Schweizer Radio DRS - Alles zum Thema Digital http://www.drs.ch/www/ Guido Berger, Lucius Müller und Reto Widmer sind Eure Korrespondenten aus der digitalen Welt. de 0 Digital Deponia: Der Planet der Messies http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/game-tipp/279696.sh10211681.html
 Logik im freien Fall: Rufus' Fluchtversuch in «Deponia»

Was Edna war, ist jetzt Rufus: Ein durchgeknallter Charakter, in dessen Hirn ein Dauertrommelfeuer absurder Gedanken und Entscheidungen abgeht. Dass hinter «Deponia» die Macher des Kult-Games «Edna bricht aus» stecken, merkt man sofort.Im Dorf Kuvaq auf Deponia gibt es nichts aufzuräumen, da sowieso alles eine einzige Müllhalde ist. Hier wohnen Messies, die Messies sein müssen, weil sie gar keine andere Möglichkeit haben.

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Wed, 08 Feb 2012 14:10:00 +0100 321659 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/deponia.mp3 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/deponia.mp3
Slope Track: Das Handy warnt vor Tempo-Rausch http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/digital/321307.slope-track-das-handy-warnt-vor-tempo-rausch.html
 Das eigene Fahrvermögen besser einschätzen: «Slope Track» hilft

Schnell, schneller, Knochenbruch. Von den fast 70'000 Unfällen auf Schweizer Skipisten passieren viele im Temporausch. Eine Gratis-App für iPhone und Android-Geräte soll das verhindern helfen.

«Die Hölle, das sind die anderen», schrieb der launische Franzose Jean-Paul Sartre. Stimmt aber nicht für die Skipiste! Dort sind wir uns nämlich selbst der schlimmste Feind. Zum Beispiel, weil wir das eigene Fahrkönnen überschätzen, Dinge wie Reaktions- und Bremsweg dagegen unterschätzen. Letztere zum Beispiel betragen bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h gut 12 Meter - ganz schön viel.

Eigenes Fahrvermögen besser einschätzen
Mit der Gratis-App «Slope Track», die es neben einer Version für's iPhone neu auch für Android-Geräte gibt, will die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva für mehr Tempo-Bewusstsein auf Schweizer Pisten sorgen. Die App misst auf der Piste die Geschwindigkeit und macht auf Gefahren aufmerksam. Das soll helfen, das eigene Fahrvermögen besser einzuschätzen und Unfälle zu vermeiden.

Damit die App nicht zum Tempobolzen verleitet, ist sie während der Abfahrt gesperrt. Wie schnell man unterwegs war, erfährt man also erst im Ziel (ausgewertet als hübsches Diagramm). Um die Jagd nach Tempo-Rekorden zu verhindern, werden nur Geschwindigkeiten bis 70 km/h aufgezeichnet.

Ein Sturz aus 5 Metern Höhe
Die Suva hat die App vor etwas mehr als einem Jahr lanciert. Seither haben 22'000 der über 70'000 Benutzer ihre Geschwindigkeits-Daten der Suva übermittelt und die Versicherung hat 110 davon genauer analysiert. Resultat: Ski- und Snowboardfahrer sind in der Schweiz mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von gut 35 km/h unterwegs. Bei diesem Tempo bleibt ein Reaktions- und Bremsweg von um die 8 Meter. Eine Kollision bei 35 km/h entspricht einem Sturz aus 5 Metern Höhe.

Mit dem Thema Sicherheit auf der Skipiste hat sich auch die Sendung «Input» befasst und neben der «Slope Track»-App auch andere Massnahmen vorgestellt, die Verletzungen beim Ski- und Snowboardfahren vorbeugen sollen.

Jürg Tschirren

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Mon, 06 Feb 2012 15:45:00 +0100 321307
Facebook: Börse. Google: Böse? http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/digital-plus/71894.sh10211192.html
 Geld, Google und Email-Konten

Antworten auf dringende Zeitfragen: Hat Google seinen Heiligenschein verloren? Was macht Facebook so wertvoll? Warum soll man sein E-Mail-Passwort besonders vorsichtig wählen?

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Fri, 03 Feb 2012 08:02:00 +0100 321009 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/digital/2012/20120203_Podcast.mp3 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/digital/2012/20120203_Podcast.mp3
Trag Sorge zu deinem Email Passwort http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/digital/320624.trag-sorge-zu-deinem-email-passwort.html
 

Kaum jemand befolgt den allgemeinen Ratschlag, online überall ein anderes Passwort zu verwenden. Das ist auch nicht zwingend nötig, solange man seinem wichtigsten Passwort Sorge trägt: dem Passwort des eigenen Email-Kontos.

Wenn das eigene Email-Passwort in fremde Hände fällt, dann ist der potentielle Schaden gross. Dabei sind die privaten und möglicherweise geschäftlichen Informationen des aktuellen Email-Verkehrs nur der Anfang. Je nach Beschaffenheit des Email Kontos, lassen sich auch Hunderte oder Tausende von gesendeten Mails anzeigen. In einzelnen Fällen auch ein kompletter Email-Verlauf.

Klumpenrisiko Email
Das Problem endet aber nicht bei persönlichen Emails. Das Email-Konto wird immer häufiger dazu verwendet, unsere Identität zu überprüfen. So lässt sich bei fast allen Online-Diensten das Passwort per Email abfragen oder zurücksetzen. Wer also einmal im Besitz der Zugangsdaten eines Email Kontos ist, kann auch die meisten anderen Konten des Besitzers erfahren.

Sicher und doch leicht zu merken
Der Trick zum sicheren Passwort besteht darin, sich kein Wort, sondern einen Satz auszudenken. Aus den Anfangsbuchstaben der einzelnen Wörter setzen wir dann das Passwort zusammen. So liesse sich aus dem Satz «Ich mag Kaffee nur mit zwei Zucker» das Passwort «ImKnm2Z» ableiten. Nicht zu erraten, aber auch nicht zu vergessen, da sich ein einfacher Satz dahinter versteckt.

Sicher und doch immer anders
Den Rat, überall ein anderes Passwort zu verwenden, kann man mit diesem Trick ebenfalls problemlos befolgen. Dazu hängt man an das bestehende Passwort einfach die zwei ersten Buchstaben des Dienstes, bzw. der Webseite an, bei der man sich anmelden will. Um z.B. bei Amazon einzukaufen, hängt man die Lettern «am» an. Das Passwort für die Amazon-Webseite hiesse dann «ImKnm2Zam«. Auf Ricardo «ImKnm2Zri», bei Gmail «ImKnm2Zgm» usw.

 Lucius Müller

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Thu, 02 Feb 2012 09:52:00 +0100 320624
Büsis würden Openstreetmap nutzen http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/digital/320286.buesis-wuerden-openstreetmap-nutzen.html
 Büsi weiss, wo es in Natura eine Strasse hat. Openstreetmap nach unserem Tracking nun auch. Siehe Video unten.

Google Maps kennt den Büsisee. Openstreetmap kennt den Büsisee, den Büsiseeweg und den Rastplatz Büsisee Süd und Nord. Die Alternative zu Googles Kartendienst ist also viel genauer. Aber nicht überall. Wir haben nachgeholfen.

Openstreetmap (OSM) ist das Wikipedia der Karten. Genau wie beim beliebten Online-Nachschlagewerk tragen auch bei Openstreetmap die Benutzer selber dazu bei, die Qualität des Kartenmaterials zu verbessern. Und genau wie bei Wikipedia hat das die selben Auswirkungen: Gewisse Regionen sind eher schlecht erfasst, andere pingelig genau und mit einem Detailgrad, den die Konkurrenz alt aussehen lässt.

So hat ein Benutzer beispielsweise für den Vita Parcours im Zürcher Käferbergwald den Standort jeder einzelnen Tafel erfasst inklusive der darauf beschriebenen sportlichen Fitnessübungen.

Mitmachen
Wer dazu beitragen möchte, das Openstreetmap noch genauer wird, kann sich auf der Website kostenlos anmelden - und dann die Karte ergänzen (siehe Video unten). Wer bemerkt, dass zum Beispiel seine Quartierstrasse nicht auf Openstreetmap eingetragen ist, kann diesen Mangel beheben. Das geht ganz einfach mit einem GPS-Gerät oder einem Smartphone und einer beliebigen oder fur OSM optimierte Tracker-App.

Mit dem Gerät schreitet man die auf Openstreetmap noch nicht vorhandene Strasse ab und zeichnet so den ganzen Weg auf. Die daraus entstandene GPX-Datei übertragt man auf den Computer, lädt sie auf Openstreetmap hoch und ergänzt allfällige Infos wie den Strassennamen.

Openstreetmap aus historischer Sicht
Dass eine Gruppe von Menschen gemeinsam eine Karte erstellt  wie bei Openstreetmap ist nicht so neu, wie man meinen könnte, sagt der Kartenhistoriker Martin Rickenbacher (das komplette Interview mit Rickenbacher findet ihr unten).

Schon anfangs des 16. Jahrhundert gab es in Ansätzen die Idee der parzitipativen Vermessungsmethode. Wissenschaftler schickten sich Briefe zu mit Angaben zu ihrer Umgebung und erstellten daraus Karten - Vermessung auf dem Korrespondenzweg quasi.

Kartographie als Thema für Philosophen
Aber die Kartographie beschränkte sich damals auf einen kleinen Kreis von Experten. Das ist heute anders. Dank GPS hat eine Demokratisierung der Vermessungsmethoden stattgefunden. Und dank des Internets kann jeder anderen seine Vermessungsdaten zur Verfügung stellen und teilen. So haben wir heute Zugriff auf Kartenmaterial schnell und günstig wie noch nie.

Das hat auch Auswirkungen auf unsere Raum-Wahrnehmung. Vermessung und Kartographie ist auch ein philosophisches Thema.

Android: OSMTracker, iOS: OSMTrack

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Tue, 31 Jan 2012 16:53:00 +0100 320286 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/digital/2011/MartinRickenbacher.mp3
Verliert Google seinen Heiligenschein? http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/digital/320076.verliert-google-seinen-heiligenschein.html
 Google: Vom Paulus zum Saulus?

«Don't be evil», so das informelle Firmenmotto von Google. Der Internet-Gigant meint damit, dass der Nutzer stets an erster Stelle stehe, selbst wenn dem Unternehmen so der eine oder andere kurzfristige Profit durch die Lappen geht. Mit den für 1. März geplanten Änderungen der Datenschutz- und Nutzungs-Bedingungen werde das Unternehmen aber seinen Heiligenschein endgültig verlieren, meinen Kritiker.

Für Google ist es eine Art Frühlingsputz: Statt für einzelne Dienste  - Gmail, YouTube, Google+, etc. - eigene Richtlinien zu führen, sollen Nutzungs-Bedingungen zusammengelegt werden und in Sachen Datenschutz nur noch eine zentrale Richtlinie gelten.

Nach dem grossen Reinemachen wird Google in der Lage sein, Daten des einen Dienstes mit denen eines anderen zu kombinieren. Beispiel: Wer sich in seinem Profil bei Google+ als Fan der Automarke Jaguar zeigt, wird bei den Resultaten der Google-Suchmaschine denn auch vornehmlich Treffer zur Automarke und nicht zur gleichnamigen Raubkatze sehen, wenn er nach «Jaguar» sucht.

Den Nutzer an die Werbung verkauft
Google verspricht seinen Nutzern dadurch ein «einfacheres, intuitiveres Google-Erlebnis», weil man neu über alle Google-Dienste hinweg als ein Nutzer behandelt werde. Tatsächlich geht es dem Unternehmen aber auch darum, seine Werbekunden zufrieden zu stellen. Denn wenn die Daten kombiniert werden, die ein bestimmter Nutzer bei einzelnen Google-Diensten hinterlässt, entsteht ein deutlich schärferes Nutzer-Profil und damit die Möglichkeit, Werbung zielgenauer zu schalten.

Dazu müssen nicht mehr Daten als bisher gesammelt werden als es heute der Fall ist. Ausschlaggebend ist die Möglichkeit, die bisher erfassten Daten besser zu kombinieren.

Suchresultate ohne Relevanz?
Manche Kritiker meinen nun, Googles «Don't be evil»-Motto habe sich nun endgültig erledigt. Denn Google - dessen Erfolg zu einem grossen Teil mit dem Versprechen zusammenhänge, das Wohl der Öffentlichkeit komme vor dem Profit - habe seine Nutzer an die Werbung verkauft.

Andere Kritiker sehen noch ein tiefer liegendes Problem: Lasse Google Informationen aus den eigenen sozialen Netzwerk Google+ in die Resultate seiner Suchmaschine einfliessen, hätten die Suchergebnisse bald keine Relevanz mehr. Sprich: Wenn beim Suchen nach dem Namen «Mark Zuckerberg» plötzlich die Google+ Seite des Facebook-Gründers an oberster Stelle der Resultate stehe, sei das wohl kaum im Sinne des Suchenden.

Anbieter wechseln leicht(er) gemacht
Allerdings: Nur wer ein Konto bei Google hat, ist von den Änderungen auch wirklich betroffen. Alle anderen reisen inkognito durch Teile der Google-Welt. Und selbst Leute mit Google-Konto (etwa bei Gmail oder YouTube) können z.B. die Google-Suchmaschine oder YouTube weiterhin anonym nutzen, solange sie sich nicht vorher in ihr Konto einloggen.

Bei anderen Diensten wie etwa Gmail oder Google+ ist das nicht möglich. Wer mit den am 1. März in Kraft tretenden neuen Richtlinien nicht einverstanden ist, hat deshalb keine andere Möglichkeit, als die entsprechenden Google-Dienste zu künden und zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Immerhin: So ein Wechsel ist dank Google Takeout bei Google um einiges leichter als anderswo.

Google in die Karten schauen
Und wer zwar sein Konto bei Google behalten, aber keine auf ihn zugeschnittenen Werbe-Anzeigen mehr sehen will, kann sich hier davon abmelden. Google lässt sich an gleicher Stelle auch in die Karten schauen und zeigt dem Nutzer, in welche Werbe-Kategorien er einordnet wird bzw. bietet die Möglichkeit, diese Kategorien zu editieren oder zu löschen.

Jürg Tschirren

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Mon, 30 Jan 2012 17:22:00 +0100 320076
Facebook lernt neue Wörter http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/digital/319627.facebook-lernt-neue-woerter.html
 Australopithecus likes woman. (Foto: Flickr/Marcus Nunes)

Heute kann Facebook auf etwas zeigen und «Mag ich!» sagen - nicht viel mehr als ein Höhlenmensch. Jetzt soll Facebook neue Wörter lernen.

An einer Veranstaltung für Entwickler hat Facebook die sogenannten «Actions» vorgestellt. Damit können Dritt-Entwickler Apps für Facebook bauen, sie mit ihren eigenen Webdiensten verbinden und Facebook so neue Verben beibringen, wie «kaufen», «wollen» oder «kochen».

Beispielsweise könnte eine Website mit Kochrezepten eine App für Facebook entwickeln, die unseren Freunden mitteilt, dass wir gerade ein bestimmtes Rezept kochen: «Peter Meier kocht Yam Nüa». Wenn den Freunden dabei das Wasser im Mund zusammenläuft, wären sie mit einem Klick gleich ebenfalls auf dem Rezept.

Wollen und Kaufen
Denkbar sind auch Anbindungen an Shops: Wer dort etwas auf eine Wunschliste setzt, teilt das auf Facebook seinen Freunden automatisch mit: «Peter Meier wünscht sich Skateboard». Und hat Herr Meier sich dann seinen Wunsch erfüllt, erfahren das seine Facebook-Freunde ebenfalls.

Facebook hat bereits damit begonnen, neue Verben zu lernen: Das erste Anwendungsbeispiel der neuen Strategie ist Spotify. Wer bei Spotify Musik hört, teilt das jeweils in Echtzeit auch seinen Freunden mit: «Peter Meier hört Lana Del Rey: Video Games».

Die neuen Schnittstellen wurden nun den Entwicklern vorgestellt - Spieleanbieter Zynga oder die Rezeptseite Foodspotting entwickeln bereits entsprechende Anwendungen. Sobald diese von Facebook zugelassen werden, tauchen dann die neuen Verben in den News-Tickern der Facebook-Nutzerinnen und -Nutzer auf.

Wertvolle Daten
Für Facebook sind «Actions» eine zentrale Strategie. Denn die Aussagekraft eines «Like» ist beschränkt. Wenn man hingegen von den Nutzer weiss, was sie wollen, kaufen, kochen und lesen, hat man sehr wertvolle Daten, an denen Werber interessiert sind.

Da es «Actions» erfordern, eine App in Facebook zu installieren, können diese neuen Verben nicht ohne Zustimmung der Benutzer eingeführt werden. Ebenso verspricht Facebook eine feinere Kontrolle darüber, welche Aktionen wem mitgeteilt werden. So könnte Peter Meier seinen Freunden zwar alle Wünsche mitteilen, die tatsächlichen Käufe dann aber für sich behalten.

Guido Berger

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Fri, 27 Jan 2012 13:42:00 +0100 319627
Vom Steinzeitmenschen zur Digitalen Hochkultur http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/digital-plus/71894.sh10210323.html
 

Facebook lernt, sich differenzierter auszudrücken, als ein Steinzeitmensch, als nur mit "gefällt mir". Wir Menschen lernen unterdessen, mit der Digitalisierung unserer Kultur umzugehen. Und den Videorekorder schmeissen wir auch noch weg.

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Fri, 27 Jan 2012 08:02:00 +0100 319690 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/digital/Podcast27012012.mp3 rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/drs3/digital/Podcast27012012.mp3
Wie verändert die Digitalisierung unseren Umgang mit Kultur? http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/digital/319380.wie-veraendert-die-digitalisierung-unseren-umgang-mit-kultur.html
 Historiker Peter Haber und Labelchef Tim Renner

Anlässlich eines von Migros Kulturprozent organisierten Symposiums mit der Überschrift «Kultur Digital» diskutierten gestern Kulturschaffende, -beobachter und -kritiker über den Einfluss der Digitalisierung auf die Kultur und unseren Umgang damit.

Wie bewegt die Digitalisierung unsere Kultur? Schillerndes Beispiel dafür ist die Musik-Industrie. Der Laptop als tragbares Tonstudio hat die Musikproduktion unglaublich vereinfacht und jedem zugänglich gemacht.

Die grossen Plattenfirmen haben es aber verpasst, ihre Musik rechtzeitig zu fairen Bedingungen digital im Internet anzubieten. Was der Piraterie nur noch mehr Auftrieb gegeben hat als ohnehin schon. Tim Renner - einst Mitglied der Führungsetage der Musik-Industrie - heute selbständiger Musikproduzent verspürt daher wenig Mitleid mit seiner eigenen Branche.

Ein anderes Kapitel der Digitalisierung betrifft die Buchkultur
Das Buch ist im Gegensatz zu modernen Tonträgern tief in unserer Gesellschaft verankert. Es hat ein anderes Mass an Symbolik als eine CD. Wir definieren uns als Buch- und Schrift-Kultur.

Trotz des Vormarschs digitaler Bücher und E-Readern, befürchtet niemand ernsthaft, dass das Buch aus Papier ganz verschwinden wird. Als Kulturform wird sich das Buch aber unter dem Einfluss der Digitalisierung verändern. Da ist sich Peter Haber, Privatdozent für Geschichte der Universität Basel, ganz sicher. IT-Redaktor Luzi Müller hat sich mit ihm - und mit Tim Renner - über die Digitalisierung in der Kultur unterhalten.

 

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Thu, 26 Jan 2012 14:24:00 +0100 319380
Dwarf Fortress: Das komplizierteste Tamagotchi der Welt http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/game-tipp/279696.sh10209957.html
 Iden und ihre Mannen ruhen sich bei rohen Pilzen und Zwergenwein aus.

Wenn in Gamer-Kreisen jemand «Dwarf Fortress» erwähnt, geht immer ein Raunen durch die Runde. Es ist das Buch auf dem Nachttisch, das man schon lange lesen will - aber immer wieder weglegt, schwere Kost. «Dwarf Fortress» ist eine hochkomplexe Simulation, mit überwältigend komplizierter Bedienung, abstrakt, fast ohne Grafik. Doch wer sich durchbeisst, wird reicht belohnt.

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Wed, 25 Jan 2012 14:10:00 +0100 319158