• Programm
  • Nachrichten
  • Über uns
  • Radiokiosk
  • Blogs
  • Meine Meinung
  • Podcasts
  • Spiele
  • Themen
  • A
  • A
  • A
  • Radio ein
  • Empfang
  • Hilfe
  • Kontakt
  • Home
  • Mein DRS
  • Nachrichten:
    • Schweiz
    • International
    • Wirtschaft
    • Digital
    • Sport
    • Regional
    • Nachrichtenticker
    • Wetter
    • Verkehr
  • Die neuesten Dossiers zu «International»
    • Hörpunkt: Charles Dickens
    • Syriens Regimegegner begehren auf
    • Arabische Regime unter Druck
    • Das Ende der Ära Mubarak
    • Das Rennen um die US-Präsidentschaft
    • Alle Dossiers
  • Programme
    • SR DRS
    • DRS 1
    • DRS 2
    • DRS 3
    • DRS 4 News
    • DRS Musikwelle
    • DRS Virus
    • Radio Swiss Classic
    • Radio Swiss Jazz
    • Radio Swiss Pop

Donnerstag, 8.10.2009

Literaturnobelpreis für Herta Müller

Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an die Deutsche Herta Müller. Dies teilte die Königlich-Schwedische Akademie in Stockholm mit. Müller verarbeitet in ihrem Werk vor allem ihre Erfahrungen mit der Ceausescu-Diktatur in Rumänien.

Herta Müller im Jahr 2004. (Keystone)

Deportation in Herta Müllers neuem Roman

Neues Buch, ähnliche Themen: Die deutsche Autorin Herta Müller hat mit «Atemschaukel» einen Roman vorgelegt, der einmal mehr von Unterdrückung, Diktatur und Verfolgung handelt. Müller erzählt vom Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen am Ende des Zweiten Weltkriegs.    Mehr

Hören

Herta Müller - Atemschaukel

Die 1953 im rumänischen Banat geborene, seit 1987 in Berlin als Schriftstellerin lebende Herta Müller vergegenwärtigt in ihrem neuen Roman ein dunkles Kapitel der Geschichte ihres Landes.   Mehr

Hören

Herta Müller - Wer ist eigentlich die Literaturnobelpreisträgerin?

Die DRS 2-Redaktorinnen und -Redaktoren Franziska Hirsbrunner, Heinrich Vogler und Hans-Ulrich Probst stellen die Trägerin des diesjährigen Literaturnobelpreises vor.

Hören

Die in Rumänien geborene deutsche Autorin Herta Müller erhält den Nobelpreis für Literatur. Sie zeichne «mittels der Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit», begründete die Akademie ihre Entscheidung.

Der Nobelpreis ist mit zehn Millionen Kronen dotiert, das sind umgerechnet knapp 1,5 Millionen Franken. Er ging im letzten Jahr an den Franzosen Jean Marie Le Clézio.

Erfahrungen der Ceausescu-Diktatur
Die im deutschsprachigen Rumänien geborene Müller hat schriftstellerisch vor allem ihre Erfahrungen mit dem System der Ceausescu-Diktatur verarbeitet. Sie pflegt einen spröden und unsentimentalen Stil.

Ihr neuer Roman «Atemschaukel» über die Deportation deutschstämmiger Rumänen nach dem Zweiten Weltkrieg in die damalige Sowjetunion wurde von der Kritik sehr positiv aufgenommen. Er gehört zu den sechs Finalisten für den Deutschen Buchpreis.

Vertrieben und verboten
Müller wurde 1953 in einem deutschsprachigen Ort im Banat in Rumänien geboren. Ihre Eltern gehörten der dortigen deutschsprachigen Minderheit an. Der Vater hatte im Zweiten Weltkrieg in der Waffen-SS gedient, die Mutter wurde wie viele Rumäniendeutsche 1945 in die Sowjetunion deportiert und war fünf Jahre in einem Arbeitslager interniert.

Während ihres Studiums Mitte der 1970er Jahre stand Müller der Aktionsgruppe Banat nahe, einem Kreis junger deutschsprachiger Autoren, die in Opposition zur Diktatur für Meinungsfreiheit eintraten.

Nach Abschluss ihres Studiums verlor sie aufgrund ihrer Weigerung, mit der Geheimpolizei zusammenzuarbeiten und Spitzeldienste zu leisten, ihre Arbeitsstelle. Danach war sie Schikanen der Geheimpolizei ausgesetzt. Wegen ihrer Kritik an der Diktatur wurde sie in Rumänien mit einem Publikationsverbot belegt.

Sie verliess 1987 mit ihrem Mann das Land. Nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland hatte Müller zahlreiche Gastprofessuren in England, Amerika, der Schweiz und Deutschland inne.

Tipper lagen richtig
Müller ist die zwölfte Frau, die mit dem Literatur-Nobelpreis geehrt wird. Die Auszeichnung für die 56-Jährige kam nicht überraschend. Wenige Stunden vor der Entscheidung der Schwedischen Akademie lag Herta Müller zusammen mit dem israelischen Autoren Amos Oz allein an der Spitze der Ladbrokes-Wettlisten. 

In den vergangenen Jahren hatten die Nobelpreis-Tipper mitunter völlig daneben gelegen. Unter «ferner liefen» rangierte beispielsweise 2004 die Österreicherin Elfriede Jelinek, die den Preis bekam.

Oft werden Autorinnen und Autoren erst durch die Auszeichnung mit dem Nobelpreis weltbekannt. Auf der Ladbrokes-Wettliste stehen 60 Schreibende, keiner davon aus der Schweiz. (nab, sda/ap/dpa)

Beitrag weiterempfehlen Facebook Share / Facebook Like Twitter Google+ Email
  • …auf Facebook kommentieren.
    Facebook
  • …auf Twitter kommentieren.
    Twitter
  • …per E-Mail versenden.
    E-Mail
  • …auf Facebook empfehlen.
    Facebook Recommend
  • …auf Google+ kommentieren.
    Google +1

Audio-Beiträge:


Herta Müller, ein Porträt. (Heini Vogler, 8.10.2009)
Hören (3:25)

Die Bedeutung des Nobelpreises von Müller für die Rumänien-Deutschen. (Marc Lehmann, 8.10.2009)
Hören (3:35)

DRS 2-Literaturredaktor Hans-Ulrich Probst: «Sie passt in die Linie des Nobelpreiskomitees» (Irene Grüter, 8.10.2009)
Hören (4:51)

Martin Ebel, Literaturredaktor beim «Tages-Anzeiger»: «Bemerkenswert und erfreulich.» (Christoph Kellenberger, 8.10.2009)
Hören (6:28)

Nobelpreise: Die Preisträger 2009

Hintergrund: Nobels letzter Wille

Wissenswertes zum Nobelpreis


Verantwortlich für diesen Beitrag:

news.online


Mehr zum Stichwort:

  • Nobelpreis

Schnellsuche:
Mehr zu International
  • 17.27 UhrEigenwilliges Buhlen um die Macht in Uttar Pradesh
  • Letztes Update: 12.22 UhrWegen der extremen Kälte steigen die Heizölpreise
  • 09.07 UhrGeneralstreik legt Israel weitgehend lahm
  • 07.31 UhrStreit um Falklandinseln spitzt sich zu
  • Dienstag, 7.2.2012Pilotenstreik bei Air France weitet sich aus
  • Alles zu International
Mehr zu Kultur
  • Reflexe vom Mittwoch, 8.2.2012, 10.03 UhrEin halbes Jahrhundert Kunstgeschichte
  • Dienstag, 7.2.2012Hörpunkt: Charles Dickens
  • DRS2aktuell vom Dienstag, 7.2.2012, 12.03 UhrDie ägyptische Seele stirbt nie
  • DRS2aktuell vom Dienstag, 7.2.2012, 12.03 UhrMartin Scorseses «Hugo» feiert das Kino
  • DRS2aktuell vom Dienstag, 7.2.2012, 12.03 UhrDer katalanische Künstler Antoni Tàpies ist tot
  • Alles zu Kultur
  • AGB
  • Datenschutz
  • Webmaster
  • Impressum
Schweizer Radio und Fernsehen
  • SF
  • RTS
  • TSR
  • RSR
  • RSI
  • RTR
  • swissinfo
  • HD suisse
  • 3SAT
SRF Schweizer Radio und Fernsehen, Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft