Noch keine Entscheidung in Domat/Ems
Nach wie vor ist offen wie es mit dem brachliegenden Areal in Domat/Ems weitergeht. (Keystone)
Man habe die Absicht, die Sägerei zu betreiben, weil in Graubünden und in der Schweiz der Rohstoff Holz vorhanden sei, hiess es an einer Medienkonferenz am Donnerstag. Ewald Franzoi von der Pfeifer-Geschäftsleitung sagte, die Infrastruktur am Standort Domat/Ems sei gut. Pfeifer wolle aber nicht die gleichen Fehler machen wie zwei Besitzer-Firmen vorher.
Pläne immer noch unkonkret
Die Pfeifer Gruppe wird auf Holzlieferungen nicht nur aus Graubünden angewiesen sein, sondern auch aus anderen Kantonen. Ob das Holz nur gesägt wird in Domat/Ems oder auch weiterverarbeitet, ist offen, wie vieles beim Projekt von Pfeifer.
Noch nicht abschliessend geklärt sind zudem die Verhältnisse zwischen Pfeifer und der Klausner Holz Thürigen AG. Die Klausner Gruppe spielt eine entscheidende Rolle, denn sie hat die Sägereianlagen für 20 Millionen Franken ersteigert, aber immer noch nicht demontiert.
Laut Pfeifer laufen Verhandlungen mit der Klausner Gruppe mit dem Ziel, dass gewisse Anlagen, die für den Weiterbetrieb des Werkes gebraucht werden könnten, nicht abgebaut werden. Sollte Pfeifer ein neues Projekt auf die Beine stellen können, will die Gruppe im kommenden Sommer detailliert darüber informieren.
Kanton setzte Millionen in den Sand
Die ehemalige Grosssägerei in Domat/Ems, die grösste schweizweit, war Mitte Dezember 2010 nach etwa dreieinhalb Jahren Betrieb in Konkurs gegangen. Die österreichischen Besitzer Mayr Melnhof stellten 130 Beschäftigte auf die Strasse.
Der Kanton Graubünden hatte die Ansiedlung des Werks unterstützt und beim Konkurs rund 23 Millionen Franken verloren. Pfeifer wäre nach Stallinger und Mayr Melnhof der dritte österreichische Holzkonzern, der sein Glück in Domat/Ems versucht. (gemp, sda)
