Grossdemo gegen Budgetkürzungen in Bukarest
Der Tod als Symbol für die Sparmassnahmen. (Reuters)
Rund 40'000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben in der rumänischen Hauptstadt Bukarest gegen geplante Gehalts- und Personalkürzungen demonstriert.
25 Prozent weniger Lohn
Nach den Plänen von Finanzminister Sebastian Vladescu sollen die Gehälter um 25, die Pensionen um 15 Prozent gekürzt werden. Bis 2011 sollen zudem 70'000 der 1,36 Millionen Stellen im öffentlichen Dienst abgebaut werden.
Generalstreik angekündigt
«Nieder mit der verlogenen Regierung», riefen die Demonstranten in Sprechchören. Gewerkschaftsführer Iacob Baciu kündigte für den 31. Mai einen Generalstreik an, falls die Regierung an ihren Plänen festhält.
Hilfe vom IWF
Die Regierung hat erklärt, die Sparmassnahmen seien erforderlich, um den Staatshaushalt zu konsolidieren. Rumänien hat im vergangenen Jahr einen Beistandskredit des Internationalen Währungsfonds (IWF) über 20 Milliarden Euro erhalten, die Wirtschaftsleistung ist um 7,1 Prozent zurückgegangen.
Sparen vor Wahlen unbeliebt
Der IWF macht die Auszahlung der nächsten Kreditrate von Sparmassnahmen abhängig. Rumänien hat wegen der Parlamentswahlen 2008 und der Präsidentenwahlen 2009 schmerzhafte Reformen, die der IWF für nötig hält, unterlassen. (luek, ddp/dpa)
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