Schweizer Radio DRS - Alles zum Thema Wirtschaft http://www.drs.ch/www/ Aktuelle Nachrichten aus der Wirtschaft de 0 Wirtschaft Euro-Schuldenkrise: Entscheidende Tage für Griechenland - wieder einmal http://www.drs.ch/www/de/drs/tagesthema/283842/321694.entscheidende-tage-fuer-griechenland-wieder-einmal.html
 Blick auf das Finanzministerium in Athen: Schwierige Verhandlungen um das Sparprogramm. (Reuters)

Bis Ende der Woche muss die griechische Regierung ihr neues Sparpaket auf den Weg bringen, sonst gibt es kein Geld mehr von der «Troika». Die innenpolitische Zustimmung für die geplanten schmerzhaften Einschnitte steht jedoch noch aus. Die Verhandlungen sind schwierig - und ziehen sich hin.

Die griechische Regierung bringt ihr umstrittenes neues Sparpaket auf den Weg. Am Abend wollte Ministerpräsident Lucas Papademos die Weichen stellen, damit das Programm bis zum Ende der Woche das Parlament in Athen passieren kann. Dies ist Voraussetzung für weitere, dringend benötigte Hilfen der internationalen Geldgeber. Der parteilose Regierungschef traf sich zu einer Sitzung mit den Chefs der drei Regierungsparteien, um deren Unterstützung zu gewinnen.

Abstimmung am Sonntag
Nach den Beratungen von Papademos und den Parteichefs muss die Regierung das Sparpaket offiziell absegnen und dann dem Parlament vorlegen. Dort ist die Abstimmung voraussichtlich für diesen Sonntag vorgesehen.

Die geplanten Einschnitte sind innenpolitisch heftig umstritten. Im Mittelpunkt stehen die Senkung der Mindestlöhne, Einschnitte im Gesundheitssektor, bei der Rüstung sowie die Kappung von Zuschüssen für Städte und Gemeinden.

Insgesamt sollen 2012 weitere 4,4 Milliarden Euro eingespart werden. Die Regierung will zudem noch in diesem Jahr 15'000 Staatsbedienstete entlassen, bis 2015 soll es insgesamt 150'000 Staatsdiener weniger geben. Aus Protest gegen das neue Sparprogramm hatten sich am Dienstag tausende Griechen an einem 24-Stunden-Streik beteiligt.

Verzichtet die EZB auf Forderungen?
Unklar ist unterdessen, ob in die parallel laufenden Verhandlungen mit den privaten Gläubigern über einen Schuldenschnitt endlich Bewegung kommt. Sie sollen auf rund 100 Milliarden Euro an Forderungen verzichten. Während das «Wall Street Journal» berichtet, die Europäische Zentralbank (EZB) sei nun bereit, zum Schuldenschnitt beizutragen, hiess es aus Kreisen der EZB, dies treffe nicht zu.

Diese widersprüchlichen Informationen sorgten für Irritationen an den Märkten. Am Aktienmarkt wurde auf Meldungen verwiesen, dass eine Beteiligung der Euro-Notenbanker am Schuldenschnitt EZB-intern höchst umstritten und deshalb keinesfalls in trockenen  Tüchern sei. Früheren Angaben des griechischen Finanzministers Evangelos Venizelos zufolge hingen die Verhandlungen mit den Privaten zuletzt an der Frage, ob EZB und nationale Notenbanken beim Forderungsverzicht mit ins Boot Steigen.

Die EZB ist grösster öffentlicher Gläubiger Griechenlands. Sie hat seit 2010 griechische Staatsanleihen aufgekauft, um den damals einsetzenden rapiden Kursverfall aufzuhalten. Dem «WSJ» zufolge soll die EZB nun bereit sein, diese Anleihen zum niedrigen Kurs an den Euro-Rettungfonds EFSF zu verkaufen. Der EFSF würde die Anleihen an Athen dann seinerseits zu einem Kurs deutlich unter dem Nennwert zurückgeben. Damit müsste Griechenland diese Anleihen nicht mehr zum vollen Wert zurückzahlen, die Schulden wären reduziert.

Am 20. März droht die Pleite
Griechenland hängt bereits seit dem Frühjahr 2010 am internationalen Finanztropf. Damals wurden dem Land als erstem in der Eurozone Kredithilfen über 110 Milliarden Euro zugesagt, die sich aber bald als unzureichend erwiesen.  Würde Athen bis März keine weiteren Milliardenhilfen bekommen, wäre Griechenland pleite, denn am 20. März werden Staatsanleihen im Umfang von 14,5 Milliarden Euro fällig. (ank/bat, dpa/reuters)

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Wed, 08 Feb 2012 20:05:00 +0100 321694
Experten empfehlen Banken neue Geschäftsmodelle http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/wirtschaft/321671.experten-empfehlen-banken-neue-geschaeftsmodelle.html

Schweizer Privatbanken sollten sich neu organisieren und ihre Geschäfte auf wenige sorgfältig ausgewählte Märkte und Kundengruppen konzentrieren. Das grenzüberschreitende Geschäft werde immer schwieriger, bilanziert eine Studie.

Das Beratungsunternehmen KPMG und die Universität St. Gallen raten Schweizer Privatbanken zu neuen Geschäftsmodellen und einer klaren Kundensegmentierung. Das traditionelle, grenzüberschreitende Geschäft stosse wegen der verschärften Regulierungen an seine Grenzen.

KPMG und die Universität St. Gallen befragten für die neuste Privatbankenstudie Institute in der Schweiz, Luxemburg, Österreich, Hongkong und Singapur.

Privat Banking wächst weiter - aber nicht überall
Sie kamen dabei zum Schluss, dass im globalen Private Banking nach wie vor deutliches Wachstumspotenzial besteht, wie es in der Studie heisst. Die neuen Kunden fänden sich vor allem in den Wachstumsmärkten. Die KPMG und die Uni St. Gallen orten Handlungsbedarf bei den Schweizer Privatbanken: «Die Studie zeigt, dass einigen Privatbanken eine klare Vision zur geographischen Ausrichtung noch fehlt», schreiben sie.

Die meisten befragten Schweizer Institute setzten weiterhin auf das bewährte Cross-border-Geschäft (grenzüberschreitendes Geschäft), um im Ausland Kunden zu gewinnen.

Druck auf grenzüberschreitendem Geschäft
Wegen der verschärften Regulierungen und Kostenfolgen werde dieses Geschäftsmodell aber immer schwieriger.

Weil auch die Präsenz vor Ort viel koste, empfehlen die Studienautoren den Schweizer Banken, sich auf wenige Märkte zu konzentrieren: «Entsprechend sind eine klare Fokussierung auf die angepeilten Zielmärkte und der konsequente Ausstieg aus den anderen Ländern nötig.»

Geografische und kulturelle Auswahl verspricht Erfolg
Ein wichtiger Erfolgsfaktor sei auch die klare Segmentierung der gewünschten Kunden, schreiben die Experten der KPMG und der Uni St. Gallen. Es gehe um einen «bewussten Entscheid, wem die Bank künftig Dienstleistungen anbieten will und wem nicht oder nicht mehr.» Dies gelte besonders für kleine Privatbanken.

Auch die Fokussierung auf bestimmte Regionen, Altersgruppen oder Religionen könnte künftig eine Rolle spielen. Gemäss der Befragung streben die Schweizer Privatbanken ein Wachstum an in den Ländern Zentral- und Osteuropas, den Nachfolgestaaten der Sowjetunion, in Ländern des mittleren Ostens und Asiens sowie Lateinamerika.

Die Schweizer Banken spürten den Regulierungsdruck vor allem aus den USA und der EU und deutlich weniger in den Wachstumsmärkten, heisst es weiter. (bat, sda)

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Wed, 08 Feb 2012 12:00:00 +0100 321671
Prestigeflieger müssen zum Tragflächencheck http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/wirtschaft/321771.prestigeflieger-muessen-zum-tragflaechencheck.html
 A 380 im Flug: Probleme für den Vorzeigeflieger. (Reuters)

Feine Risse an den Tragflächen des A 380 werden für den Flugzeugbauer Airbus zum Problem. Nach ersten Untersuchungen hat die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA alle Maschinen des Grossraumflugzeugs zur Kontrolle bestellt.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat die Kontrolle aller Maschinen des Grossraumflugzeugs A 380 angeordnet. Hintergrund sind mehrere Fälle, in denen Haarrisse an den Tragflächen des Riesenairbus aufgetreten waren.

Fast 70 Riesenairbusse sind im Einsatz
Nach Angaben der EASA sollen zunächst die Maschinen kontrolliert werden, die bereits mehr als 1800 Flüge hinter sich haben. Die Flugsicherheitsbehörde hatte bereits Ende Januar eine Untersuchung von rund 20 Maschinen angeordnet.

Ein Sprecher der EASA sagte, nach der Untersuchung habe man nun entschieden, dass die gesamte A 380-Flotte überprüft werden soll. Weltweit sind derzeit 68 von den Prestigefliegern im Einsatz bei zahlreichen Fluggesellschaften - unter anderem bei der Swiss-Mutter Lufthansa. Die meisten A 380-Flüge haben die Gesellschaften Singapore
Airlines, Emirates aus Dubai und Air France absolviert, weil sie zu den ersten Kunden zählten.

Bis zu 800 Sitzplätze
Der Airbus A 380, seit 2007 im Einsatz, ist mit bis zu 800 Plätzen das grösste Passagierflugzeug der Welt. Dem europäischen Flugzeugbauer liegen derzeit mehr als 250 Bestellungen für den Jet vor. Im November 2010 hatte ein Airbus A 380 für Schlagzeilen gesorgt, dessen Rolls-Royce-Triebwerk während des Fluges explodiert war. Die Maschine musste in Singapur notlanden.

Für Airbus steht viel auf Spiel. Das 12 Milliarden Euro teure Prestigeprojekt hatte sich bereits mehrfach verzögert. Bei den Reisenden ist der A 380 zwar sehr beliebt, doch bei den Bestellungen liegt der Riesen-Vogel bislang hinter den Erwartungen von Airbus zurück. Der Flieger hat enorme Ausmasse: Die Tragflächen sind so gross, dass darauf 70 Autos parken könnten. Die Spannweite beträgt knapp 80 Meter.

Auch Airbus-Konkurrent Boeing musste jüngst mit seiner Konkurrenzmaschine Dreamliner Probleme melden. Experten sagten, dies sei beunruhigend, da es zeige, dass die beiden grossen Hersteller trotz der langwierigen Verzögerungen «nicht ganz vorn dabei seien».   (ank, sda/afp/reuters)

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Wed, 08 Feb 2012 16:14:00 +0100 321771
Deutsche Exporteure knacken Billion-Marke http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/wirtschaft/321629.deutsche-exporteure-knacken-billion-marke.html
 Deutschlands Exporteure rechnen nach zwei Rekordjahren mit einem Einbruch 2012. (Reuters)

Trotz der Schuldenkrise haben die deutschen Exporteure 2011 erstmals die Billion-Marke beim Umsatz geknackt. Allerdings brachen die Exporte im Dezember ein und die Aussichten für 2012 sind eher düster.

Die deutschen Exporteure haben im gesamten letzten Jahr 11,4 Prozent mehr Waren ins Ausland geliefert als noch 2010. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts hatten die Waren einen Wert von 1,06 Billionen Euro.

Besonders stark legten die Ausfuhren in die Länder ausserhalb der EU zu: Hier gab es ein Plus von 13,6 Prozent, während die Lieferungen in die Euro-Zone nur um 8,6 Prozent zunahmen.

Auch bei den Importen wurde ein Rekord erzielt: Sie legten um 13,2 Prozent auf 902 Milliarden Euro zu. «Die Einfuhren übertrafen deutlich den bisherigen Höchstwert von 805,8 Milliarden Euro im Jahr 2008», schrieben die Statistiker.

Einbruch zum Jahresende läutet eine Wende ein
Am Jahresende ging den Exporteuren allerdings die Puste aus. Ihr Umsatz fiel im Dezember um 4,3 Prozent. Einen stärkeren Rückgang hatte es zuletzt auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Januar 2009 gegeben.

Nach zwei Boomjahren in Folge müssen die Exporteure in diesem Jahr wieder etwas kleinere Brötchen backen. 2012 dürfte sich das Wachstum in etwa halbieren, sagte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag.

Grösstes Sorgenkind sind die Euro-Länder, in die etwa 40 Prozent der deutschen Exporte gehen. Von dort erhielt die Industrie im Dezember fast sieben Prozent weniger Aufträge als im Vormonat. Der Währungsunion droht in diesem Jahr eine Rezession. (bat, dpa/reuters)

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Wed, 08 Feb 2012 08:21:00 +0100 321629
Mehr Arbeitslose im Januar http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/wirtschaft/321626.mehr-arbeitslose-im-januar.html
 Im Januar 2012 waren 134'317 Personen arbeitslos. (Keystone)

Die Arbeitslosigkeit hat in der Schweiz im Januar zugenommen. Die Quote stieg auf 3,4 Prozent, verglichen mit 3,3 Prozent im Vormonat. Vor einem Jahr war die Quote jedoch noch höher.

Die Schweizer Wirtschaft erweist sich als widerstandsfähig: Die Arbeitslosenquote ist im Januar gegenüber dem Vormonat nur leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent gestiegen. Dies teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mit.

Saisonbereinigt verharrt die Arbeitslosenquote bei 3,1 Prozent. Insgesamt waren Ende Januar 134'317 Personen bei Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, das sind 3655 mehr als noch im Dezember. Im Vergleich zum Januar 2011 waren allerdings 14'467 Personen weniger arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang von 9,7 Prozent.

Abschwächung der Konjunktur schwächer ausgefallen
«Die neusten Arbeitslosenzahlen zeigen, dass die Abschwächung der Konjunktur weniger stark ausgefallen ist als erwartet», sagte Dominique Babey, Stellvertretender Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda.

Auch die Konsequenzen des schwachen Euros spürten die Arbeitnehmenden in der Schweiz noch nicht voll. Ob sich der Schweizer Arbeitsmarkt weiterhin stabil entwickle, werde sich in den kommenden Monaten zeigen, sagte Babey. Die neuen Prognosen für das Jahr 2012 werden Mitte März veröffentlicht.

Mehr Kurzarbeit
Die Kurzarbeit zog im vergangenen November zwar an. In dem Monat waren 6357 Personen von der reduzierten Arbeitszeit betroffen, das waren 1245 Arbeitnehmende oder 24,4 Prozent mehr als im Oktober 2011. Die Anzahl der Betriebe, die Kurzarbeit einführten, stieg um 103 auf 562 Firmen. Insgesamt fielen so 328'613 Arbeitsstunden aus.

Im Vergleich zum November 2010 waren im November 2011 aber deutlich weniger Betriebe von Kurzarbeit betroffen: Damals hatte das Seco 393'320 Ausfallstunden registriert, aufgeteilt auf 7277 Arbeitnehmende und 948 Firmen. Zahlen zur Kurzarbeit im Dezember 2011 und Januar 2012 sind noch nicht erhältlich.

Steigende Jugendarbeitslosigkeit
Gestiegen ist im vergangenen Januar die Jugendarbeitslosigkeit. Die Zahl Jugendlicher ohne Job erhöhte sich um 559 Personen oder 3 Prozent auf 19'417. Im Vergleich zum Januar 2011 waren allerdings deutlich weniger 15- bis 24-Jährige ohne Stelle (-13,5 Prozent).

Insgesamt registrierte das Seco im Januar 187'417 Stellensuchende, das sind 1711 mehr als noch im Dezember. Im Vergleich zum Januar 2011 sank die Zahl um 23'499 Personen (-11,1 Prozent). Offene Stelle wurden über die RAV im Januar 17'471 angeboten, das sind 2437 mehr als im Dezember.

Aus den offiziellen Arbeitslosenzahlen gestrichen wurden 2669 Personen. Sie hatten im Verlauf des Monats November 2011 ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung ausgeschöpft.

Baugewerbe verliert wieder Stellen
Erneut Federn lassen musste im Januar das saisonabhängige Baugewerbe. Die Anzahl der Arbeitslosen stieg im Vergleich zum Dezember um 979 auf 11'724. Dies bedeutet einen Anstieg um 9,1 Prozent. Auch im Vergleich zum Januar 2011 waren im Januar 2012 im Baugewerbe 125 Personen mehr ohne Stelle. In praktisch allen anderen Branchen zog die Beschäftigung im Zeitraum Januar 2011 bis Januar 2012 an.

Im Vergleich zum Dezember stiegen die Arbeitslosenzahlen im Januar auch im Detailhandel (+4,2 Prozent) und im Reparatur- und Autogewerbe (+3,9 Prozent). Laut Seco-Ökonom Babey erklären diese Entwicklungen auch das Wachstum der Arbeitslosenquote unter den ausländischen Arbeitskräften. In den drei Branchen arbeiteten überdurchschnittlich viele Ausländer.

Im Vergleich zum Dezember stieg diese Arbeitslosenquote von 6,8 Prozent auf 7,1 Prozent. Bei den Arbeitnehmenden mit Schweizer Pass blieb die Arbeitslosenquote mit 2,3 Prozent konstant. (basn, sda)

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Wed, 08 Feb 2012 11:16:00 +0100 321626
Syngenta dank Boom in Schwellenländern erfolgreich http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/wirtschaft/321621.syngenta-dank-boom-in-schwellenlaendern-erfolgreich.html

Mit Saatgut und Pflanzenschutzmitteln lässt sich auch in schwierigen Zeiten gut Geld verdienen: Der Agrochemiekonzern Syngenta legte 2011 auch dank den boomenden Schwellenländern bei Umsatz und Gewinn zweistellig zu.

Der Basler Syngenta-Konzern hat im vergangenen Geschäftsjahr Umsatz und Gewinn um je 14 Prozent gesteigert. Konzernchef Mike Mack sprach vor den Medien in Basel von einem «sensationellen Jahr»: Das Unternehmen mit mehr als 26'000 Mitarbeitenden in über 90 Ländern weist einen Reingewinn von 1,6 Milliarden Dollar aus.

Beim Umsatz wurde mit 13,3 Milliarden Dollar ein Plus im gleichen Umfang verzeichnet. Zu konstanten Wechselkursen betrug das Umsatzwachstum 12 Prozent. Davon entfielen 11 Prozent auf Mehrverkäufe und 1 Prozent auf höhere Preise.

Beide Geschäftsbereiche sind im Gleichschritt um ebenfalls 12 Prozent zu konstanten Wechselkursen gewachsen - der schon lange lukrative Pflanzenschutz auf 10,2 Milliarden Dollar und Saatgut mit markant steigenden Margen auf 3,2 Milliarden Dollar.

Besonders rasant war das Wachstum in den Schwellenländern, auf die inzwischen 49 Prozent des Gesamtumsatzes entfallen. In diesen Ländern konnte Syngenta den Absatz um 18 Prozent steigern. Zu verdanken sei dies Investitionen, die der Konzern schon vor Jahren in diesen Regionen getätigt habe, sagte Mack.

Neue Strategie verheisst Erfolg
Ein positive erste Bilanz zog Mack über die vor Jahresfrist lancierte neue Strategie: Syngenta will dabei den Landwirten in aller Welt für Nutzpflanzen ganzheitliche und massgeschneiderte Lösungen aus einer Hand anbieten. Für die Farmer soll so bei geringerem Aufwand ein höherer Ertrag resultieren. In der immer komplexeren Landwirtschaft komme das integrierte Angebot gut an.

Mit der Umsetzung dieser Strategie, die auch eine Zusammenlegung der beiden bisherigen Divisionen von Forschung und Entwicklung bis hin an die Verkaufsfront mit sich bringt, ist Syngenta laut Mack weiter als geplant. Der Umbau der Geschäftsorganisation soll bis Mitte Jahr abgeschlossen sein

Das neue Geschäftsmodell brachte dem Konzern 2011 Effizienzgewinne in der Höhe von 112 Millionen Dollar. Bis 2015 rechnet Syngenta mit jährlichen Nettoeinsparungen von 650 Dollar. Einen Stellenabbau hatte die neue Strategie nach Angaben eines Konzernsprechers bisher nicht zur Folge.

Mack legte ein Bekenntnis zum Standort Schweiz ab. Ein Abzug wegen des starken Frankens sei für den Konzern kein Thema. Derzeit renoviert Syngenta seine Konzernzentrale in Basel für 140 Millionen Franken. Die Zahl der Beschäftigten an den insgesamt sechs Schweizer Standorten von Syngenta stieg 2011 um 70 auf 3030.

Dank Agrarboom optimistisch
Für die Zukunft gibt sich der Syngenta-Chef zuversichtlich. Ein Ende des Agrarbooms mit hohen Preisen für wichtige Nahrungsmittel sei nicht abzusehen. Der Konzern will weiterhin rascher wachsen als das expandierende Marktumfeld.

Gleichzeitig soll die Ertragskraft weiter gesteigert werden. Allfällige negative Wechselkurs- und Rohstoffeffekte sollen im laufenden Jahr mit höheren Preisen und Kosteneinsparungen mehr als wettgemacht werden.

Nach 2015 wird bei den Nutzpflanzen wie etwa Getreide, Mais, Feldsaaten, Reis oder Soja ein Umsatz von über 22 Milliarden Dollar angestrebt. Erreichen will der Konzern dieses Ziel mit bestehenden und neuen Produkten.

Vom guten Geschäftsgang im vergangenen Jahr können auch die Aktionäre profitieren: Dank einem rekordhohen Free Cashflow von 1,5 Milliarden Dollar soll die Dividende um 14 Prozent auf 8 Franken erhöht werden. Zudem plant der Konzern im laufenden Jahr Aktienrückkäufe in der Höhe von 200 Millionen Dollar. Das ergibt unter dem Strich einen Kapitalrückfluss von 1 Milliarde Dollar. (basn, sda)

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Wed, 08 Feb 2012 16:09:00 +0100 321621
Steuerstreit und Bankgeheimnis http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/wirtschaft/113193.steuerstreit-und-bankgeheimnis.html
  (Keystone)

Unter wachsendem Druck aus dem Ausland schwenkte der Bundesrat im März 2009 beim Datenaustausch in Steuerfällen auf OECD-Kurs ein. Er hob die umstrittene Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug auf - zumindest gegenüber dem Ausland.

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Mon, 06 Feb 2012 13:16:00 +0100 113193
Die Schuldenkrise in Europa http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/wirtschaft/190139.die-schuldenkrise-in-europa.html
 

Wegen der immensen Staatsschulden einiger europäischer Länder ist der Euro massiv unter Druck geraten. Trotz eines Billionen-Rettungsschirms für Defizitsünder ist die Einheitswährung noch lange nicht über den Berg.

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Wed, 29 Jun 2011 14:01:00 +0200 190139
WEF 2012 lässt viele Fragen offen http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/wirtschaft/318574.wef-2012-laesst-viele-fragen-offen.html
 

Das WEF 2012 ist Geschichte: Das prestigeträchtige Treffen in Davos zog in diesem Jahr rund 2600 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft an - so viele wie nie zuvor. WEF-Gründer Klaus Schwab hatte die Suche nach einem gerechteren Kapitalismus auf die Tagungsordnung des 42. Treffens gesetzt. Greifbare Ergebnisse gab es - erwartungsgemäss - nicht. Deutlich wurde aber, wie tief die Gräben im Kampf um die richtigen Rezepte gegen die Schuldenkrise inzwischen sind.

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Mon, 30 Jan 2012 12:08:00 +0100 318574
Glencore und Xstrata bilden neuen Megakonzern http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/wirtschaft/321407.glencore-und-xstrata-bilden-neuen-megakonzern.html
 Glencore und Xstrata spannen zusammen. (Reuters/Archiv)

Mit der Fusion von Glencore und Xstrata entsteht ein Rohstoffriese, der Abbau, Transport und Verkauf in einer Hand bündelt. Der Deal stösst bei zwei Aktionären von Xstrata auf Widerstand. Sie fordern ein besseres Angebot.

Auf dem Rohstoffmarkt entsteht ein neuer milliardenschwerer Grosskonzern: Der weltgrösste Rohstoffhändler Glencore und das Bergbauunternehmen Xstrata haben einen Zusammenschluss unter Gleichen vereinbart.

Damit schaffen sie eine Gesellschaft mit einem Jahresumsatz von fast 210 Milliarden Dollar. Das neue Unternehmen deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Branche von der Förderung über den Transport bis zum Verkauf von Rohstoffen ab.

Die beiden kommen auf einen Marktwert von rund 90 Milliarden US-Dollar und einen gemeinsamen operativen Gewinn von gut 16,2 Milliarden Dollar. Der Zusammenschluss soll den Umsatz mittelfristig mindestens um 500 Millionen Dollar verbessern, wie beide Seiten mitteilten.

Widerstand von Xstrata
Jedoch haben zwei der zehn grössten Aktionäre von Xstrata Bedenken angemeldet. Sie wollen gegen den Schritt stimmen und stellen so die geplante Mega-Fusion in der Bergbaubranche in Frage.

Standard Life Investments, der viertgrösste Anteilseigner des britisch-schweizerischen Bergbaukonzerns, ist mit dem Deal unzufrieden. Auch das Finanzhaus Schroders findet die gebotenen 41 Milliarden Dollar für jene 66 Prozent der Aktien, die nicht schon Glencore gehören, zu wenig.

Laut des Finanzdatendienstleisters Thomson Reuters besitzen die Kritiker zusammen 3,6 Prozent der Xstrata-Aktien. Sollten Standard Life und Schroders weitere Aktionäre auf ihre Seite bringen, könnten sie Glencores Pläne zur Schaffung eines Megakonzerns durchkreuzen.

Aktionäre und Wettbewerbsbehörden
Rechnerisch könnte schon eine Minderheit von 16,4 Prozent der Xstrata-Aktionäre die Fusion blockieren. Jedoch empfahl der Xstrata-Vorstand seinen Anteilseignern die Annahme des Glencore-Angebots. Sie müssen nun im April darüber entscheiden.

Branchenexperten sehen die Vorteile eines Zusammenschlusses vor allem für Glencore. Als Rohstoffhändler sind die Margen des Konzerns viel kleiner als die von einem Förderunternehmen wie Xstrata.

Offen ist auch, ob die Wettbewerbsbehörden dem Geschäft zustimmen. In der Branche war erst im Jahr 2010 die Zusammenlegung der Eisenerzsparten der beiden Konzerne Rio Tinto und BHP Billiton am Widerstand der Kartellbehörden gescheitert.

Anders als bei der jetzt geplanten Fusion war damals aber der Zusammenschluss von Produktionsstätten geplant, während sich die Geschäftsfelder von Xstrata und Glencore kaum überschneiden. Zudem käme nach Brancheneinschätzung das fusionierte Unternehmen bei keinem Rohstoff auf einen Marktanteil von mehr als 25 Prozent.

Längere gemeinsame Vergangenheit
Spekulationen über eine Fusion der beiden Konzerne gab es schon länger, vor allem nach dem Börsengang von Glencore im vergangenen Mai, der das bisher grösste Debüt an der Londoner Börse war. Die beiden Unternehmen sind schon seit längerem verbunden.

Glencore-Gründer Marc Rich hatte sich Anfang der neunziger Jahre bei Südelektra eingekauft, das 1999 zu Xstrata wurde. 2002 kaufte das Unternehmen die australischen und südafrikanischen Kohleaktivitäten von Glencore für 2,5 Milliarden Dollar. Das war einer der wichtigsten Bausteine für den ebenfalls in diesem Jahr über die Bühne gebrachten Börsengang von Xstrata. (fors, basn/sda/reuters/dpa)

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Tue, 07 Feb 2012 18:22:00 +0100 321407
Einkaufstourismus und Schmuggel haben zugenommen http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/wirtschaft/321482.einkaufstourismus-und-schmuggel-haben-zugenommen.html
 Autos verlassen die Schweiz, am Zoll in Ponte Tresa. (Keystone/Archiv)

Zu Hunderttausenden strömen Schweizer ins grenznahe Ausland, um günstig einzukaufen: Lebensmittel, Windeln oder Kosmetikprodukte. Im letzten Jahr hat dieser Einkaufstourismus Rekordwerte erreicht - der Schmuggel mit den günstigen Waren allerdings auch.

Der Einkaufstourismus hält wegen des starken Frankens den Schweizer Zoll auf Trab: 2011 wurden mit knapp 40 Millionen Franken im Reiseverkehr 39 Prozent mehr Zölle eingenommen als im Vorjahr. Unter dem Strich fällt das kaum ins Gewicht: Die Handelsbilanz wurde mit rund 200 Milliarden Franken noch exportlastiger.

Viel Aufwand im Reisendenverkehr
Die Gesamtbilanz relativiert die 39,8 Millionen Franken Einnahmen aus dem Einkaufstourismus, den Verzollungen beim eigenhändigen Import im Reiseverkehr.

Einkaufsfreudige Reisende liessen indes die Zahl der Zollanmeldungen um 28 Prozent auf 515'589 Zettel anschwellen. Nicht alle Reisenden deklarieren korrekt: Schmuggler wurden 19'758 erwischt, also 36 Prozent mehr.

Gewerbsmässiger Schmuggel ist Spitzenreiter
Mehr ins Gewicht als der Zollbetrug beim Einkaufstourismus fallen gewerbsmässige Schmuggeleien. 5800 (+7,4%) solcher Fälle über 200 Kilo Waren wurden abgeschlossen.

Diese Schmuggler hätten damit 13 Millionen Franken Abgaben hinterzogen, wären sie nicht geschnappt worden. Der Lebensmittelschmuggel wird dabei gewichtsmässig auf 970 Tonnen (+17,4%) beziffert.

Neben den Abgaben geht es bei der Schmuggel-Bekämpfung auch um den Gesundheitsschutz, werden doch zum Beispiel Lebensmittel oft auf ungeeignete Weise über die grüne Grenze transportiert, etwa Fleisch ungekühlt im Kofferraum. Der Zöllner und Grenzwächter fördern auch immer wieder Drogen, Waffen und gefälschte Markenprodukte zutage.

Mehr Flüchtlinge und Flüchtige
Beim Drogenschmuggel gab es unterschiedliche Tendenzen: Haschisch und Marihuana wurden mit 410 Kilo ein Mehrfaches der Vorjahresmenge sichergestellt, GBL («KO-Tropfen») mit 208 Litern ebenfalls. Weniger gefunden wurden Heroin (20 kg), Kokain (132 kg) und Psychodrogen (6716 kg) wie LSD. Streckmittel (243 kg) aber fast das Zehnfache.

Die Flüchtlingswelle schwappte auch höher an die Grenze, vor allem im Tessin: Die Grenzwache registrierte mit 3000 Asylsuchenden über das Doppelte (+135%) der Vorjahreszahl. Diese Menschen wurden den Empfangszentren zugewiesen, während 2363 (-19%) andere Personen sofort wieder ausländischen Behörden übergeben wurden.

Rechtswidrigen Aufenthalt stellten Grenzwächter ferner in 5614 Fällen fest, was ein Plus von 29 Prozent bedeutet. Die Zahl der Schlepper-Verdachtsfälle stieg um 15 Prozent auf 114. Und im Schengener Informationssystem ausgeschriebene Personen wurden im letzten Jahr 3094 (+19%) angehalten.

Grenzwächter haben 2011 erstmals an Einsätzen der EU-Grenzschutzagentur «Frontex» teilgenommen. Bei 24 Entsendungen wurden 803 Einsatztage in zehn europäischen Ländern geleistet. Schweizer Grenzwächter waren dabei vor allem als Dokumenten-, Fahrzeug und Debriefing-Spezialisten gefragt, wie es hiess. (basn, sda)

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Tue, 07 Feb 2012 18:15:00 +0100 321482
UBS rechnet weiter mit schweren Zeiten http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/wirtschaft/321394.ubs-rechnet-weiter-mit-schweren-zeiten.html
 UBS erfüllt Erwartungen. (Reuters)

Die UBS hat im vergangenen Jahr gut 4,2 Milliarden Franken Reingewinn gemacht. Die Flaute an den Kapitalmärkten und der Kostendruck in der Vermögensverwaltung hinterliessen tiefe Spuren. Im Ausblick gibt sich der Konzern entsprechend verhalten.

Die Euro-Schuldenkrise hat im letzten Jahr am Ergebnis der Schweizer Grossbank UBS genagt. Der Jahresgewinn sank auf 4,23 Milliarden Franken, verglichen mit 7,5 Milliarden Franken im Vorjahr, wie die grösste Schweizer Bank mitteilte. UBS-CEO Sergio Ermotti dennoch zufrieden mit dem Resultat.

Im vierten Quartal verbuchte die UBS gerade noch einen Gewinn von 393 Millionen Franken. Sie lag damit deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres, als von Oktober bis Dezember noch über eine Milliarde Franken verdient worden war. Selbst im dritten Quartal des Berichtsjahres war der Bank unter dem Strich rund das Vierfache übriggeblieben, obwohl damals ein Händler in London über 2 Milliarden Dollar in den Sand gesetzt hatte.

Auch die Analysten hatten mit einem besseren Quartalsergebnis gerechnet. Durchschnittlich gingen sie von einem Quartalsgewinn von 600 Millionen Franken aus, wie eine Umfrage der Finanznachrichtenagentur AWP ergab.

Vermögensverwaltung als Zugpferd
Geld verdient hat die UBS hauptsächlich mit der Vermögensverwaltung. Im vierten Quartal betrug der Vorsteuergewinn der Sparte - inklusive dem Schweizer Bankgeschäft - 882 Millionen Franken. Dies ist deutlich weniger als im Vorquartal, als sich das Spartenergebnis noch auf über 1,5 Milliarden Franken belief.

Die Vermögensverwaltung in Amerika trug 114 Millionen Franken zum Ergebnis bei, mit der Verwaltung von Vermögen institutioneller Anleger verdiente die UBS 118 Millionen Franken.

Verlustgeschäft Investmentbanking
Im vierten Quartal erneut Geld verlor die UBS mit der Investmentbank. Der Vorsteuerverlust belief sich auf 256 Millionen Franken.

Trotzdem ist UBS-CEO Ermotti zuversichtlich. Die UBS habe in diesem Bereich die Risiken sehr stark reduziert, sagte er gegenüber Schweizer Radio DRS und fügte an: Zusammen mit den Umstrukturierungsplänen sei die UBS – trotz sehr schwierigem Umfeld – gut unterwegs in die Zukunft. Die kleinere Investmentbank werde sich auf die Bedürfnisse von privaten und institutionellen Kunden fokussieren.

Weitere Sparrunde beim Personal nicht ganz ausgeschlossen
Auf die Frage, ob die Bank weitere Stellen streiche, sagte Ermotti, die UBS sei bestrebt, die Kosten stabil zu halten. Das beinhalte alle Formen von Sparmassnahmen und Verbesserungen. «Nur mit stetem Sparen können wir eine Profitabilität erreichen, die eine gewisse Nachhaltigkeit hat.»

In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres senkte die UBS die Zahl ihrer Mitarbeiter um rund 1100. Letzten Sommer wurde eine Stellenabbau von 3500 Stellen bekannt gegeben, im November ein weiterer von zusätzlich 500 Arbeitsplätzen.

Die Möglichkeiten für zusätzliche Kosteneinsparungen sind laut UBS begrenzt. Man werde aber weitere Massnahmen zur Senkung der Kosten ergreifen, falls sich die Märkte weiter verschlechterten, teilte die Bank mit.

Mehr Kunden
Allerdings geniesst die UBS bei den Vermögenden offensichtlich wieder ein höheres Vertrauen: Insgesamt flossen der Bank 2011 neue Kundengelder von netto 42,4 Milliarden Franken zu. In den letzten drei Monaten des Jahres betrug der Nettoneugeldzufluss 6,4 Milliarden Franken. 2010 hatte die UBS noch einen Abfluss von Kundengeldern erlitten. Insgesamt verwaltete das Finanzinstitut Ende 2011 Kundenvermögen in Höhe von 2,167 Billionen Franken.

Weniger im Bonus-Pool
Voran kommt die UBS nach eigenen Angaben mit ihrem Kostensenkungsprogramm, mit welchem sie auf die aktuelle Situation auf den Finanzmärkten - namentlich auf den Margendruck auf die Vermögensverwalter auf dem Finanzplatz Schweiz - reagiert. 2011 seien Kosteneinsparungen von 2,1 Milliarden Franken erzielt worden, schreibt die Bank mit. Der Bonus-Pool sei um 40 Prozent herabgesetzt worden.

Der tiefere Bonus entspricht laut CEO Ermotti der derzeitigen Profitabilität der UBS. Er glaube nicht, dass Löhne und Boni in den kommenden Jahren stark steigen werden.

Verhaltener Ausblick
Für die nahe Zukunft zeigt sich die UBS eher pessimistisch. Die Unsicherheit über die generelle Entwicklung der Weltwirtschaft und die Bedenken wegen der Schuldenkrise in Europa dürften sich negativ auf das Ausmass der Kundenaktivität auswirken, so das Finanzinstitut.

Der üblicherweise im ersten Quartal beobachtete Anstieg der Handelsvolumen könnte möglicherweise nicht im gewohnten Umfang stattfinden. Dies würde sich laut UBS insbesondere auf die Erträge der Investmentbank auswirken.

Zugleich geht die UBS davon aus, dass sie weiterhin neue Kundengelder anziehen kann. Ebenfalls fortsetzen will die Bank den Abbau von risikoreichen Positionen in ihrer Bilanz.

Aktien um rund ein Prozent gesunken
Die Aktien der UBS verloren im frühen Handel an Boden. Vor 10.00 Uhr standen die Papiere 1,1 Prozent unter dem Vorabendschluss. Insgesamt ging der Schweizer Aktienmarkt wenig verändert in den Handel. Die Lage sei weiterhin von den Bemühungen um eine Lösung in Griechenland geprägt, hiess es in Marktkreisen. (basn, sda)

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Tue, 07 Feb 2012 12:04:00 +0100 321394
Swatch erzielt erneut Rekordgewinn http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/wirtschaft/321403.swatch-erzielt-erneut-rekordgewinn.html
  (Reuters)

Swatch erzielt unbeirrt Bestmarken. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds erwirtschaftete der Uhrenkonzern im letzten Jahr einen Umsatz von mehr als 7 Milliarden Franken. Der Konzerngewinn betrug rund 1,3 Milliarden Franken.

Der Bieler Uhrenkonzern hat im Geschäftsjahr 2011 einen neuen Rekordgewinn erzielt: 1,276 Milliarden Franken. Das sind 18,9 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Der Betriebsgewinn betrug 1,614 Milliarden Franken. Er fiel um 12,4 Prozent höher aus als im Vorjahresvergleich, wie das Unternehmen mitteilte.

Swatch habe dem schwierigen Umfeld durch Effizienzsteigerungen und der «traditionell griffigen Kostenkontrolle» getrotzt, analysiert das Unternehmen.

Swatch trotzt den Währungs-Krisen
Beim Bruttoumsatz knackte Swatch erstmals die 7-Milliarden-Grenze, wie das Unternehmen bereits früher bekannt gab. Er liegt um 10,9 Prozent höher bei 7,143 Milliarden Franken. Zu konstanten Wechselkursen hätte das Plus 21,7 Prozent betragen.

Die Schwäche des Euro und der Dollar-Währungen hätten den Umsatz um 700 Millionen Franken geschmälert, schreibt Swatch. Auch die steigenden Rohstoffpreise - etwa für Gold und Diamanten - wirkten sich negativ aus. Die operative Marge steigerte Swatch dennoch von 23,5 Prozent auf 23,9 Prozent.

Das Eigenkapital von 8,071 Milliarden Franken und die Eigenkapitalquote von 82,3 Prozent bestätigten die äusserst solide Finanzierung der Swatch- Gruppe, hiess es weiter. (bat, sda)

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Tue, 07 Feb 2012 08:18:00 +0100 321403
Merkel und Sarkozy: Sperrkonto für Athen http://www.drs.ch/www/de/drs/tagesthema/283842/321279.merkel-und-sarkozy-sperrkonto-fuer-athen.html
 Angela Merkel und Nicolas Sarkozy- (Keystone)

Das Krisentreffen der griechischen Regierungsparteien zum neuen Sparprogramm ist kommentarlos verschoben worden. Merkel und Sarkozy machten weiter Druck: Ein Sperrkonto für griechische Staatseinnahmen soll fällige Zinsen sicherstellen.

Die Verhandlungen über härtere Sparmassnahmen mit Blick auf ein zweites EU-Rettungspaket sind am Montag von Streitereien über die Einhaltung von Fristen überschattet worden. Während die EU beklagte, Griechenland habe eine Frist zur Einigung verstreichen lassen, wollte man sich in Athen weiter Zeit lassen.

Am frühen Nachmittag wurde dann ein Krisentreffen der Regierungsparteien um einen Tag auf Dienstag verschoben. Einen Grund für den Schritt nannte das Büro von Ministerpräsident Lukas Papadimos nicht. Der Regierungschef sollte im Tagesverlauf mit Vertretern von EU und IWF zusammenkommen, hiess es weiter.

Ohne eine Vereinbarung über ein härteres Spar- und Reformprogramm und die schriftliche Zusage der Parteien, diese Beschlüsse nach den Wahlen im Frühjahr nicht zu kippen, soll Griechenland der Kredithahn zugedreht werden. Dem hochverschuldeten Land droht Mitte März die Pleite.

Merkel und Sarkozy schlagen Sperrkonto vor       
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Nicolas Sarkozy erhöhten an einem Treffen in Paris den Druck auf Athen. Nach der gescheiterten Idee eines Sparkommissars forderten sie nun ein Sonderkonto für alle griechische Staatseinnahmen.

Über dieses Sperrkonto, auf das die Regierung in Athen keinen Zugriff hätte, sollten Zinszahlungen des hochverschuldeten Landes abgewickelt werden. Damit hätten Investoren die Sicherheit, regelmässig auch Zinsen zu erhalten, erklärten Merkel und Sarkozy.

In deutlichen Worten forderten sie die griechische Regierung und alle Parteien in Athen erneut auf, die zugesagten Reformen bedingungslos umzusetzen. Merkel betonte, es werde kein neues Geld für Griechenland geben, solange die Forderungen der internationalen «Troika»-Kontrolleure nicht erfüllt seien: «Die Zeit drängt.»

Es stehe für die gesamte Euro-Gruppe viel auf dem Spiel. Es bringe jetzt nichts mehr, die Verhandlungen ständig zu verlängern. Ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone sei aber kein Thema, betonten Merkel und Sarkozy. (bru, dpa)

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Mon, 06 Feb 2012 16:39:00 +0100 321279