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Donnerstag, 9.2.2012

Axpo erhöht Strompreise

Der Stromkonzern Axpo erhöht ab 2013 die Strompreise. Als Grund macht der Konzern unter anderem gestiegene Beschaffungskosten geltend. Zudem sei die geplante Stillegung und Entsorgung der AKWs eine Belastung.

Der Energiekonzern AXPO erhöht die Strompreise. Unter anderem weil der Ausstieg aus der Atomenergie den Konzern viel kosten wird. Im Bild das AKW Beznau. (keystone)

Die Anpassung der Preise für die Weiterverteiler sei je nach Produkt unterschiedlich, betrage jedoch unter einem halben Rappen pro Kilowattstunde, teilt die Axpo am Donnerstag mit.

Auch Abschaltung der Atomkraftwerke belastet
Die Preiserhöhung sei wegen umfangreicher Kostensteigerungen nötig, da die Produktionskosten nicht mehr vollumfänglich gedeckt seien. So hätten sich die Stromimportverträge mit Frankreich wegen des Wechselkurses verteuert.

Weiter würden die Stilllegung und Entsorgung für Kernkraftwerke sowie erhöhte Beschaffungskosten das Unternehmen belasten. Alleine die Beschaffungskosten seien in den vergangenen Jahren um 40 Prozent gestiegen, schreibt die Axpo.

Folgen für Kunden
Inwiefern die Endkunden von den Preiserhöhungen betroffen sein werden, kann die Axpo nicht sagen. Dies sei Sache der Kantons- und Gemeindewerke. Die Endkunden würden aber «zu gegebener Zeit von ihrem Stromlieferanten über die Auswirkungen auf die Endkundenpreise informiert», so der Stromkonzern.

Die Axpo gehört vollumfänglich den Nordostschweizer Kantonen. Der Konzern hatte im Geschäftsjahr 2010/2011 einen massiven Gewinneinbruch von knapp 90 Prozent auf nunmehr 45 Mio. Franken erlitten. Daraufhin hat das Unternehmen Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungs-Massnahmen eingeleitet. Unter anderem wird der Konzern ab März 2012 bis zu 140 Stellen abbauen. (meb, sda)

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