SDA-Gruppe mit tieferem Konzerngewinn
Die SDA-Gruppe hat im vergangenen Jahr einen Konzerngewinn von 0,86 Millionen Franken gemacht. Für das Geschäftsjahr 2008 wies die Gruppe noch einen Gewinn von 3,1 Millionen Franken aus.
Gratisblätter verschwunden
Der Ertragsrückgang ist laut Verwaltungsratspräsident Hans Heinrich Coninx vor allem eine Folge des massiven Einbruchs bei den Gratiszeitungen. Die Flurbereinigung sei rascher und heftiger als erwartet eingetreten. Die Gratisblätter «.ch», «News», «Cash daily» und «Le Matin Bleu» hatten 2009 ihren Betrieb eingestellt.
Stabile Kosten
Der Betriebsaufwand nahm um 7,4 Prozent auf 37,1 Millionen Franken zu. Die Kosten für die Nachrichtenbeschaffung konnten laut Markus Schwab, Vorsitzender der Geschäftsleitung, gesenkt werden, jene für die Übermittlung sowie für Material- und Raumaufwand blieben stabil.
Gemäss Geschäftsbericht nahmen die Personalkosten dagegen um 4,4 Prozent auf 28,2 Millionen Franken zu. Der Personalaufwand war 2008 durch die Auflösung der patronalen Stiftung einmalig um rund 1,1 Millionen Franken tiefer ausgefallen. Auf vergleichbarer Basis beträgt die Zunahme der Personalkosten für das Jahr 2009 nur 0,1 Millionen Franken.
Positives Ergebnis erst für 2011 erwartet
Die SDA-Gruppe stehe 2010 vor einem weiteren schwierigen Jahr, schreiben Coninx und Schwab im Geschäftsbericht. Es werde nicht möglich sein, das laufende Jahr mit einem Gewinn abzuschliessen. Eine Restrukturierung und Sparmassnahmen seien eingeleitet, sodass per Ende 2011 wieder mit einem positiven Ergebnis zu rechnen sei.
Zur SDA-Gruppe gehören die Nachrichtenagentur SDA AG, die Sportinformation AG, die Bildagentur Keystone AG, die news aktuell (Schweiz) AG und die awp Finanznachrichten AG. Die SDA AG zählt insgesamt 218 Vollzeitstellen. (mz, sda)
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