten Michel Suleiman sowie mit Ministerpräsident Saad Hariri - dem Sohn des Ermordeten - und Parlamentspräsident Nabih Berri. Al-Assad und der König riefen die Libanesen dazu auf, «Spaltung und Gewalt zu vermeiden».

Auf dem Programm standen auch Treffen mit mehreren Ministern sowie einem Vertreter der schiitischen Hisbollah. Die beiden Staatsoberhäupter sicherten «ihre Solidarität mit Libanon angesichts der Bedrohung durch Israel» zu. Al-Assad kehrte anschliessend nach Syrien zurück, Abdullah reiste nach Jordanien weiter.

Neue Gewalt verhindern
Im Mittelpunkt der Gespräche hinter verschlossenen Türen stand das Sondertribunal für die Aufklärung des Hariri-Attentats. Nach dem Treffen verlautete aus Delegationskreisen, dass eine libanesisch-syrisch-saudische Einigung erzielt worden sei, über die «Art und Weise, wie mit dem Urteil des Sondertribunals für Libanon umzugehen ist, unabhängig davon wie dieses Urteil ausfallen wird.»

Die Rede ist von einer Formel, die gewährleisten soll, dass die nach den Attentatswellen der vergangenen Jahre noch verbliebenen Verdächtigen zwar vor Gericht gestellt werden. Die Parteien oder Behörden, denen sie angehören, sollen aber nicht mit an den Pranger gestellt werden.

Nur so lasse sich eine neue Welle der Gewalt verhindern, hiess es aus Diplomatenkreisen. Ausserdem solle die Anklage erst zum Jahresende veröffentlicht werden, damit mehr Zeit bleibt für eine Beruhigung der Lage.

Hisbollah kündet Widerstand an

Als Verdächtige waren bisher inoffiziell syrische Funktionäre sowie einzelne Mitglieder der pro-iranischen Hisbollah genannt worden.

Der israelische TV-Sender Channel 1 hatte - wohl nicht zufällig - nur wenige Stunden vor dem Treffen berichtet, das Sondertribunal wolle Mustafa Badr al-Din als Hauptverdächtigen anklagen.

Badr al-Din gehört der Hisbollah an. Sein Cousin und Schwager ist der ehemalige Militärkommandant der Hisbollah, Emad Mughnija, der vor drei Jahren bei einem Sprengstoffanschlag in Damaskus ums Leben gekommen war.

Die mit Syrien und Iran verbündete Hisbollah hatte vergangene Woche Widerstand für den Fall angekündigt, dass Hisbollah-Mitglieder von dem Sondertribunal in den Niederlanden angeklagt werden sollten. (pet, sda/afp/dpa)

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Fri, 30 Jul 2010 19:58:32 +0200 204577
Nachrichtenticker http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/nachrichtenticker.html

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Fri, 28 May 2010 13:48:02 +0200 191979
Thema Sicherheit: Sarkozy legt nach http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/international/204568.thema-sicherheit-sarkozy-legt-nach.html
 Sarkozy in Grenoble. (Keystone)

Frankreichs Präsident Sarkozy setzt weiter auf das Thema Sicherheit und will, dass Personen mit ausländischem Hintergrund, die Polizisten angreifen, ausgebürgert werden. Beobachter sprechen von einem Tabubruch.

Erst schickt er Steuerfahnder in Roma-Lager, nun droht er eingebürgerten Franzosen, die straffällig geworden sind, mit dem Entzug der Staatsbürgerschaft. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy setzt angesichts sinkender Umfragewerte verstärkt auf das Thema Sicherheit.

Wer Polizisten angreift, wird ausgebürgert
«Jeder Person ausländischer Herkunft, die einen Polizisten, Gendarmen oder einen Vertreter der öffentlichen Ordnung angreift, soll die Staatsangehörigkeit entzogen werden», sagte Sarkozy in Grenoble. In dem ostfranzösischen Ort war es vor rund zwei Wochen zu massiven Ausschreitungen gekommen.

Sarkozy forderte zudem, dass in Frankreich geborene Kinder von Ausländern nicht mehr automatisch die Staatsangehörigkeit bekommen, wenn sie zuvor kriminelle Taten begehen.

Ein Tabubruch für Frankreich
Die Zeitung «Le Monde» sprach in ihrer Freitagsausgabe von einem Tabubruch. Der Präsident, der selber einen ungarischen Vater habe, unterscheide zwischen alteingessenen und eingebürgerten Franzosen.

Der angedrohte Entzug der Staatsbürgerschaft erinnere ausserdem an das mit den Nazis zusammenarbeitende Vichy-Regime, das etwa 15'000 Menschen die Nationalität entzogen hatte. Die meisten von ihnen waren eingebürgerte Juden.

Beobachter vermuten, dass Sarkozy derzeit auf die Sicherheits-Themen setzt, um von der Steuer- und Spendenaffäre um die L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt abzulenken.

Neuen Präfekt eingesetzt
Der Präsident äusserte sich in Grenoble anlässlich der Einsetzung eines neuen Präfekten in der Alpenstadt, wo es vor rund zwei Wochen zu schweren Auseinandersetzungen Zwischen Bewohnern eines Problemviertels und der Polizei gekommen war. Dabei wurden auch Schüsse auf Polizisten abgegeben. (pet, (sda/dpa/afp)

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Fri, 30 Jul 2010 18:23:00 +0200 204568
Tote und Verletzte durch Waldbrände in Russland http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/international/204419.tote-und-verletzte-durch-waldbraende-in-russland.html
 Russische Feuerwehrleute verlieren den Kampf gegen die Flammen. (Reuters)

Die anhaltende Rekordhitze hat in Russland zu mehreren schweren Waldbränden geführt. Mehrere Dutzend Menschen starben in den Flammen, Hunderte wurden verletzt, Tausende verloren ihre Häuser und Wohnungen.

Bei verheerenden Waldbränden durch die seit Wochen anhaltende Gluthitze und Stürme sind in Russland mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen. Ganze Dörfer mit den traditionellen Holzhäusern brannten nieder. Zehntausende Feuerwehrleute sind im Einsatz, Präsident Dmitri Medwedew rief nun auch die Armee im Kampf um die Flammen zur Hilfe.

Zudem wurden bei einem schweren Sturm in der Region St. Petersburg sieben Menschen, davon zwei Kinder, von umstürzenden Bäumen erschlagen.

Hunderte Häuser verbrannt
In Mochowoje, einem am Donnerstag niedergebrannten Dorf der Region Moskau, wurden die Leichen von sechs Einwohnern und eines Feuerwehrmanns entdeckt, wie das Katastrophenschutzministerium mitteilte. Ein weiterer Feuerwehrmann kam beim Einsatz im Gebiet Lipezk ums Leben.

In der Region von Nischni-Nowgorod östlich der russischen Hauptstadt starben neun Menschen, in Rijasan drei weitere Menschen. In der Region Woronesch, rund 500 Kilometer südwestlich von Moskau, wurden mindestens fünf Menschen getötet und hunderte weitere verletzt. Viele von ihnen erlitten schwerste Verbrennungen.

Hunderte Häuser wurden dort ein Raub der Flammen. In der gleichnamigen Stadt mussten drei Spitäler in aller Eile evakuiert und mehrere Ferienlager geräumt werden.

Putin verspricht Wiederaufbauhilfe
Gemeinsam mit Katastrophenschutzminister Sergej Schoigu besuchte Ministerpräsident Wladimir Putin Werchnjaja Wereja, eines der am schwersten betroffenen Dörfer von Nischni-Nowgorod. Dort hatte das Feuer am Donnerstag innerhalb von 20 Minuten alle 341 Häuser zerstört; mehr als 500 Menschen verloren ihr gesamtes Hab und Gut.

Das russische Fernsehen zeigte Aufnahmen einer Strasse, in der sämtliche Häuser bis auf die Grundmauern niedergebrannt waren. Putin versuchte, die verzweifelten Einwohner zu beruhigen. Einer verängstigten Einwohnerin sicherte er zu, dass die Häuser bis zum Winter wiederaufgebaut sein würden - dann beugte er sich zu der überraschten Frau und umarmte sie.

Soldaten sollen Brände bekämpfen
Minister Schoigu und lokale Beamte wies der Regierungschef an, sich bei der Hilfe nicht durch bürokratische Vorgaben stoppen zu lassen. Den Einwohnern sicherte er rasche Entschädigungen zu. Sie sollen jeweils 200'000 Rubel (rund 6900 Franken) und damit das Vierfache der gesetzlich vorgeschriebenen Summe erhalten, wie die Nachrichtenagentur ITAR-TASS berichtete.

Präsident Medwedew wies die Regierung an, die Massnahmen zur Brandbekämpfung zu verbessern und Hilfen für den Wiederaufbau bereitzustellen. Gleichzeitig wies er das Verteidigungsministerium an, bei der Brandbekämpfung zu helfen, wie seine Sprecherin mitteilte.

Beispiellose Hitzewelle
Den europäischen Teil Russlands plagt seit Anfang Juli eine beispiellose Hitzewelle. In Moskau war es am Donnerstag mit 38,2 Grad Celsius so heiss wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 160 Jahren. Dichter Smog hüllt die Stadt ein.

Durch die extrem hohen Temperaturen stehen in der Umgebung der Hauptstadt zahlreiche Wälder und Torfmoore in Flammen. In Moskau wurden durch die Feuer die zulässigen Grenzwerte für die Luftverschmutzung um das Zehnfache überschritten. (pet, sda/afp/dpa)

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Fri, 30 Jul 2010 11:24:00 +0200 204419
Krueger arbeitet künftig in der NHL http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/sport/204578.krueger-arbeitet-kuenftig-in-der-nhl.html
 Ralph Krueger. (Keystone)

Ralph Krueger hat einen neuen Job: Der langjährige Nationaltrainer der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft wechselt in die Organisation der Edmonton Oilers.

Der 50-Jährige Ralph Krueger hat bei den Edmonton Oilers einen Zweijahres-Vertrag als Associate-Coach unterschrieben. Der ehemalige Schweizer Eishockey-Nationaltrainer nimmt seine Arbeit am 1. September auf.

Enge Zusammenarbeit mit dem Headcoach
Er komplettiert in Edmonton das Trainer-Trio mit Headcoach Tom Renney und dessen Assistenten Kelly Buchberger und Steve Smith. Er wird künftig in enger Zusammenarbeit mit dem Headcoach für die personellen und sportlichen Belange der Oilers mitverantwortlich sein.

Krueger: «Grosses Kompliment»
Er sehe seine Verpflichtung als grosses Kompliment an das Schweizer Eishockey, erklärte Krueger in einer Mitteilung. Die Herausforderung in der NHL sei für einen europäisch geprägten Coach enorm. Die Schweiz werde aber weiter seine zweite Heimat bleiben und er freue sich jetzt schon, privat oder auch beruflich in die Schweiz zurückkehren zu können.

Neben spielerischen Highlights wie dem Sieg gegen Kanada am Olympia- Turnier 2006 in Turin sowie dem Erfolg an der WM 2000 gegen den favorisierten Gastgeber Russland, konnte Krueger mit der Schweiz in seiner 13-jährigen Amtszeit die Heim-WM 1998 auf Platz 4 beenden. (pet, si)

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Fri, 30 Jul 2010 20:13:00 +0200 204578
Ölpest im Golf von Mexiko http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/international/204039.oelpest-im-golf-von-mexiko.html
 

Die Ölpest im Golf von Mexiko ist die grösste Ölkatastrophe weltweit. Hunderte Millionen Tonnen Rohöl sind bereits ins Meer geflossen. Die Fläche des Ölteppichs ist grösser als die Schweiz. Die Folgen für Natur und Umwelt sind noch nicht abschätzbar, die Kosten und der Imageverlust für BP immens.

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Wed, 28 Jul 2010 10:40:00 +0200 204039
Moritz Leuenberger - 15 Jahre Bundesrat http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/200822.moritz-leuenberger-15-jahre-bundesrat.html
 

15 Jahre lang war der Sozialdemokrat Moritz Leuenberger Bundesrat. Zweimal war er Bundespräsident, 2001 und 2006. Während seiner gesamten Zeit im Bundesrat stand er dem Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) vor.

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Fri, 09 Jul 2010 11:05:00 +0200 200822
Abstimmung: Weniger Leistung für Arbeitslose http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/152981.abstimmung-weniger-leistung-fuer-arbeitslose.html
 

Die Arbeitslosenversicherung (ALV) in der Schweiz muss dringend reformiert werden: Der Schuldberg beläuft sich auf knapp sieben Milliarden Franken.

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Mon, 05 Jul 2010 10:22:00 +0200 152981
Historischer Besuch im Libanon http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/echo-der-zeit/2646.bt10146846.html

Zum ersten Mal seit der Ermordung des früheren libanesischen Regierungschefs Rafik Hariri ist der syrische Präsident Baschar Al-Assad ins Nachbarland gereist.

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Fri, 30 Jul 2010 18:00:00 +0200 204559 rtsp://a1251.v23910e.c23910.g.vr.akamaistream.net/ondemand/7/1251/23910/4c52fed9/audio.drs.ch/drs1/echoderzeit/2010/07/300710_echo_2_kaspar.mp3 rtsp://a1251.v23910e.c23910.g.vr.akamaistream.net/ondemand/7/1251/23910/4c52fed9/audio.drs.ch/drs1/echoderzeit/2010/07/300710_echo_2_kaspar.mp3
Kreml-Beauftragte für Menschenrechte tritt zurück http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/international/204512.kreml-beauftragte-fuer-menschenrechte-tritt-zurueck.html
 Ella Pamfilowa hat genug. (Reuters)

Immer wieder hat Russlands Präsident Medwedew versprochen, mehr für die Menschenrechte zu tun. Nun hat aber sogar seine wichtigste Expertin genug und tritt zurück.

Die Beauftragte des Kreml für Menschenrechte und Entwicklung der Zivilgesellschaft ist nach einem Streit mit regierungstreuen Kräften zurückgetreten.

Ihre Entscheidung stehe in Zusammenhang mit der «allgemeinen Atmosphäre in Russland», sagte Ella Pamfilowa.

Rückschlag für Medwedew
Die 56-Jährige hatte den Vorsitz in dem von Kremlchef Dmitri Medwedew gegründeten Ratsgremium für Menschenrechte und Entwicklung der Zivilgesellschaft geleitet.

Der Rücktritt bedeutet einen Rückschlag für Medwedew, der seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren mehr Demokratie und eine Stärkung der Menschenrechte verspricht.

Kritik an Anhängern Putins
Pamilowa hatte wiederholt Anhänger der Partei Geeintes Russland von Regierungschef Wladimir Putin scharf kritisiert. Anlass zu Kritik gab ihr zuletzt eine Aktion der Putin-treuen Jugendorganisation Naschi in einem Sommerlager.

Die Jugendlichen hatten Bilder mit den Köpfen von Menschenrechtlern und Regierungskritikern symbolisch auf Pfähle gespiesst und diese als Verräter Russlands kritisiert.

Pamfilowa sagte, sie habe Angst, dass «solche Leute an die Macht kommen». Bei Aktionen der sogenannten Putin-Jugend seien auch schon Bücher verbrannt worden, kritisierte sie.

Umstrittene Geheimdienst-Kompetenzen
Nach Meinung von Beobachtern reagierte Pamfilowa mit ihrem Rücktritt auch auf die Ausweitung der Vollmachten für den Geheimdienst FSB. Kremlchef Medwedew hatte ein entsprechendes Gesetz zur Stärkung des Nachfolgers des sowjetischen KGB am Donnerstag unterzeichnet.

Das Dekret öffne Tür und Tor für eine Einschränkung bürgerlicher Freiheiten und übe Druck auf Andersdenkende aus, hatte der von Pamfilowa geführte Präsidentenrat für die Entwicklung der Zivilgesellschaft kritisiert. (cdm, sda/dpa/reuters)

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Fri, 30 Jul 2010 15:27:00 +0200 204512
Pflege-Mangel in der Schweiz http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/echo-der-zeit/2646.bt10146849.html

Es gibt zu wenig Gesundheitspersonal in Spitälern und anderen Pflegeinstitutionen. Das hat auch damit zu tun, dass die Gesellschaft zunehmend älter wird und die Menschen mehr und länger Pflege brauchen.

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Fri, 30 Jul 2010 18:00:00 +0200 204562 rtsp://a1509.v23910e.c23910.g.vr.akamaistream.net/ondemand/7/1509/23910/4c52f928/audio.drs.ch/drs1/echoderzeit/2010/07/300710_echo_5_zumbrunn.mp3 rtsp://a1509.v23910e.c23910.g.vr.akamaistream.net/ondemand/7/1509/23910/4c52f928/audio.drs.ch/drs1/echoderzeit/2010/07/300710_echo_5_zumbrunn.mp3
Neues Ungemach für Hanfbauer Rappaz http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/204486.neues-ungemach-fuer-hanfbauer-rappaz.html
 Bernard Rappaz beim täglichen «Hofgang» zuhause in Saxon. (Keystone)

Nach dem Abbruch seines Hungerstreiks und dem Antritt des Hausarrests muss sich der Walliser Hanfbauer Bernard Rappaz schon bald wieder vor Gericht verantworten. Es geht u.a. um Geldwäscherei und Urkundenfälschung.

Auf Hanfbauer Bernard Rappaz kommt neues Ungemach zu: Die Walliser Staatsanwaltschaft hat eine neue Anklageschrift ans Kreisgericht Martigny überwiesen. Diese bezieht sich auf Delikte von 2002 bis 2006. Seine aktuelle Strafe verbüsst Rappaz für frühere Taten.

Ganzer Katalog von Delikten
Rappaz wird sich für eine ganze Palette von Delikten vor Gericht verantworten müssen, wie aus einer Mitteilung der Walliser Staatsanwaltschaft hervorgeht.

Dem Hanfbauer werden Urkundenfälschung, Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen, Bruch amtlicher Beschlagnahme, Geldwäscherei, schwere Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, grobe Verletzung von Verkehrsregeln sowie Widerhandlungen gegen die AHV-, IV-, Erwerbsersatz- und Unfallversicherungsgesetzgebung vorgeworfen.

Taten zwischen 2002 und 2006
Die Anklagepunkte betreffen den Zeitraum zwischen 2002 und 2006. Sie wurden im Urteil aus dem Jahr 2008 nicht beurteilt. Die aktuelle, knapp sechsjährige Haftstrafe, die Rappaz zurzeit in Form von Hausarrest verbüsst, betrifft Delikte aus den Jahren 1997 bis 2001.

Anwalt: Zweite Affäre kleiner als die erste

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sprach Rappaz von einer «Verbissenheit» der Walliser Justiz. «Dieses Manöver erlaubt es, mich noch mehr zu verteufeln.» Beim ersten Prozess seien die Fakten bereits bekannt gewesen und hätten «ins gleiche Paket gelegt» werden können, denn es handle sich um ähnliche Delikte.

Sein Anwalt Aba Neeman sagte, er werde beantragen, dass eine allfällige Zusatzstrafe «gleich null» sei. Diese zweite Affäre sei kleiner als die erste. Es sei «schwer vorstellbar», dass für 10 oder 20 Prozent mehr Hanf «eine Strafe erhöht wird, die bereits exzessiv für Bernard Rappaz ist». Ein neuer Prozess könnte im Herbst stattfinden.

Hausarrest nach Hungerstreik

Im März dieses Jahres musste Rappaz eine knapp sechsjährige Gefängnisstrafe antreten. Gleichentags begann er einen Hungerstreik.

Vor einer Woche erlaubte die Walliser Sicherheitsdirektorin Esther Waeber-Kalbermatten Rappaz schliesslich, seine Haftstrafe in Form von Hausarrest in Saxon auf seinem Bauernhof zu verbüssen, was Rappaz akzeptierte. Er brach den Hungerstreik ab.

Die Anordnung von Waeber-Kalbermatten gilt bis zum Urteil des Bundesgerichts, das nach einem Rekurs von Rappaz einen von ihm beantragten Haftunterbruch beurteilen muss. Dieses Urteil soll bis spätestens am 26. August vorliegen. (pet, sda)

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Fri, 30 Jul 2010 14:29:00 +0200 204486
Ölriesen Chevron und Total machen kräftig Kasse http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/wirtschaft/204517.oelriesen-chevron-und-total-machen-kraeftig-kasse.html

Die Ölkonzerne strotzen vor Kraft: Die Branchenriesen ExxonMobil, Shell, Total und Chevron überbieten sich geradezu mit glänzenden Zahlen. Nur BP fiel aus der Reihe.

Die gestiegenen Ölpreise füllen den Energiekonzernen die Kasse. Nach ExxonMobil, ConocoPhillips und Shell melden nun auch Total und Chevron einen Gewinnsprung für das zweite Quartal.

Der französische Total-Konzern legte beim Gewinn um von 1,7 auf 2,96 Milliarden Euro zu, ein Plus von 74,1 Prozent. Die Ölproduktion legte um 8 Prozent zu. Noch besser lief es beim kalifornischen Ölriesen Chevron, der sein Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 5,4 Milliarden Dollar verdreifachte.

Branche unter Beschuss
Mit der wirtschaftlichen Erholung stieg auch der Ölpreis wieder: Ein Fass der US-Sorte WTI war vor einem Jahr zum Teil noch für unter 60 Dollar zu haben. Aktuell können Chevron und seine Rivalen es für fast 78 Dollar verkaufen.

Die guten Geschäfte fallen in eine Zeit, in der die ganze Branche sehr kritisch beäugt wird. Die von BP zu verantwortende Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat die Frage aufgeworfen, ob Tiefseebohrungen noch vertretbar sind. Die US-Regierung hat die Bohrungen vorläufig verboten, in anderen Teilen der Welt laufen sie aber ungehindert weiter.

Gemeinsame Imagepflege
Um künftige Katastrophen zu verhindern und das Image aufzupolieren, hat sich Chevron mit seinen Konkurrenten ExxonMobil, ConocoPhillips und Shell zusammengetan. Gemeinsam wollen sie ein Notfallsystem aufbauen. Chevron wird neben Exxon auch als möglicher Käufer für die gestrauchelte BP gehandelt.

BP hatte am Dienstag rote Zahlen vorlegen müssen. Erstmals seit 1992 stand zu einem Quartalsende ein Minus in der Bilanz: Von März bis Juni häufte BP einen Rekordverlust von 17,1 Milliarden Dollar an. Die weiteren Kosten der Ölpest-Bekämpfung und Schadensersatzansprüche dürften die Bilanz über Jahre belasten. (cdm, sda/dpa)

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Fri, 30 Jul 2010 16:41:00 +0200 204517
IWF: Mehrere US-Banken brauchen Geld http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/wirtschaft/204474.iwf-mehrere-us-banken-brauchen-geld.html

Der IWF hat im Rahmen eines Stresstests 53 US-Banken untersucht. Das Ergebnis: Gefährdet sind vor allem Kreditbanken, die im Immobilien-Markt stark verankert sind. Etliche von diesen brauchen laut dem IWF frisches Kapital.

Das US-Bankensystem ist nach Erkenntnissen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Teilen nicht widerstandsfähig genug gegen Krisen. Die grossen 4 Banken bestanden einen Stresstest des IWF zwar ohne Probleme, aber 12 der 53 grössten US-Banken brauchen laut IWF total 14,2 Milliarden Dollar frisches Kapital, um bis 2014 nicht unter eine Kernkapitalquote von sechs Prozent zu fallen.

Unsichere Immobilien-Kredite

Betroffen sind vor allem Institute, die stark vom Gewerbeimmobilien-Markt abhängen - vor allem kleinere und regionale Institute - sowie vier ausländische Banken. Namen nannte der IWF allerdings nicht.

Die Zahlen seien zwar nicht besorgniserregend, die betroffenen Banken müssten aber im Auge behalten werden, sagte der stellvertretende Direktor des IWF-Kapitalmarktabteilung und Leiter des Stresstests, Christopher Towe.

Höhe des Wirtschaftswachstums entscheidend

Der IWF legte seinem Stresstest ein Szenario zugrunde, nach dem die US-Wirtschaft in diesem Jahr um 3,1 Prozent und 2011 um 2,6 Prozent wächst. Würde sie nur um 2,3 und 0,8 Prozent wachsen, kämen bereits 17 der 53 Banken in Schwierigkeiten.

Sie bräuchten dann schon 44,6 Milliarden Dollar an frischen Mitteln. Vor allem ausländische Banken in den USA wiesen tendenziell eine schwache Kapitalausstattung auf, so der IWF.

Die US-Aufsichtsbehörden selbst hatten schon im vergangenen Jahr die 19 grössten Finanzkonzerne in einem Stresstest unter die Lupe genommen. Diese hatten sich daraufhin 205 Milliarden Dollar an frischem Kapital besorgt.

Europas Banken früher getestet
Nach diesem Vorbild waren 91 Banken in Europa Anfang Juli einem Stresstest unterzogen worden, in dem nur sieben davon durchfielen, davon fünf spanische Sparkassen. Der Kapitalbedarf der sieben Geldhäuser wurde mit 3,5 Milliarden Euro angegeben. 

Mit dem Stresstest sollte vor allem die Unsicherheit an den Kapitalmärkten in Folge der Schuldenkrise an den Rändern Europas beseitigt werden. (pet, reuters)

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Fri, 30 Jul 2010 13:54:00 +0200 204474
Lundmark und Urech in Topform http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/sport/204464.lundmark-und-urech-in-topform.html
 Hürdensprinterin Lisa Urech. (Keystone)

Zwischenerfolge für die Schweizerinnen an der EM in Barcelona: Hochspringerin Beatrice Lundmark schaffte sensationell den Finaleinzug, Hürdensprinterin Lisa Urech erreichte locker den Halbfinal.

Die Hochspringerin Beatrice Lundmark hat sich an den Europameisterschaften in Barcelona sensationell für den Final vom Sonntagabend qualifiziert. Auch Hürdensprinterin Lisa Urech vermochte zu überzeugen und erreichte locker die Halbfinals, die am Samstagabend im Programm stehen.

Über sich hinaus gewachsen

Lundmark wuchs über sich hinaus. Die 30-jährige Tessinerin, die erstmals überhaupt an internationalen Meisterschaften teilnimmt, übersprang im ersten Versuch die Qualifikationshöhe von 1,92 m, womit sie ihre Bestleistung um drei Zentimeter verbesserte. Der einzige Fehlversuch unterlief ihr bei 1,90.

Urech mit Ambitionen auf den Final
Die am Dienstag 21 Jahre alt gewordene Urech beendete ihren Vorlauf bei einem Gegenwind von 0,1 m/s mit 13,03 Sekunden auf dem 2. Rang; insgesamt erzielte sie die siebtbeste Zeit.

Damit unterstrich die Emmentalerin ihre Finalambitionen, umso mehr, als sie auf den letzten Metern Kräfte sparen konnte. «Es war ein gutes Rennen. Ich bin in Form», sagte Urech, die Mitte Juli an den Schweizer Meisterschaften 12,84 gelaufen war.

Reuse nur Drittletzte
Die ebenfalls über 100 m Hürden angetretene Clélia Reuse dagegen blieb chancenlos. Die Walliserin, die am Sonntag ihren 22. Geburtstag feiert, beendete den Wettkampf als 26. auf dem drittletzten Platz. Mit 13,73 war Reuse deutlich langsamer als bei ihrer Bestmarke, die 13,31 beträgt. (pet, si)

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Fri, 30 Jul 2010 13:28:00 +0200 204464
Benjamin Huggel beendet Nati-Karriere http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/sport/204395.benjamin-huggel-beendet-nati-karriere.html
 Benjamin Huggel, Archivbild. (Keystone)

Der Schweizer Fussballer Benjamin Huggel tritt aus der Nationalmannschaft zurück - nach sieben Jahren, 41 Spielen und zwei Toren. Huggel spielt aber weiterhin für den FC Basel.

Benjamin Huggel steht künftig der Fussball-Nationalmannschaft nicht mehr zur Verfügung. Der defensive Mittelfeldspieler des FC Basel hat sich dazu entschlossen, sich auf seine Aufgabe mit dem FCB zu konzentrieren.

Huggel bestritt 41 Länderspiele und erzielte zwei Tore. Eine tragende Kraft wurde der 33-jährige Spieler, der im August 2003 beim 0:2 gegen Frankreich als linker Flügel debütiert hatte, allerdings erst unter Ottmar Hitzfeld.

Verhängnisvolles Barrage-Spiel
2004, 2008 und zuletzt in Südafrika gehörte Huggel zum Schweizer WM- oder EM-Endrunden-Kader, zum Einsatz kam er während 258 Minuten.

Die Weltmeisterschaften 2006 hatte der Baselbieter verpasst: Nach dem skandalösen Barrage-Rückspiel in der Türkei wehrte sich der Gerechtigkeitsfanatiker gegen die Angriffe der einheimischen Spieler. Eine Kamera filmte Huggel dabei, wie er sich Alpay an den Hals warf.

Die Folge waren sechs Spielsperren, die später um zwei Einheiten reduziert wurden. An der EURO 2008 im eigenen Land war er zwar spielberechtigt, Köbi Kuhn setzte aber nicht auf ihn.

Rücktritt nicht überraschend
Er müsse auf seinen Körper hören und die Kräfte bündeln. So begründete Huggel seinen Rücktritt gegenüber dem Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld. Überraschend ist der Verlust des offiziell besten Spielers des Nationalteams 2009 nicht. Der zweifache Familienvater hatte stets betont, die WM 2010 sei sein letztes grosses Turnier. (mz, si)

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Fri, 30 Jul 2010 10:19:59 +0200 204395
BL Bildungsdirektor Urs Wüthrich startet HarmoS-Abstimmungskampf http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/regional/basel-baselland/204563.bl-bildungsdirektor-urs-wuethrich-startet-harmos-abstimmungskampf.html

Rund zweieinhalb Monate vor dem Abstimmungstermin vom 26. September lanciert Bildungsdirektor Urs Wüthrich den Abstimmungskampf zu HarmoS und der neuen Sonderpädagogik: Die Direktion versorgt die Medien mit einer ausführlichen Mediendokumentation zur umstrittenen Bildungsreform. Wüthrich begründet im Interview den frühen Schritt, dass auch die Komitees bald mit ihren Argumenten in den Abstimmungskampf einsteigen werden.

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Fri, 30 Jul 2010 17:53:00 +0200 204563 rtsp://a723.v23910e.c23910.g.vr.akamaistream.net/ondemand/7/723/23910/4c52f965/audio.drs.ch/Regionaljournale/Basel/2010/07/100730_regiBSabend_wuethrich.mp3 rtsp://a723.v23910e.c23910.g.vr.akamaistream.net/ondemand/7/723/23910/4c52f965/audio.drs.ch/Regionaljournale/Basel/2010/07/100730_regiBSabend_wuethrich.mp3
Keine Rettung für «Gleis 9» in Oerlikon http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/regional/zuerich-schaffhausen/204553.keine-rettung-fuer-gleis-9-in-oerlikon.html
 

Dass  der 120-jährige Backsteinbau «Gleis 9» dem Umbau des Bahnhofs Oerlikon weichen muss, ist unbestritten. Die Stadt wollte deshalb das Haus um 63 Meter verschieben, eine Studie bescheinigte die Machbarkeit. Das Haus schien schon fast gerettet, als sich die ABB, die Besitzerin des Gebäudes, querstellte und die Zustimmung für das Verschieben verweigerte.

Die ABB möchte von der SBB zuerst eine Entschädigung für das Gebäude. Die SBB lehnt diese Forderung ab. Weil sich die Parteien nicht einigen können, muss jetzt das Gebäude voraussichtlich Anfang 2012 abgerissen werden. Die Stadt zeigt sich von der Haltung der ABB enttäuscht.

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Fri, 30 Jul 2010 17:12:00 +0200 204553 rtsp://a16.v23910e.c23910.g.vr.akamaistream.net/ondemand/7/16/23910/4c52f781/audio.drs.ch/Regionaljournale/Zuerich/2010/07/100730_rj_1730_gleis9.mp3 rtsp://a16.v23910e.c23910.g.vr.akamaistream.net/ondemand/7/16/23910/4c52f781/audio.drs.ch/Regionaljournale/Zuerich/2010/07/100730_rj_1730_gleis9.mp3