Schweizer Radio DRS - Alles zum Thema Alle Musikthemen http://www.drs.ch/www/ Musik-Themen von Schweizer Radio DRS. de 0 Pop-Rock-Musik Lana Del Rey - Ein Hype in drei Akten http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/321757.lana-del-rey-ein-hype-in-drei-akten.html
 Popdarling oder Kunstfigur? Lana Del Rey

«Born To Die», das angebliche Debutalbum der Hype-Sensation Lana Del Rey, wird diesen Sonntag auf Platz eins der Schweizer Albumcharts einsteigen. Und das trotz Spott aus Indiekreisen und teils brutalen Verrissen der Fachpresse. Das einstige Indie-Darling, es habe verzaubert, geblendet und getäuscht. Lana Del Rey, eine Tragödie in drei Akten?

ERSTER AKT: Die Indie-Sensation

Es war im Sommer 2011, als ein Raunen durch die Blogsphäre ging. Da war dieser einprägsame Name; Lana Del Rey. Da war dieses unscheinbare, offenbar selbst zusammengeflickte Video zu «Video Games». Und dann war da genau dieser umwerfende Song. «Video Games» schlug in Indiekreisen ein wie eine Bombe. Trotz ihrer aufgespritzten Lippen und gelangweilten Art, diese junge Frau hatte Klasse, Sexappeal und sang sich mit ihrer Stimme direkt ins Herz des Musikfans.

Noch war nur wenig über Sie bekannt, doch die Blogsphäre tat, was sie am besten kann: Sie machte «Video Games» zu einem viralen Erfolg. Spätenstens jetzt war Lana Del Rey, diese neue, mysteriöse Sängerin, in aller Munde. Das tolle «Blue Jeans» folgte und steigerte die Erwartungen in immer höhere Sphären.

ZWEITER AKT: Die ersten Zweifel
Die ersten Abnutzungserscheinungen erschienen bereits gegen Ende 2011. Wie so üblich, wandte sich die Indiepolizei von der mittlerweilen medial omnipräsenten Lana Del Rey ab. Was den Mainstream erreicht hatte, konnte nicht mehr authentisch oder cool sein. Und tatsächlich erschütterten Nachrichten über ihren millionenschweren Vater das bislang gut aufgebaute Image der jungen Trailer-Park Queen.

Doch noch immer überstrahlten «Video Games» und «Blue Jeans» jede noch so kleine Negativgeschichte oder Schämhung. Erst ihr katasrophaler Auftritt bei Saturday Night Life zeigte, dass Lana Del Rey nocht nicht bereit war für die oberste Liga. Es wurden Zweifel laut, ob das Album wirklich so gut werden würde, wie es sich alle erhofften.

DRITTER AKT: Der hohe Fall
Nun ist «Born To Die» erschienen und die weltweite Fachpresse übertrifft sich mit ihren bosartigen Verrissen. Unter den Fans entbrennt der Streit, ob jetzt «Born To Die» ein katastrophales oder eben nur mittelmässiges Album ist. Einig ist sich die Mehrheit: Zu uninspiriert, zu langweilig, zu viele Streicher...das ist nicht jenes Meisterwerk, welches man erwartet hat.Die Musikwelt flucht über «Born To Die» und Lana Del Rey.

EPILOG
Rückblickend ist es bemerkenswert, wie das Konzept der Hinterleute Lana Del Reys aufgegangen ist. Mit Eg White und guy Chambers steckten zwei Hit-erfahrene Songwriter hinter der bürgerlichen Lizzy Grant. Die Retro-Ästethik, die vielen Outfits und auch (ja auch) die aufgespritzten Lippen taten ihr übriges, um Lana Del Rey eine mystische Aura zu verleihen, wie man sie von den grossen Stars der 30er, 40er und 50er Jahre kannte, heute jedoch nur noch selten antrifft.

Die Schuld für die Enttäuschung über «Born To Die» liegt nicht alleine bei Del Rey und ihren Songschreibern, sondern auch bei den Medien, welche sich in diesen neuen Star verliebt hatten und ein Meisterwerk erwarteten. Sie werfen ihr vor, ein Kunstobjekt ohne Integrität zu sein. Und daran scheitert Lana Del Rey. Ihre Musik schafft es nicht, ihre Figur zu tragen.

Lana Del Rey ist das perfekte Beispiel eines perfekt aufgegleisten Hypes, der funktionierte, Millionen verzauberte und nun ernüchtert zurücklässt. Was bleibt ist ein eventuelles (besseres) zweites Album, eine tolle Geschichte und mit «Blue Jeans» und «Video Games» zwei Songs für die Ewigkeit.

Dominique Marcel Iten

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Wed, 08 Feb 2012 16:23:00 +0100 321757
Schweizer Newcomer überzeugen am «DRS 3 Best Talent» http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/315350.schweizer-newcomer-ueberzeugen-am-drs-3-best-talent.html
 Boy live im Klub Plaza. (Samuel Trümpy)

Die drei herausragendsten Talente traten im Finale um den DRS 3 - Förderpreis im Zürcher Klub Plaza gegeneinander an. Dieses Mal mussten sie aber nicht etwa die DRS 3 - Musikredaktion überzeugen, sondern das zahlreich angereiste Publikum.

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Wed, 01 Feb 2012 15:40:00 +0100 315350 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/musik/2012/fazit_best_talent.mp3
«DRS 3 Best Talent»-Konzert im Plaza Klub Zürich http://www.drs.ch/www/de/drs/320363.drs-3-best-talent-konzert-im-plaza-klub-zuerich.html

«DRS 3 Best Talent»-Konzert im Plaza Klub Zürich

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Wed, 01 Feb 2012 00:06:00 +0100 320363
«Best Talent»-Backstage http://www.drs.ch/www/de/drs/320365.best-talent-backstage.html

Best Talent Backstage

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Wed, 01 Feb 2012 00:36:00 +0100 320365
DRS 3 Festivalplaner http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/320773.drs-3-festivalplaner.html
 

DRS 3 hält Euch auf stets auf dem Laufenden, welche Top-Acts diesen Sommer mit ihrer Musik auch die Schweizer Festivalgänger begeistern werden.

Mit dem DRS 3 Festivalplaner verliert ihr nie die Übersicht über die grossen Schweizer Open Airs und bleibt stets auf dem aktuellsten Stand. Der Festivalplaner wird laufend aktualisiert, damit ihr keine wichtige Änderung verpasst. Drei grosse Festivals haben bereits erste Higlight angekündigt.

Gurtenfestival
Mit Züri West, Patent Ochsner und Stress sind drei hochkarätige Schweizer Künslter am Gurten vertreten. Für internationalen Glanz sorgen die Friendly Fires und Digitalism.

Greenfield Festival
Das "härteste" Festival der Schweiz bedient auch in diesem Jahr wieder Fans von hartem Rock, schwerem Metal und wildem Punk. Mit dabei sind unter anderem die Ärzte, Billy Talent und Rise Against.

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Open Air Gränichen
Immer wieder gut, um frische, noch unbekannte Acts kennen zu lernen. Aber auch bekannte Namen sind dabei wie Boysetsfire oder die Delilahs.

Die ausführlichen Line-ups gibts im DRS 3 Festivalplaner.

Dominique Marcel Iten

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Tue, 07 Feb 2012 14:52:00 +0100 320773
Depesche aus London http://www.drs.ch/www/de/drs/265482.depesche-aus-london.html
 

In der Musikmetropole London passiert viel. Und zwar nicht nur das, was in den Zeitungen steht. Der Musikexperte und DRS-Korrespondent Hanspeter «Düsi» Künzler tummelt sich seit drei Dekaden in der Londoner Musikszene. Seine Depeschen für die Sounds!-Facebook-Seite servieren Eindrücke, Facts und Anekdoten aus der besten Musikstadt der Welt.

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Thu, 29 Dec 2011 15:22:00 +0100 265482
50 Jahre Beatles http://www.drs.ch/www/de/drs/313642.50-jahre-beatles.html
 Beatles anlässlich einer Pressekonferenz im Warwick Hotel in New York City am 22. August 1966. . (Keystone)

Am 05. Oktober 1962 veröffentlichten die Beatles ihre erste offizielle Single «Love Me Do» und legten damit den Grundstein für ihre grosse Karriere. 50 Jahre später sind ihre Lieder noch immer Klassiker der Popmusik.

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Fri, 23 Dec 2011 21:35:00 +0100 313642
Sounds!-CD der Woche: Air «Le Voyage Dans La Lune» http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/321316.sounds-cd-der-woche-air-le-voyage-dans-la-lune.html
 Nach 14 Jahren zurück: Das französische Elektro-Pop-Duo Air mit ihrem neuen Album «Le Voyage Dans La Lune».

Vierzehn Jahre nach «Moon Safari» führt die Reise des französischen Pop-Duos Air wieder zum Mond. «Le Voyage Dans La Lune» heisst das neue, siebte Album.

Inspiration war der gleichnamige Stummfilmklassiker von Georges Méliès aus dem Jahr 1902. Der 12-minütige Film wurde letzten Sommer in Cannes in einer restaurierten und nachcolorierten Fassung uraufgeführt.

Nicolas Godin und Jean-Benoit Dunckel sorgten für die musikalische Begleitung, die  jetzt in einer erweiterten Form als CD erschienen ist . Nicht sphärische oder wattenweiche Klänge machen das Herz der Stücke aus, sondern Bass und Schlagzeug geben den «erdigen» Takt an.

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Thu, 09 Feb 2012 11:48:00 +0100 321316
Depesche aus London - Die Frau, die Lieder sieht http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/321884.depesche-aus-london-die-frau-die-lieder-sieht.html
 Während unsereiner Songs nur hört, sieht sie Beth Jeans Houghton auch - als Farbmuster.

Der Name «Beth Jeans Houghton» geistern seit ein paar Jahren schon durch's Unterholz der britischen Trendpresse. Tatsächlich klingt jetzt das Debut-Album wie sonst nichts.

Dass sie bei Worten, Zahlen und dem Nennen von Wochentagen Farben sehe, nütze ihr zum Songschreiben wenig, sagt Beth Jeans Houghton: «Ich sehe Farbmuster, wenn ich ein Lied höre. Es gibt andere Leute, denen es gleich ergeht, und sie sind Genies. Mir nützt es nichts. Mich verwirrt es nur».

Houghton ist Synästhetikerin. In der Wahrnehmung von Synästhetikern werden verschiedene sinnliche Eindrücke in diversesten Kombinationen zusammengebracht. Man wird mit dieser Kondition offenbar geboren. Auch James Allen, der Sänger von Glasvegas hat sie: er erzählte mir einmal, er sehe Musik in schwarz/weiss-Mustern, wie in früheren Dekaden, in denen die TV-Stationen um Mitternacht dicht machten und man nur noch so eine Art Blitz-, Strick- und Nadelmuster zu sehen bekam.

Eigentlich hatte ich nicht vor, das Thema im Interview mit Beth Jeans Houghton und ihrer Band, The Hooves of Destiny, anzuschneiden. Aus der Distanz schien es mir sehr ein Thema zu sein, das jedem Journalisten, der sich halbwegs auf seine Begegnung mit der lustigen Diva aus Newcastle vorbereitet, irgend einmal über den Weg läuft, das er für interessant befindet und zu welchem er sich ein paar Questions einfallen lässt. Grund genug, die Finger davon zu lassen.

Dass ich es dann doch noch aus dem Köcher holte, hing damit zusammen, dass Beth und ihre Mannen zu der Art von Musikanten gehören, die lieber Musik machen als drüber lange Worte zu verlieren. So gingen mir schlicht die Fragen aus, die ich als gewissenhafter Journalist fragen zu müssen glaubte.

Dabei sind weder sie noch ihre Kumpane verstockt. Auch desinteressiert sind sie nicht, arrogant oder gar ein Bermuda Dreieck der Gehirnzellen. Im Gegenteil: jedes Mal, wenn eine Antwort zu Ende geführt ist, strahlt einen Beth Jeans Houghton aus Koalaaugen an und wartet geduldig auf die nächste.

Aber eben: «Wir versuchen, unsere Lieder nicht zu stark zu analysieren», sagt sie: «Wenn wir eines zu Faden geschlagen haben, feilen wir nicht noch monatelang daran herum, bis es perfekt ist. Wir spielen es möglichst bald live und schauen dann, was heraus kommt.»

So geht es auch im Interview. Die Antworten, zwar mit gutmütigem Enthusiasmus vorgetragen, bleiben kurz. Auch dann, wenn es um's Erklären ihres überaus originellen Stils geht: eine Musik, die irgendwo zwischen Rockabilly, Brecht/Weill, Joni Mitchell, Punk und Psychedelik liegt und manchmal mit regelrecht militärischen Ra-Ra-ram-tam-tam-Rhymthmen einherkommt. In der Tat verfügt die Band nebst Drums/Bass/Gitarre mit Trompete, Fiedel und Orgel auch noch ein paar weniger übliche Instrumente. Das sei halt so gekommen...

Ein Interview dieser Art könnte ein Greuel sein. In der Tat ist es auch für einen alten Hasen wie mich - wenn ich das mal so sagen darf - nicht einfach, einer ganzen Band gegenüberzusitzen. Wenn man nicht den kleinen Diktator spielt, schwätzen alle gleichzeitig drauflos, oder sie ergehen sich in Insider-Jokes, oder sie machen als Gruppe auf Trotz und Stummheit.

Ganz abgesehen davon, dass es schwierig ist, an einem Gedankengang festzuhalten, wenn aus vier Ecken ständig andere Einfälle daherpurzeln, die zum Teil überhaupt nicht ins Konzept passen, dieses dann aber nachhaltig aus dem Sockel kippen.

 Zurück zu Beth Jeans und ihren Schicksalshufen: einen fröhlicheren, höflicheren und zur Kooperation bereiteren Haufen könnte man sich kaum vorstellen. Aber sie reden halt lieber über die Platten anderer Leute. Und da die geneigten Sounds!-HörerInnen vom resultierenden real life-Austausch auch noch etwas haben sollen, will ich an dieser Stelle keine weiteren Geheimnisse verplaudern.

Höchstens noch dies: Das Rendez-Vous mit Beth Jeans Houghton & The Hooves of Destiny war ein echtes Vergnügen. Eine Band, mit der man ewig über ausgefallene Künstler reden könnte. Ich nenne nur ein paar Namen: Girls Togeter Outrageously, Karen Dalton, Melanie...Und: ihr Debut-Album ist in meinem Haushalt das meistgehörte Album der letzten zwei Monate.

Zum Schreiben dieser Zeilen gehört:
Beth Jeans Houghton
«Yours Truly, Cellophane Nose»
Label: Mute

Am 23. Februar 2012 in Sounds! - das Interview mit Beth Jeans Houghton & The Hooves of Destiny.

Hanspeter «Düsi» Künzler

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Thu, 09 Feb 2012 10:20:00 +0100 321884
Album-Kritik: Lana Del Rey «Born to Die» http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/319377.album-kritik-lana-del-rey-born-to-die.html
 Optisch jedenfalls ist sie wandlungsfähig, macht mal auf Blumenmädchen, mal auf Gangsterbraut: Lana Del Rey.

Wird das Album «Born to Die» der New Yorkerin Lana Del Rey dem Hype um ihre Person und die ersten beiden tollen Singles gerecht? DRS 3-Musikredaktor Gregi Sigrist hat sich das Werk angehört.

Wo man derzeit auch hinhört, was man auch liest, Lana Del Rey wird allerorten dermassen hochgejubelt, dass sich beim einen oder der anderen der Überdosis-Reflex bemerkbar macht: man findet gar nicht cool, was die Dame macht. Ganz und gar unbestechlich, zumindest, wenn es um die Beurteilung von Musik geht, ist Gregi Sigist: Der DRS 3-Musikredaktor traut nur seinen eigenen - gestrengen - Ohren. Hier seine Beurteilung des Albums:

Kein Killer-Album
Was mit «Video Games» und «Blue Jeans» grossartig begann, endet auf «Born to Die» in einer eher uninspirierten Zusammenstellung relativ belangloser Popsongs. Zuviele Streicher verstreichen den Popschmalz und wer sich nicht ganz diszipliniert hinsetzt, um das Album komplett durchzuhören, ist versucht, sich bloss durchzuzappen und nur bei den erwähnten Knüllersongs auszuharren.

Der Name ist Programm
Schade, jetzt steigt mit «Born to Die» ein vielleicht schon halbtotes Album hoch in die Hitparade ein.

Gregi Sigrist/Eva Watson

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Tue, 07 Feb 2012 19:45:00 +0100 319377
Madonna kommt in den Letzigrund http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/321291.madonna-kommt-in-den-letzigrund.html
 Bei ihrem letzten Auftritt in Dübendorf: Madonna (Keystone)

Am 18. August 2012 kommt Madonna zurück in die Schweiz, in den Letzigrund Zürich. Dies wird erst ihr zweites Schweizer Konzert, nach der Show auf dem Militärflugplatz Dübendorf vor vier Jahren.

Madonna schuldet der Schweiz noch ein Jahrhundertkonzert: 25 Jahre mussten ihre Fans warten, bis sie zum ersten Mal in die Schweiz kam, am 30. August 2008 - und prompt viele enttäuschte.

Hunderte von Besucherinnen und Besuchern verliessen das Gelände noch während der Show wieder, weil sie mit den zerstückelten, experimentellen Versionen, die Madonna von ihren Hits präsentierte, nichts anfangen konnten oder weil sie auf dem sehr grossen Gelände schlicht zu wenig von der Show mitbekamen, trotz Videoleinwänden.

Statt über 70'000, wie auf dem Militärflugplatz Dübendorf, fasst das Stadion Letzigrund in Zürich «nur» 50'000 Leute. Eine leicht andere Ausgangslage also - den Rest hat die Queen of Pop selber in der Hand.

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Tue, 07 Feb 2012 09:13:00 +0100 321291
Hitparaden-Interview mit Fox: «Jetzt sehen alle - ich kann es auch allein!» http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/320716.hitparaden-interview-mit-fox-jetzt-sehen-alle-ich-kann-es-auch-allein.html
 Nik Thomi und Mark Fox in Rocker-Pose im DRS 3-Studio. (DRS 3)

Nach seiner nicht ganz geräuschlosen Trennung von Shakra gründete Sänger Mark Fox eine eigene Band, sinnigerweise namens Fox. Deren Debut-Album «2012» stieg jetzt direkt auf Platz 2 der Schweizer Album Charts ein. Hitparaden-Moderator Nik Thomi hat den Hardrocker zum Interview geladen.

Mit Shakra hatte er während mehrerer Jahre grosse Erfolge gefeiert - auf nationalem und internationalen Parkett. Danach nochmals ganz von vorne anzufangen, ist wahrscheinlich nicht ganz einfach. Aber Mark Fox und seine Bandkumpane - Guitarero Franky Fersino, Bassist Tony Castell und Drummer Reto Hirschi - scheinen beim ihrem ersten, von Mark Fox selber produzierten Album alles richtig gemacht zu haben. Jedenfalls landete die Scheibe ganz weit vorne in den Charts.

Und für Mark ist der Erfolg eine grosse Genugtuung: «Es ist ein gutes Gefühl, allen zu zeigen, dass ich es auch ohne Shakra kann.» Mit der starken Platzierung in den Charts könne er auf eine ganz nette Art und Weise seinen Kritikern das Maul «stopfen».

Weit aufgerissen hat Mark sein Maul dann aber trotzdem beim Interview mit Nik Thomi. Laut eigenen Angaben noch nicht lange aufgestanden (15:35 Uhr) brüllte er gekonnt einen Rockerschrei ins DRS 3-Mikrofon. Auf dass er selbst und alle Hörerinnen und Hörer danach sicher wach waren.

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Sun, 05 Feb 2012 15:57:00 +0100 320716 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/hitparade/2012/fox.mp3
Knackeboul: «Ich mache mich mit meiner Musik verletzbar, aber auch nahbar» http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/321008.knackeboul-ich-mache-mich-mit-meiner-musik-verletzbar-aber-auch-nahbar.html
 Harter Bützer: Knackeboul

Knackeboul ist einer der geschäftigsten Schweizer Rapper der letzten Jahre. Jetzt ist er mit einem neuen Album am Start: «Moderator». Ein Interview von Moderator (Nik Thomi) zu Moderator (Knackeboul) über «Moderator».

Wortspiele am Fliessband vom Berner Wortakrobat: Bereits der Titel von «Moderator» lässt sich aufteilen in «Mode», «Rat» und «Or». Tracks wie «Brandstifter» erschüttern den Höher mit elektronischen Beats, wie es zurzeit «Mode» ist. Mit Rapnummern wie «Sprachrohr» verteilt er «Rat» an die Zuhörer. Bleibt noch «Or» - so hofft Knackeboul - bedeutet dann für die Fans Gold fürs Ohr. «Reimen muss Spass machen und man sollte dabei flexibel sein», erzählt Knackeboul im Interview mit Nik Thomi.

«Moderator» ist diese Woche von 0 auf Platz 8 der Albumstarts gestiegen. «Ich kann es immer noch nicht glauben und bin seit vier Tagen im Hoch, ich weine und hüpfe schreiend durch den Schnee» meint Knackeboul dazu.

Der erste Track auf «Moderator» erzählt ungeschminkt und für einmal ohne lustige Untertöne das Leben von Knackeboul. «Es war mir wichtig, dass ich als tiefgründiger junger Mann rüber komme, der gute Texte schreibt und nicht nur den Clown auf der Bühne machen kann.»

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Fri, 03 Feb 2012 17:49:00 +0100 321008 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/musik/2012/knackeboul_interview.mp3
Neue Musik auf DRS 3 : Tove Styrke - Call my Name http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/320783.neue-musik-auf-drs-3-tove-styrke-call-my-name.html
 Der neue Star aus Schweden: Tove Styrke.

Jung, Blond, Süss - ja die Schwedinnen haben schon etwas an sich. Und wieder hat die Musik ein neues Girl, dass perfekt in dieses Klischee passt. Tove Styrke: 19 Jahre jung, Modelmasse und klar:  Schwedin. Und mit «Call my Name» wird sie nicht nur die Männer um den Finger wickeln.

Tove Styrke wurde bei der Schwedischen Castingshow «Swedish Idol» Dritte. Doch ihre Karriere läuft wie am Schnürchen. Bei uns kommt ihr Debutalbum erst im März raus. Jetzt gibt's bereits die erste dancige Single «Call my Name» , die die DRS 3 Musikredaktion an Robin erinnert.

Tove Styrke «Call my Name»

Auschnitt hören (00:30)

Stress, der Vorzeige Rapper der Schweiz. Bei den Swiss Music Awards 2012 ist Stress in zwei Kategorien nominiert. Unteranderem für sein Album «Renaissance II» und daraus gibts nun auf DRS 3 einen neuen Song zu hören. «Dream» kommt ziemlich dancig daher und bringt jeden zum Mitsingen. Die DRS 3 Musikredaktion meint - Ohrwurmpotential.

Stress «Dream»

Auschnitt hören (00:30)

Mac trifft auf Mac. Also Sänger trifft auf Fast Food. So stimmts wohl eher. Der gebürtige Engländer Gus MacGregor liefert mit seinem Song «The House» den Soundtrack für eine Burgerwerbung. Doch da ist nichts mit Fast-Music. Gus' Song kommt in gewohnter Manier ganz sanft und ruhig daher. «The House» hat die DRS 3 Musikredaktion verzaubert.

Gus MacGregor «The House»

Auschnitt hören (00:30)

Plüsch sind zurück. Aha, wisst ihr schon. Aber ganz ehrlich, jetzt mit der zweiten Single vom neuen Album «Eile mit Weile» welches im Februar kommt, hört man auf den ersten Ton, dass es Plüsch ist. «Gsichter vo dr Stadt» ist unverkennbar Ritschi und Band. Eure «Gsichter» wollen sie in eurer Stadt sehen auf der Tour. Den Song gibts ab sofort auf DRS 3 zu hören.

Plüsch «Gsichter vo dr Stadt»

Auschnitt hören (00:30)

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Thu, 02 Feb 2012 17:23:00 +0100 320783
Swiss Music Awards 2012: Wählt jetzt euren Favoriten http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/238959.swiss-music-awards-2012-waehlt-jetzt-euren-favoriten.html
 

Die 5. Swiss Music Awards 2012 werden am 2. März im Zürcher Schiffbau über die Bühne gehen. Die Favoriten stehen fest. Jetzt liegt es an euch; bestimmt eure Favoriten.

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Wed, 01 Feb 2012 16:09:00 +0100 238959 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/musik/2012/sma.mp3
Die Nominationen in der Übersicht http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/169455.die-nominationen-in-der-uebersicht.html
 

Best Album Pop Rock National

77 Bombay Street

Up In The Sky

Jetzt abstimmen
Baschi Neui Wält
Jetzt abstimmen
Philipp Fankhauser
Try My Love
Jetzt abstimmen Best Album Pop Rock International

Adele
21
Jetzt abstimmen Bruno Mars
Doo-Wops&Hooligans
Jetzt abstimmen Coldplay
Mylo Xyloto
Jetzt abstimmen Best Album Urban International


Jay-Z + Kanye West
Watch The Throne Jetzt abstimmen Kool Savas
Aura
Jetzt abstimmen Pitbull
Planet Pit
Jetzt abstimmen Best Album Urban National

Kutti MC
Freischwimmer
Jetzt abstimmen Phenomden
Eiland
Jetzt abstimmen Stress
Renaissance II
Jetzt abstimmen Best Breaking Act National

77 Bombay Street
Up In The Sky
Jetzt abstimmen Bastian Baker
Tomorrow May Not Be Better Jetzt abstimmen TinkaBelle
Highway Jetzt abstimmen Best Breaking Act International

Bruno Mars
Doo-Wops&Hooligans Jetzt abstimmen Caro Emerald
Deleted Scenes
Jetzt abstimmen Hugh Laurie
Let Them Talk Jetzt abstimmen Best Hit National

77 Bombay Street
Up In The Sky
Jetzt abstimmen DJ Antoine vs. Timati feat. Kalenna
Welcome To St. Tropez
Jetzt abstimmen Stress feat. Noah Veraguth
Elle Jetzt abstimmen Best Hit International

Adele
Rolling In The Deep
Jetzt abstimmen Bruno Mars
Grenade
Jetzt abstimmen Jennifer Lopez feat. Pitbull
On The Floor
Jetzt abstimmen Best Album Dance National

DJ Antoine
2011
Jetzt abstimmen Mike Candys
Smile
Jetzt abstimmen Mr. Da-Nos
One Nation
Jetzt abstimmen DRS 3 Best Talent

Dabu Fantastic
Disco Titanic
Jetzt abstimmen Boy
Mutual Friends
Jetzt abstimmen Lina Button
Homesick Jetzt abstimmen

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Wed, 01 Feb 2012 15:37:00 +0100 169455
Die ersten Acts des Gurtenfestivals http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/320255.die-ersten-acts-des-gurtenfestivals.html
 Züri West werden einer der Acts auf dem Berner Hausberg sein. (key)

Ob feinere Töne aus dem Indie-Lager, fette Dancefloor-Beats, Berner Charme oder ungezähmte Crazyness – so ziemlich alles was Herz und Bein bewegt, findet sich dieses Jahr auf dem Berner Hausberg.

Endlich sind Züri West und Patent Ochnser wieder unterwegs. Sie dürfen auf dem Gurten selbstverständlich nicht fehlen. Ihr geschätzter Kollege aus der Romandie, Monsieur Stress, wird ebenso einheizen wie die wilde Truppe Bonaparte um den quirligen Berner Mastermind Tobias Jundt.

Die langen Gurtennächte werden von illustren digitalen Beatmastern bespielt: Gorillaz Sound System, Fritz Kalkbrenner, Digitalism und Birdy Nam Nam schieben die Regler bis zum Anschlag. Genauso schweisstreibend dürften die Shows der Parov Stelar Band und Friendly Fires werden. Meisterhaft pendeln sie zwischen analogen und digitalen Welten und verändern die Sichtweise auf das musikalische Universum nachhaltig.

Und was wäre das Gurtenfestival ohne die feineren Töne der Singer-/Songwriter, welche Herz und Seele tief berühren. Das Publikum darf sich auf musikalische Erlebnisse mit Other Lives, welche mit Radiohead auf Tour sind, die bittersüsse Melancholie von Yodelice aus Frankreich und deutschen Indierock von Thees Uhlmann freuen.

Für ein wahrhaftes und authentisches Rock'n'Roll-Revival sorgen Dick Brave & the Backbeats und für die letzte Party am Sonntagabend im Zelt sind keine Geringeren zuständig als die schrägste Partyband der Welt, die Leningrad Cowboys.

Das Festival-Programm findet ihr hier.

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Wed, 01 Feb 2012 09:03:00 +0100 320255
Depeche aus London: «Post Everything» – die tragikomisch-schrullige Selbstinszenierung des Luke Haines http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/320279.depeche-aus-london-post-everything-die-tragikomisch-schrullige-selbstinszenierung-des-luke-haines.html
 Luke Haines

Dass es Monate ging - was sage ich: ein halbes Jahr! - ehe ich sein inzwischen längst nicht mehr taufrisches «neues» Buch in einem Laden entdeckte, wo das Einkaufen nicht mit Mausklick und dem Eintippen von endlosen Nummernkombinationen verbunden ist, ist typisch für den Verlauf von Luke Haines's Karriere als Nicht-Pop-Star. Der schlaue Brite weiss aus der üblen Lage aber immer wieder Kapital zum Leben zu schlagen.

Wie sagt er es so schön, der Luke Haines, auf Seite 209: «Ich habe in diesem Jahr (die Rede ist von 2004) keine Platten veröffentlicht und ich habe keine neuen Songs aufgenommen. Black Box Recorder sind auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt, und so bin ich zum ersten Mal seit siebzehn Jahren nicht mehr Mitglied einer unpopulären Musikgruppe.» Zu dem Zeitpunkt kümmert er sich auch nicht mehr ums Geschehen in der Musikwelt. Den New Musical Express habe er seit Ewigkeiten nicht mehr gelesen, die monatlichen Zeitschriften sowieso nicht (zwischen ihm und Mojo herrscht eh seit Jahren ein wüster Grabenkrieg, weil Haines dem heutigen Chefredaktor einst die Zukünftige ausspannte). Gerade sitzt der Künstler in einem winzigen Büro im National Theatre, um an einem Musical zu arbeiten, für dessen unverbindliches «development» er einen eher symbolischen Lohn einsteckt. Achtzehn Monate dauert die Arbeit, samt Workshops mit Schauspielern und mannigfachen Diskussionsrunden in garstigen Pubs. Schliesslich kommt es zur Aufführung im kleinen Rahmen, die über die Aufnahme des Stückes ins Programm bestimmt. «Fantastisch! Wundervoll!» schwärmt der Mann mit dem Portmonnaie, nachdem das höchlichst amüsierte Mini-Publikum gröhlend das Mini-Theater verlassen hat. Zwei Wochen später der Bescheid:

«Zu wenig politisch - das National Theatre wird ab sofort nichts mehr mit dieser Produktion zu tun haben.»

Ha! Typisch Haines. So wie überhaupt in seinen lustigen, bärbeissigen Memoiren spart er auch hier nicht mit rüden Worten in seiner Beschreibung der vielen menschlichen Waschlappen und Schlawiner, denen er begegnet. En passent verrät er aber, dass er in seiner verlassenen Klause eine Woche lang nicht am Musical gearbeitet habe, sondern «für den Notfall» genug Lieder für ein Album komponiert hätte. «Der Notfall trat allerdings schneller als erwartet ein.» Im nächsten Kapitel balgt er sich dann mit einem hoffnungslosen Indie-Plattenfirmenkapitän, der am Telephon heulend zusammenbricht, als Haines das versprochene Geld einfordert.

Luke Haines ist ein schrulliger Engländer der aussterbenden Sorte. Einer, der zumindest in der Oeffentlichkeit immer die künstlerische Konfrontation sucht und keine Möglichkeit auslässt, im falschen Moment einen bösen Spruch über die geistlosen Flausen der modernen Welt fallen zu lassen. Einmal, am Anfang der 90er Jahre, war er mit seinen feinen Chansons und witzig-bösen Texten selber Teil der schönen, neuen Popwelt. The Auteurs hiess seine Band damals, durchaus nicht ohne Selbstironie. Aber als die Britpop-Welle anrollte, die, so hätte man geglaubt, in Erinnerung an ähnlich schräge Vögel in der englischen Popgeschichte Platz gehabt hätte für seine kauzigen Einfälle, formierte er eine neue Band und nannte sie Baader Meinhoff. Und dann noch eine, der Ex-Jesus & Mary Chain-Drummer John Moore sowie die Sängerin Sarah Nixey angehörten, die hiess Black Box Recorder. Immer gab es tolle Kritiken (ausser in Mojo), fast immer waren die Verkäufe «disappointing», nur die Single «Facts of Life» von BBR schaffte es mal auf Platz 20. Aber die Vorschüsse für seine diversen Projekte - ein Album pro Jahr - und allerhand «Entwicklungsbeiträge» von Plattenfirmen, welchen die resultierenden Demos dann doch nicht passten, erlaubten es Haines immerhin, im schnellen grünen Sportwagen zwischen seinem Haus in Brighton und seiner Wohnung in Camden Town  zu pendeln. Dazwischen rief er zu einem einwöchigen Musikstreik auf, der zu seinem grossen Erstaunen von der Presse richtiggehend ernst genommen wurde. Einmal veröffentlichte er eine neue Single mit limitierter Ausgabe, die nur an einem einzigen Tag in den Shops erhältlich war - allerdings war dieser Tag ein «Bank Holiday» wo Plattenläden natürlich alle geschlossen blieben. Alles ging leidlich gut - bis dann leider das Kartenhaus der Plattenindustrie einstürzte und für solche Eigenbrötler wie ihn kaum mehr ein Groschen übrig blieb. Jetzt schreibt er halt Bücher. «Post Everything  - Outsider Rock and Roll» ist nach «Bad Vibes: Britpop and My Part in its Downfall» sein zweiter Memoirenband.

Der Grundtenor ist magisterial schlechte Laune - ganz toll! Er geizt auch nicht mit Giftpfeilen.

Bono zum Beispiel (in meinen Breitengraden «Bongo» genannt) dürfte Haines nie mehr ins Gesicht blicken wollen, wenn er ihn in der VIP-Lounge des Meltdown-Festivals nicht eh schon geschnitten hätte.

Dennoch hat Haines der Musik nicht ganz den Rücken gekehrt. Gerade ist von ihm ein neues Kozeptalbum erschienen (ich bin ihm leider noch nirgends begegnet, werde drum wohl doch noch zu Maus und Plastik greifen müssen): «9 1/2 Psychedelic Meditations On British Wrestling Of The 1970's And Early 1980's» (Fantastic Plastic). Und im Schreibmoment ist er unterwegs ins Studio mit Ex-Microdisney- und -Fatima Mansions-Sänger Cathal Coughlan. Die beiden haben für das Theaterfestival in Edinburgh eine Revue mit dem Titel «The North Sea Scrolls» konzipiert, in welcher eine alternative Geschichte von England erzählt wird - eine, wo nicht England Irland besetzte, sondern umgekehrt. Daraus wird nun ein Album.

Zum Schreiben dieser Kolumne habe ich gehört:

Luke Haines, "The Oliver Twist Manifesto" (Hut/EMI)

Und gelesen: Luke Haines, "Post Everything" (Heinemann, London)

http://www.lukehaines.co.uk/

 

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Tue, 31 Jan 2012 16:52:00 +0100 320279
Euer Festivalsommer 2012 http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/240615.euer-festivalsommer-2012.html
 

Kaum hat das Jahr begonnen, rollt auch schon die Festivalsaison an: Die ersten Veranstalter verkünden ihre Line-Ups und heizen die Vorfreude an. Hier halten wir euch auf dem Laufenden, wo ihr diesen Sommer welche Bands live sehen könnt.

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Tue, 31 Jan 2012 16:07:00 +0100 240615
Sounds!-Platte der Woche: «Clay Class» von Prinzhorn Dance School http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/320051.sounds-platte-der-woche-clay-class-von-prinzhorn-dance-school.html
 Princehorn Dance School

Vor fünf Jahren veröffentlichten Princehorn Dance School ihr selbstbetiteltes Debut-Album. Das Duo aus Brighton machte mit seinem reduzierten Post Punk und seinen sozialpolitischen und ökomischen Themen auf sich aufmerksam.

Auf ihrer neuen, zweiten CD «Clay Class» bleiben sich Tobin Prinz (Gesang, Gitarre, Drums) und Suzi Horn (Gesang, Bass, Drums) ihrem Stil weitgehend treu.

Ein perfektes Zusammenspiel zwischen den Instrumenten, der Call-and-response-Gesang, die Reduktion auf das Wesentliche, angereichert mit Melodien. Prinzhorn Dance School überzeugen mit der Kraft des Minimalsitischen. (mus)

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Mon, 30 Jan 2012 16:23:00 +0100 320051
Taio Cruz: «Die Hälfte meiner Landsleute meint, ich sei Amerikaner» http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/319743.taio-cruz-die-haelfte-meiner-landsleute-meint-ich-sei-amerikaner.html
 Auf Platz 2 der Schweizer Single Charts: Taio Cruz

Taio Cruz ist aktuell mit «Hangover» auf Platz 2 der Single Charts. Sein Album Ty. O liegt zur Zeit auf Platz 15. Hitparaden-Moderator Nik Thomi hat sich mit dem Briten getroffen und sich mit ihm unter anderem über seine Sprache unterhalten.

Taio Cruz wurde 1983 in London geboren und hat brasilianisch-nigerianische Wurzeln. Doch die meisten seiner Landsleute meinen, er sei Amerikaner: «Mein Akzent ist nicht typisch englisch. Die meisten Leute hören mich nur singen, deshalb ist es schwierig, den Akzent richtig zu hören,» so Taio gegenüber Nik Thomi. Ausserdem sei er sehr stark von amerikanischen Künstlern beeinflusst worden, was sich entsprechend auf seinen Akzent ausgewirkt habe.

Trotz Erfolg anonym
2011 erhielt Taio Cruz drei Billboard Awards in den Kategorien «Top Pop Song», «Top Digital Song» und «Top Hot 100 Song». Doch trotz seines Erfolgs wird der Musiker auf der Strasse meistens nicht erkannt: «Mir passiert es täglich, dass mich die Leute nicht erkennen, aber das geniesse ich sehr», so Taio weiter.

Er liebt es, seine eigenen Songs im Radio zu hören und  dreht dann die Laustärke auch mal ganz schön hoch. Allerdings nur, wenn er alleine ist, vor anderen Menschen wär ihm das dann doch zu peinlich.

Carmen Köppel

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Sun, 29 Jan 2012 13:49:00 +0100 319743 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/hitparade/2012/taio_cruz.mp3
Neue Musik: Frida Amundsen «Closer» http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/319635.neue-musik-frida-amundsen-closer.html
 

Nach Maria Mena kommt ein weiteres Stimmwunder aus Norwegen: die 19-jährige Singer/Songwriterin Frida Amundsen.

Ihr Song «Closer» war der meistgespielte Song an den norwegischen Radios 2011.

Ausschnitt hören

Jason Mraz «I Won't Give Up»
Live führte der Song zu Standing Ovations in der Carnegie Hall in New York. Dann breitete er sich über youtube millionenfach aus und wurde Nr. 1 in den US-Billboard-Download Charts.

Ausschnitt hören

Morning Parade «Headlights»
Fünf Musiker aus dem Londoner Vorort Essex bilden die neue Indie-Band. Den Indie Rock mischen sie mit viel 90er Jahr Dance-Drive. Ihr Debüt-Album kommt im März 2012.

Ausschnitt hören

YuRi «Vreni»
Sein richtiger Name ist Fabian Kauter, er ist Degenfechter (Nummer 4 der Welt!), Banker bei einer Privatbank - und Rapper! «Vreni» ist der erste aus dem kommenden Album «Summer in Sibirie» ausgekoppelte Song.

Ausschnitt hören

Peter Walt

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Fri, 27 Jan 2012 14:13:00 +0100 319635
Die «DRS 3 Best Talent»-Finalisten http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/240595.die-drs-3-best-talent-finalisten.html
 

Trommelwirbel und Trompeten: Dabu Fantastic, Boy und Lina Button sind in der Kategorie «DRS 3 Best Talent» für den Swiss Music Award 2012 nominiert.

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Thu, 26 Jan 2012 12:16:00 +0100 240595 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/heute/2012/best_talent.mp3
Sounds!-Platte der Woche: «Something» von Chairlift http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/318695.sounds-platte-der-woche-something-von-chairlift.html
 Chairlift

Bekannt wurden Chairlift aus Brooklyn 2008 mit dem Song «Bruises», der in einem iPod-Werbespot zu hören war.

Nach dem Debut-Album  «Does You Inspire You» verliess Gründungsmitglied Aaron Pfenning die Band. Übrig blieben die Sängerin und Songschreiberin Caroline Polachek und der Multiinstrumentalist Patrick Wimberly. Grosser Pop beschert uns das neue, zweite Album  «Something».

Kecke Melodien, druck-und glanzvolle Arrangements und die stimmliche Präsenz von Caroline Polachek sind  die herausragenden Merkmale.  80's-orientierter Synthie-Pop mit verschiedenen Facetten. (mus)

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Mon, 23 Jan 2012 16:37:00 +0100 318695
Etta James ist tot http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/318376.etta-james-ist-tot.html
 Etta James (1938-2012)

Nur wenige Tage vor ihrem 74. Geburtstag ist die grosse Soul-, Jazz und Bluessängerin gestorben. Dass Etta James schwer krank war, wusste man schon länger. Trotzdem erschien Ende letzten Jahres ihre allerletzte CD «The Dreamer».

DRS 3 Blues Special hat das grossartige Werk letzten Dezember vorgestellt. Hier könnt Ihr die Sendung nochmals nachhören:

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Mon, 23 Jan 2012 13:55:00 +0100 318376 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/musik/2012/etta_james_nachruf.mp3
Depeche aus London: Eine Audienz mit «Laughing Lenny» http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/318619.depeche-aus-london-eine-audienz-mit-laughing-lenny.html
 Leonard Cohen

Weil seine Managerin ihm ein paar Millionen Dollar abgeluchst hatte, während er in der Eremitage meditierte, ging Leonard Cohen im Januar 2008 zum ersten Mal seit fünfzehn Jahren wieder auf Tournee. Beflügelt vom Erfolg erscheint nun auch noch sein erstes Album seit acht Jahren. Es heisst «Old Ideas». In London stellte er es einem Saal voll Presseleuten vor.

Leonard Cohen genoss nicht immer die Gunst der coolen weiten Welt. Wie alle anderen Angehörigen der Zunft der singenden SongschreiberInnen, wurde auch er von den (Post-) Punks zu den Akten gelegt: gemeinhin wurden Singer/Songwriters als introvertierte Träumer (in den Augen des Zeitgeistes ein Frevel) und eigensinnige Auswüchse der Me-Generation abgetan.

Erst Pioniere wie Susanne Vega, Tori Amos und Ron Sexsmith vermochten diese Künstlergattung Kraft ihrer originellen Perspektiven und schönen Lieder gegen das Ende der 80er Jahre wieder ans Tageslicht zu zerren. Wahre Künstler haben sich allerdings noch nie ums Coolsein gekümmert. Und deswegen hatten Leute mit gutem Geschmack und einem Riecher für doppelbödigem Humor und feine Texte auch in jenen düsteren 80er Jahren unter ihresgleichen immer wieder über die Qualitäten geschwärmt von «Laughing Lenny» - wie er gern von den Scherzkeksen genannt wurde, die zu blöd waren, seine lustigen Pointen als lustige Pointen zu erkennen.

Und unter der Aegide der gehobenen französischen Musik-Illustrierten Les Inrockuptibles scharte sich um 1991 herum eine Reihe von Leuten zusammen, die sich nicht genierten, zu Cohen zu stehen, um neue Versionen seiner Lieder einzuspielen. Die Pixies steuerten «I Can't Forget» bei, von R.E.M. kam ein feines «First We Take Manhattan», von Go-Between Robert Forster «Tower of Song», von Fatima Mansions «A Singer Must Die», von Nick Cave & The Bad Seeds «Tower of Song», und von John Cale «Hallelujah». Leonard Cohen bedankte sich bei allen Beteiligten mit einem handgeschriebenem Fax.

Zeitsprung - 21 Jahre nach vor. Cohens Einfluss - oder jedenfalls der Möchtegerneinfluss - ist bei vielen jungen singenden Songschreibern zu spüren, sein «Hallelujah» ist dank einer käsigen Pop-Version ein Jukebox-Evergreen geworden. Jetzt: Gratisbar im Nobelhotel, dazu ein Kübel Popcorn - die Canapés kämen nach dem «Event» - und in den Rängen alles, was Rang und Namen hat in den britischen Medien. Der Applaus, der Cohen entgegenbrandet, zeigt an, dass wir es hier mit einem Grossen zu tun haben.

Cohen ist knochiger als auch schon, etwas kleiner als man ihn sich vorgestellt hat.

Er trägt den gleichen, simplen, schwarzen Anzug wie auf der Hülle des neuen Albums, das kantige schwarze Hütlein hat er schelmisch auf die Nase heruntergezogen. Er hebt das Hütchen, verneigt sich und sagt: «Keine Angst, ich werde mit dem Rücken zu Ihnen sitzen und wie Sie die Texte und Zeichnungen auf der Leinwand anschauen. Sie können also ganz so reagieren, wie sie wollen.» «Old Ideas» - es ist Cohens zwölftes Album - gehört zu seinen besten. Die vornehmlich mit akustischen Gitarren, Geigen, Banjo, Schlagzeug und einer diskreten Hammondorgel eingespielte Musik strömt viel Wärme aus, die Frauenchöre säuseln gekonnt zwischen Kitsch, Ironie und unbefleckter Engelhaftigkeit. Da gemahnen die Arrangemente an einen eleganten Tom Waits, dort an JJ Cale in Zeitlupe. Dabei ist Cohens Stimme noch tiefer in den Keller gerutscht.

«Wird die Stimme noch tiefer gehen?» fragt Pulp-Sänger Jarvis Cocker, der mit Cohen ein Podiumsgespräch führen darf, ehe die Medien dran kommen: «Will it go, erm, all the way?» «Das kommt vom Aufhören Rauchen», entgegnet Cohen grinsend. Er habe befürchtet, dass er damit seine Karriere ruiniere, dass er fortan eine Sopranstimme habe:

«Aber der landläufigen Meinung zum Trotz wird die Stimme nicht höher, sondern tiefer, wenn man nicht mehr raucht.»

Cocker zeigt sich der Situation nicht gewachsen. Er hat eine Reihe von Fragen bereit gelegt, die alle mit der Herkunft und der Interpretation von einzelnen Liedern oder Zeilen zusammen hängen.

Das kaputte «Banjo» zum Beispiel, das im Lied «Banjo» einsam auf den Wellen des Meeres auf und ab tanzt. «Ob ich je ein solches Banjo gesehen habe?» fragt Cohen zurück und zupft sich gedankenverloren am linken Ohr: «Gesehen? Ich weiss nicht. Vorgestellt, ganz bestimmt.» Die Magie des kreativen Prozesses, darüber will der Meister nichts verraten. Sanft und elegant führt er die Fragen ad absurdum oder gewinnt ihnen einen weisen Scherz ab. Ja, Cohen in Person ist zum Heulen lustig!

Auch ich hätte eine Frage bereit und recke eifrig die Hand in die Höhe. Die Frage dreht sich um ein Poem in seinem letzten Gedichtband, betitelt «Layton's Question»: «Immer wenn ich ihm sage/was ich als nächstes vor habe/fragt Layton ernst/Leonard, bist du sicher/dass du auch wirklich das Falsche machst?» Wie, so möchte ich gern wissen, hat Cohen die Frage auf sein Leben angewandt? Aber ich komme nicht dran.

Andere Journalisten, andere Fragen. Erstaunlicherweise bezieht sich keine auf ein Thema, das in den neuen Lieder nie weit von der Oberfläche steht: das Alter. Cohen ist jetzt 77 Jahre alt. Oft drehen sich die Lieder um vergangene, verrückte Lieben, die nun mit Gelassenheit aus der Ferne beobachtet werden. Nicht dass Cohen an den Ruhestand denkt: er überlege sich, erneut auf Tournee zu gehen, sagt er: «Dann kann ich wieder rauchen.»

Ausserdem habe er während der letzten Tournee neue Songs geschrieben, die er gern aufnehmen möchte. «Wenn Sie dem jungen Leonard, der gerade am Anfang seiner Reise steht, einen Rat geben müssten, was wäre dieser?» fragt jemand. «Nun, ich erinnere mich an meinem alten, verstorbenen Freund Irving Layton, dem wohl grössten Dichter Kanadas», entgegnet Cohen:

«Wenn ich ihm meine Pläne und Hoffnungen schilderte, sagte Irving immer: Leonard, bist Du sicher, dass du auch wirklich das Falsche tust?»

Zum Schreiben dieser Kolumne habe ich gehört:

Diverse, «I'm Your Man - The Songs of Leonard Cohen» (Sony/Oscar)

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Mon, 23 Jan 2012 12:20:00 +0100 318619
Die Wiener Philharmoniker starten durch - in den Pop/Rock-Hitparaden http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/318334.die-wiener-philharmoniker-starten-durch-in-den-pop-rock-hitparaden.html
 Hat beträchtlich zum Erfolg des Orchesters beigetragen: Der Dirigent Mariss Jansons (Reuters)

Die Schweizer Hitparade besteht zwar hauptsächlich aus Pop- und Rocksongs, doch es kommt immer wieder vor, dass auch Titel aus anderen Genres in den Charts einen Platz finden. Bestes Beispiel: Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker.

Dieter Flury ist bereits seit 1977 Flötist und einziges Schweizer Mitglied des weltweit berühmten Orchesters. «Ich habe damals in den 70er Jahren ein rieses Los gezogen. Mit André Jonette hatte ich einen ausgezeichneten Lehrer und mit meiner Kammermusik-Erfahrung sehr gute Voraussetzungen im Orchester aufgenommen zu werden. Aber es braucht natürlich immer auch eine ganze Menge Glück», so der Musiker gegenüber DRS 3-Moderator Nik Thomi.

Neue Besen kehren gut
Der Erfolg des Neujahrskonzerts in den Charts kam eher überraschend, denn so hoch war der Einstieg noch nie. Im Vergleich: Im Jahr 2009 landeten die Philharmoniker auf Platz 37, 2010 auf Platz 22 und im vergangenen Jahr auf Platz 31.

«Es sind verschiedene Faktoren, die zum Erfolg dieses Jahres beigetragen haben. Zum einen haben wir zum ersten Mal mit Sony zusammengearbeitet. Und neue Besen kehren ja bekanntlich am besten! Sony hat keinen Aufwand gescheut, zu zeigen, was sie können und das hat man gemerkt», so der Musiker weiter.

Ausserdem sei das Konzert mit Mariss Jansons als Dirigent weltweit als etwas ganz besonderes wahrgenommen worden. Sie hätten eine langjährige und sehr intensive künstlerische und menschliche Beziehung zueinander. Ausserdem sei es Mariss Jansons gelungen, sich selber als symphonischer Dirigent in die Musik von Strauss und Co. einzubringen. Und zwar in einer Art und Weise, die auch im Fernsehen ganz speziell angekommen sei. Das habe sicher auch zum Erfolg dieses Jahres beigetragen.

Eine dunkle Vergangenheit
Das Neujahrskonzert aus Wien wird jeweils von 73 Ländern und 70 Millionen Zuschauern weltweit gesehen. Doch eigentlich hat das legendäre Konzert eine dunkle Vergangenheit. Premiere feierte das Symphonieorchester nämlich am 1.1.1941, also mitten im zweiten Weltkrieg unter der Nazi-Herrschaft.

Und genau darüber hat der Schriftsteller Fritz Trümpi ein Buch geschrieben: «Politisierte Orchester - Die Wiener Philharmoniker und das Berliner Philharmonische Orchester im Nationalsozialismus». Das Neujahrskonzert sei eigentlich ein Produkt der Nazis. Das Jahr 1939 war der erste Kriegswinter und in dieser Zeit sei das Bedürfnis nach einem Ablenkungsprogram gross gewesen. Die gehobene Unterhaltung - wie Trümpi sie nennt - sei sehr beliebt und das Interesse an Strauss sehr gross gewesen. Bereits am 31. Dezember 1939 habe es ein Silvesterkonzert gegeben, quasi der Vorläufer des Neujahrskonzerts.

Einfluss von Nazis auf die Musik
Im Wiener Symphonieorchester durften weder Werke jüdischer Komponisten gespielt werden, noch durfte avantgardistische Musik gespielt werden. Doch neben diesen beiden Verboten hatten die Musikanten auch in der Kriegszeit relativ viel Freiheit.

Website der Wiener Philharmoniker

Carmen Köppel

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Sun, 22 Jan 2012 13:41:00 +0100 318334
Neue Musik auf DRS 3: Judy Birdland «Hoarfrost» http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/318281.neue-musik-auf-drs-3-judy-birdland-hoarfrost.html
 Judy Birdland mit Frontfrau Christa Unternährer

Der perfekte Kuschelsound für kalte Winterabende. Aber Achtung: Die Luzernerin Christa Unternährer alias Judy Birdland macht folkigen Sound für anspruchsvolle Ohren.

Ausschnitt hören

Admiral James T. und Verena von Horsten - New Pair of Shoes
Gefreutes für alle Fans von prickelnden Songduetten à la Lee Hazlewood & Nancy Sinatra: Der Winterthurer David Langhard alias Admiral James T. hat sich als Duettpartnerin die Zürcherin Verena von Horsten geschnappt.

Auschnitt hören

Knackeboul - HDG (Ha di gärn)
Rapper Knackeboul taufte sein neues Album «Moderator». Als solcher hat er auf dem Jugendkanal Joiz TV seine eigene Sendung. Rappen bleibt aber seine Hauptleidenschaft. «HDG» kommt für seine Verhältnisse eher brav, aber wie gehabt mit viel Sprachwitz daher.

Ausschnitt hören

We Invented Paris - A View That Almost Kills
Die Indie-Rocker bezeichnen ihre Songs selber als «melancholische Lebensfreude». Der neue Song erinnert ein wenig an die Anfangsphase von Noah and The Whale.

Ausschnitt hören

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Fri, 20 Jan 2012 15:05:00 +0100 318281
Jetzt das ganze «DRS 3 Showcase» mit Ed Sheeran zum Hören! http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/316992.drs-3-showcase-sieben-songs-und-ed-sheeran-hatte-500-neue-fans.html
 Ed Sheeran: Zuerst auf der Bühne, zum Schluss mitten im Publikum. (Merly Knörle/SRF)

500 ausgewählte DRS 3-Hörerinnen und Hörer waren am 16. Januar 2012 dabei, als der englische Singer-Songwriter Ed Sheeran im Kaufleuten Zürich für ein DRS 3 Showcase auf der Bühne stand. Der 20-jährige sang und spielte sich mit nur sieben Songs mitten in die Herzen seiner neuen Fans.

Genau so gewinnt man ein neues Publikum für sich: Ed Sheeran, rothaarig, 20-Jährig aus Suffolk in England packte seine Gitarre und legte los. Zuerst mit einem Herzenöffner Song, (Give me love), um dann bereits beim zweiten Song (Lego House) alle mitsingen zu lassen.

Keine 10 Minuten waren verstrichen, als im Kaufleuten Saal ein paar Hundert zu Ed Sheeran mitsummten, schwelgten, mit dem Handy den Moment festhielten und gefallen fanden, am Newcomer aus England. Früher verdiente er sein Geld in Londoner Clubs, er hat gelernt auch ein kleines Publikum für sich zu begeistern.

Lovesong für Gotti
Ed Sheeran verzichtete auf seine Band, vertraute ganz auf Stimme und Gitarre. Dank einem Loopgerät bastelte er dennoch vielschichtige Sounds und Beats, mal Bass-lastig, mal mehrstimmig, immer harmonisch und voller Energie.

Er testete am DRS 3-Publikum auch einen neuen Song (Kiss me), den er für die Hochzeit von seinem Gotti geschrieben hatte. Der Applaus daraufhin war laut, die Feuertaufe wohl geglückt, Gotti darf sich freuen, wenn sie im Mai ihrem Mann das Ja-Wort geben wird.

Zum Schluss ohne Mikro mitten im Publikum
Am Schluss verliess Ed Sheeran die Bühne, stellte sich mitten ins Publiklum auf einen Stuhl und sang ohne Mikrophon einen letzten Song, kräftig unterstützt von 500 Mitsingenden. Zuschauerin Daniela aus Solothurn sagte anschliessend: «Ich kannte zuvor nur den Song <A-Team>, aber der Typ hat ja viel mehr drauf. Es war genial.»

Martin Oswald

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Tue, 17 Jan 2012 17:06:00 +0100 316992 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/musik/2012/ed_sheeran.mp3
Sounds!-Platte der Woche: «Ester» von Trailer Trash Tracys http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/317300.sounds-platte-der-woche-ester-von-trailer-trash-tracys.html
 Trailer Trash Tracys

Die Trailer Trash Tracys outen sich  auf ihrem Debut-Album «Ester» als David Lynch-Fans. Zwei der Songs erinnern vom Basslauf direkt an Angelo Badalamentis Soundtrack zum TV Serien-Meisterwerk «Twin Peaks».

Der schwebend-verhallte Gesang der Sängerin Suzan Aztoria und die abgründige Atmosphäre sind weitere Indizien. Trotzdem schafft  das Londoner Quartett mit seiner Lo-Fi-Attitude und seinem Mix aus Shoegaze, Noise und leicht surrealem Dream Pop eine ganz eigene, nicht nur retro-orientierte Klangwelt. (mus)

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Mon, 16 Jan 2012 15:44:00 +0100 317300
Depesche aus London: Das Reisen ist des Musikanten Lust http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/317103.depesche-aus-london-das-reisen-ist-des-musikanten-lust.html
 Der Singer/Songwriter Orion Walsh kann über das Warten mehr als ein Liedchen singen. Er schrieb mit «The Hitchhiker's Son» gleich ein ganzes Album über's Reisen. (Zac Woodside/Orion Walsh)

Es gehört zum Beruf des Musikanten, ab und zu in eine Kutsche zu steigen, um auch in anderen Städtchen ein Publikum für sich zu gewinnen. «The Travel Almanac» gibt ihnen die Möglichkeit, schöne, böse oder auch nur banale Gedanken zum Reisen darzulegen.

Ich begreife Menschen nicht, die bei jedem Schritt aus dem Haus sogleich den Kopfhörer über die Ohren stülpen. Quasi die Käseglocke der vertrauten Klang-Ambiente auch noch mit auf Reisen nehmen. Fehlt nur noch die Nasenbinde, dass man die fremden Gerüche nicht bewältigen muss, der Taschenkochherd, dass man den Hamburger selber braten kann, sollte man sich in einen fernen Winkel verirren, wohin die grausigen Tentakel amerikanischer Fast Food- Moloche noch nicht hinreichen. Nein! Zum Eintauchen in die Umwelt braucht es die Klänge, die damit einherkommen.

Dafür dann am Zielort schnurstracks den nächsten Plattenladen aufsuchen und zugreifen: Eines der freudvollsten Reisevergnügen überhaupt! Durch die ungewohnte Umgebung aufgeweckt, treibt einen die Abenteuerlust in Ecken, wo man sich daheim nie hingetraut hätte. Draussen dröhnt die Sahara-Sonne, drinnen quäkt Madonna und wirkt in dem Kontrast plötzlich exotisch wie eine Ziergans aus Sikkim.

Einmal besuchte ich in Los Angeles den besten Plattenladen der Welt, Amoeba Records, und entdeckte da tatsächlich eine CD-Version von «Hark! The Village Wait», dem herrlichen (und verkannten) Debut-Album von Steeleye Span mit Martin Carthy und dem Ehepaar Terry & Gay Woods. Knorrig-romantischer englischer Folk-Rock, dazu Sunset Boulevard, Cadillac-Cabriolets und gewaltige Fajita-Portionen – eine surreale, erhebende Kombination.

Klar, ein paar Lokalproduktionen gehören auch ins Körbchen, ausgewählt nach ausschliesslich ästhetischen Kriterien. Nun, auch das eine horizonterweiterende Betätigung, die im Zeitalter der seelenlosen Downloads wohl bald ins Museum der vergangenen Freuden  abgeschoben werden wird.

Er: Where do you live?, Sie: Germany. Er: And your parents? Sie: Both dead. Er: Do you see them often?

Aber eigentlich wollte ich ja etwas ganz anderes erzählen. Nun, so anders auch wieder nicht. Für mich besteht der erste Schritt einer Reise im Gang zum Bücherladen oder zum Kiosk. Gute Lektüre gehört zu einer guten Reise wie das ungewohnte Panorama vor dem Fenster und gelegentlich ein reizvoller Konversationsfetzen im Ohr. Hierzu kürzliches Beispiel: «Er: Where do you live?, Sie: Germany. Er: And your parents? Sie: Both dead. Er: Do you see them often?»

Also, vor dem Beginn meiner letzten U-Bahn-Reise ins West End tat ich noch einen kurzen Blick in den Kiosk. Nun hat mein Kiosk gleich neben der Station Queen's Park eine ausgezeichnete Auswahl – es gibt dort sogar jeden Tag die Neue Zürcher Zeitung zu kaufen. Seit Monaten schon war mir im Regal eine kuriose Publikation aufgefallen, halb Buch, halb Zeitschrift, Titel «The Travel Almanac».

«Während das Konzept von "Ort" im Umfeld der virtuellen Existenzen, welche die meisten von uns jeden Tag bewohnen, immer komplizierter wird, drängt sich die Frage immer stärker auf, wie verschiedene Umgebungen unsere kreativen Prozesse und unsere Lebensweise prägen.»

London weigerte sich standhaft, dem Kioskbesitzer dieses eine einsame Exemplar abzunehmen, auch wenn auf dem eleganten Cover ein besonders putziges Bild von Will Oldham alias Bonnie "Prince" Billy" prangte. Ein Mann, der in gewissen Kreisen ja verehrt wird wie ein schreibender und singender Zeus. Zu den Kreisen zähle auch ich mich, und trotzdem brauchte es das Reisegefühl an diesem Morgen, mir sachgerecht das Portmonnaie zu lockern. Der Publikation liegt das atemberaubend simple Konzept zu Grunde, reisende Künstlertypen über ihre Haltung zum Reisen zu befragen. Im Vorwort steht zu lesen:

«Während das Konzept von "Ort" im Umfeld der virtuellen Existenzen, welche die meisten von uns jeden Tag bewohnen, immer komplizierter wird, drängt sich die Frage immer stärker auf, wie verschiedene Umgebungen unsere kreativen Prozesse und unsere Lebensweise prägen.»

Zum Wort kommen nebst zwei, drei Leuten aus der Fashion/Design-Welt auch Bernard Sumner von New Order, Juliette Lewis und eben Will Oldham – dazu darf Kazuo Makino von Blonde Redhead unter der Rubrik «Souvenirs» den Inhalt ihres Reisekoffers aufzählen. Sumner ergeht sich in einer durchaus vergnüglichen Reihe von Anekdoten und landet schliesslich auf einem Segelschiff in der Nähe von Tonga.

Dass er allerdings als meisgehasste Tour-Bus-Musik die «horriblen» Sounds aufzählt, die Drummer Stephen Morris jeweils eingelegt habe und dabei als erstes Amon Düül 2, dann Captain Beefheart und GTOs nennt, ist vollkommen unverzeihlich – Teutates bewahre mich davor, jemals mit diesem Mann ein Bier teilen zu müssen!

«I feel like I'm constantly reconstructing context, even when I walk down the street, when I drive. If you hear a bit of news on the radio you have to all of a sudden re-imagine your position in relation to this news, and that's something that hippo doesn't have to do.»

Juliette Lewis weiss ebenfalls Lustiges und Tiefsinniges zu vereinen, aber die beste Lektüre bietet ohne Zweifel Titelheld Oldham, der auch noch ein paar oberschräge Photos aus dem Familienalbum beisteuert. Überhaupt ist The Travel Almanac hervorragend bebildert.

Wir erfahren, dass sich Oldham zwecks kultureller Bildung kürzlich zweieinhalb Harry-Potter-Filme angeschaut habe: "«Ich habe einige Freunde, die noch nicht fünfzehn Jahre alt sind, und es ist nett, ein gemeinsames Gesprächsthema zu finden.» Wir erfahren, dass er am liebsten nur noch Gratistourneen unternehmen würde und auf diese Weise Florida erkundet hätte. Hawaii gehört zu seinen Lieblingsdestinationen, die Cuisine von Portugal ist ihm besonders sympathisch, und es wäre ihm nicht unrecht, wenn er ein Nilpferd wäre:

«I feel like I'm constantly reconstructing context, even when I walk down the street, when I drive. If you hear a bit of news on the radio you have to all of a sudden re-imagine your position in relation to this news, and that's something that hippo doesn't have to do.»

Grandios, oder?

Hanspeter Künzler

Zum Schreiben dieser Kolumne habe ich gehört:
Bonnie Prince Billy & Harem Scarem & Alex Neilson – «Is It The Sea?» (Domino Records)
Bonnie Prince Billy & The Cairo Gang – «The Wonder Show of the World» (Domino Records)

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Sun, 15 Jan 2012 16:53:00 +0100 317103
Hitparaden-Interview mit House-DJ David Guetta http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/317072.hitparaden-interview-mit-house-dj-david-guetta.html
 Um diesen Schnappschuss werden ihn viele Fans beneiden: Nik Thomi mit House-DJ David Guetta.

Der französische House-Produzent hält sich mit «Nothing but the Beat» seit 18 Wochen in den Schweizer Album-Charts. Nik Thomi hat den sympathischen Künstler interviewt und dafür extra seine Französischkenntnisse aufgefrischt.

Der Erfolg in der kleinen Schweiz bedeutet dem Franzosen viel: «Ich habe den Durchschnitt zwischen der Anzahl Einwohner aller Länder und der Anzahl verkaufter Alben berechnet. In meiner Berechnung liegt die Schweiz ganz oben», erklärt er stolz.

Bescheidener Familienvater
Trotz des anhaltenden Erfolges, ist Guetta am Boden geblieben und hält sein Privatleben bewusst aus der Klatschpresse heraus: «Ich bin kein Pop-Star, sondern in erster Linie ein DJ und Produzent. Ausserdem habe ich Kinder und habe keine Lust, dass ihre Fotos auf der Titelseite landen.»

Auch mit politischen Statements hält sich der Plattenleger bewusst zurück. Während sich in den USA Musiker regelmässig für Wahlkampf-Kampagnen einspannen lassen, käme das für ihn nicht in Frage: «Um ehrlich zu sein, ist es einige Zeit her, seit ich das letzte Mal wählen war», gibt Guetta beschämt zu.

Otto's verschollener Bruder?
Die Nase, die Augen und die blonden Haare: David Guetta gleicht Otto Waalkes, wie ein Ei dem anderen. Bisher hat der Franzose noch nie vom deutschen Komiker gehört und bestreitet auch eine entfernte Verwandtschaft. «Wir haben beide blonde, lange Haare, aber ich finde nicht, dass wir uns sonderlich ähnlich sehen.»

Über welche Themen DRS 3-Hitparaden-Moderator Nik Thomi sonst noch mit dem sympathischen DJ plauderte, erfahrt ihr im aktuellen Hitparaden-Interview. Das Interview in voller Länge gibt es hier – in Französisch natürlich.

Manuel Fischer

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Sun, 15 Jan 2012 14:55:00 +0100 317072 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/hitparade/2012/interview_davidguetta.mp3
Neue Musik auf DRS 3: Fox «We Are All» http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/316897.neue-musik-auf-drs-3-fox-we-are-all.html
 Fox heisst die neue Band des ehemaligen Sängers von Shakra.

Der frühere Shakra-Sänger Mark Fox startet mit neuer Band ins neue Jahr. Nach dem Maya-Kalender soll es ja das Jahr des Weltuntergangs sein. Daher heisst das neue Fox-Album schlicht «2012».

Der Weltuntergang wird sich allerdings laut Band als «neues Zeitalter des Rock» entpuppen. Der erste Song aus dem «2012»-Album bringt wenig überraschend fadengraden Rock ohne Firlefanz.

Ausschnitt hören

T-Pain feat. Wiz Khalifa & Lily Allen «5 O'Clock»
5 O'Clock ist eine Single aus T-Pains viertem Studioalbum «Revolver». Clever gemacht: Als Refrain nahm der amerikanische R'n'B-Sänger und Musikproduzent die ersten Zeilen des Lily Allen-Songs «Who'd Have Known». Und mitsingen darf die britische Popsängerin gleich auch noch.

Ausschnitt hören


Goldfrapp  «Melancholy Sky»
Die britischen Electropop-Soundtüftler Goldfrapp veröffentlichen im Februar ihre erste Single-Compilation. Zwei Songs sind neu drauf, aber in typisch verträumt-sphärischer Goldfrapp-Manier, so auch «Melancholy Sky».

Ausschnitt hören


Arctic Monkeys «Black Treacle»
Die britischen Indie-Rocker sind gerade in Australien auf Tour. Inzwischen veröffentlichen sie eine weitere Single aus ihrem letztjährigen «Suck It And See»-Album: Das Video dazu kommt wie ein Kurzfilm daher. Mit Drummer Matt Helder in der Rolle des Ausreissers, unterwegs durch die weitern Prärien Amerikas.

Ausschnitt hören

Peter Walt

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Fri, 13 Jan 2012 14:23:00 +0100 316897
Welche Musik hören unsere Ski-Stars? http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/musik/pop-rock-musik/316876.welche-musik-hoeren-unsere-ski-stars.html
 Unter dem Skianzug schlägt das Herzen unserer Ski-Stars für den Rock'n'Roll. (Foto: lauberhorn.ch / Bildmontage: DRS 3)

Welche Musik motiviert unsere Ski-Elite zu sportlichen Höchstleistungen? DRS 3-Reporter Robin Alder hat die Sportler zu ihren musikalischen Vorlieben befragt.

Für's Après-Ski tun es feucht-fröhliche Partyhits, aber vor dem Rennen mögen es unsere Sportler lieber gehaltvoller. Der ideale Soundtrack von Ambrosi Hofmann wäre der Klassiker «Bohemian Rhapsody» von Queen: «Lang und abwechslungsreich, wie das Rennen selbst.»

Für Newcomer Marc Gisin ist das Lauberhorn nach wie vor «schwerer Stoff». Deshalb kommt für ihn nur waschechter Heavy-Metal in Frage. Ob es nicht schon fast als Doping gilt, wenn sich Sportler von der Kiffer-Hymne «Sweet Leaf» (übersetzt: süsses Blatt) von Black Sabbath antreiben lassen?

Heisser Ritt in die Hölle
Auch Didier Cuche und Carlo Janka outen sich als Rocker und stellen die Abfahrt symbolisch als «heissen Ritt in die Hölle» dar. Deshalb muss es für sie «Highway to Hell» von AC/DC sein welches Janka kurzerhand in «Highway to the Hill» umtextet.

Einzig Didier Defago und Patrick Küng tanzen musikalisch aus der Reihe. Anstelle von harten Gitarrenriffts, muss es für sie pumpender House sein. «Zu Wengen würde ich David Guetta wählen», meint Küng. «Hier muss man nicht bloss aggressiv sein, sondern in einigen Passagen auch lange gleiten können.»

Manuel Fischer

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Fri, 13 Jan 2012 12:45:00 +0100 316876 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/sport/2012/Lauberhorn_Song.mp3