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Dienstag, 9.2.2010

Allein Mitmachen ist ein Gewinn

Athletinnen und Athleten aus Afrika haben kaum Chancen auf eine Medaille an den Olympischen Winterspielen in Vancouver. Ihre Motivation ist aber gross. Mitmachen ist für sie schon ein Gewinn.

Zeimichael Robel Teklemariam in Addis Abeba. (Reuters)

An den Olympischen Winterspielen dürfen im Prinzip alle mitmachen. So haben denn auch einige Wintersport-Pioniere aus Afrika ihre Teilnahme angekündigt. Unter ihnen ist auch der Langläufer Zeimichael Robel Teklemariam aus Äthiopien.

Zeigen, was alles möglich ist
Teklemariam erklärtes Ziel in Vancouver ist es, den Abstand zur Weltspitze weiter zu verkleinern. «Dafür werde ich mir die Seele aus dem Leib rennen.» An den Winterspielen in Turin 2006 erreichte er über 15 Kilometer als 84. von 100 Langläufern das Ziel. Es gehe ihm darum zu zeigen, «was alles möglich ist».

Viel Eigeninitiative erforderlich
Um Olympischen Winterspielen überhaupt teilnehmen zu können, musste Teklemariam einen Ski-Verband gründen. Als dessen Präsident und Ein-Mann-Team muss er am Freitag bei der Eröffnungsfeier in Vancouver auch gleich die äthiopische Fahne selber tragen.

Der 35-jährige ist der erste Äthiopier, der an Winterspielen teilnimmt. Er lebte als Kind unter anderem im US-Bundesstaat New York, wo er später auch als Ski- und Snowboardlehrer arbeitete.

Weitere Wintersport-Pioniere aus Afrika
In Vancouver wird auch der kenianische Langläufer Philip Boit starten. Es sind die vierten Olympischen Winterspiele für den hochmotivierten 38-jährigen aus Nairobi. «Auch wenn ich nicht gewinnen kann, ist meine Teilnahme ein Gewinn. Für mich – und für mein Land Kenia.» (bat, dpa)

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