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Montag, 8.2.2010

Iran weitet Atomprogramm aus

Neuester Akt im Atomstreit: Iran hat seine Pläne zur Eigenproduktion hoch angereicherten Urans bei der IAEA angemeldet. Das Uran soll der medizinischen Forschung dienen.

Iran macht mit der angedrohten Ausweitung seines Atomprogramms ernst: Heute wurden die Pläne zur Produktion hoch angereicherten Urans offiziell bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien angemeldet.

Das teilte der Vertreter Irans bei der IAEA, Ali Asghar Soltanieh, mit. Mit der geplanten Anreicherung von Uran auf 20 Prozent käme Iran dem Bau von Atomsprengköpfen einen grossen Schritt näher. Soltanieh betonte indes den zivilen Charakter des Atomprogramms.

Atombombenfähiges Uran rückt näher
Für den Bau eines Atomsprengsatzes muss Uran auf 90 Prozent und mehr angereichert werden. Die Anreicherung auf 20 Prozent - geplant im unterirdischen Atomkomplex Natans - wäre für Iran aber ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin.

Dafür werden rund 2000 Zentrifugen und rund ein Jahr Zeit benötigt, für die Anreicherung von 20 auf 90 Prozent noch einmal 500 bis 1000 Zentrifugen und ein halbes Jahr.

Atomkomplex für medizinische Forschung
Soltanieh erklärte aber, das auf 20 Prozent angereicherte Uran solle dazu verwendet werden, in einem Forschungsreaktor Radioisotope für die medizinische Behandlung von Krebspatienten herzustellen.

Präsident Mahmud Ahmadinejad hatte dieses Vorhaben bereits am Sonntag angekündigt. Noch kurz zuvor hatte sein Aussenminister Manucher Mottaki erklärt, der Iran sei bereit, das Uran im Ausland aufarbeiten zu lassen.

Teheran knüpfte dieses Zugeständnis aber an Bedingungen, die von den USA, der Bundesregierung und weiteren westlichen Verhandlungspartnern abgelehnt wurden. (haem, ap/reuters)

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Sonntag, 7.2.2010

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