Schweiz bleibt wettbewerbsfähigstes Land
Die Schweiz bleibt nach einer Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF) die wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft der Welt. Sie belegte in der jüngsten Umfrage des Genfer Instituts wie schon im vergangenen Jahr den ersten Platz.
Beste Forschungseinrichtungen
Die Schweiz zeichne sich durch eine hervorragende Innovationsfähigkeit aus und habe die besten Forschungseinrichtungen der Welt, schreiben die WEF-Ökonomen in ihrem Bericht. Auch würden die Unternehmen viel Geld für die Forschung lockermachen.
Generell sei die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft stark. Die Autoren des Berichts heben auch die Rolle der Behörden und Institutionen hervor, die sie zu den effizientesten und transparentesten der Welt zählen. Die Schweizer Infrastruktur bezeichnen sie als «vorzüglich».
Flexibler Arbeitsmarkt
Ihre Leistungsfähigkeit verdanke die Schweiz auch dem starken Finanzsektor. Der Arbeitsmarkt spiele wirkungsvoll: Nur der ostasiatische Stadtstaat Singapur übertrifft die Schweiz gemäss dem Urteil des WEF in diesem Punkt. Das wirtschaftliche Umfeld bewerten die Experten als eines der stabilsten überhaupt.
Handlungsbedarf auf tertiärer Bildungsstufe
Als grösste Schwäche der Schweiz bezeichnet das WEF wie schon vor einem Jahr den Zugang zu den Universitäten: Mit nur 49,4 Prozent der Schulabgänger an einer Universität oder Fachhochschule liege die Schweiz hinter anderen hochentwickelten Ländern.
Das WEF fordert die Schweiz auf, die höhere Ausbildung im Interesse der Produktivität mehr zu fördern. Schlecht platziert ist die Schweiz auch im Hinblick auf die Handelsbarrieren und die Kosten der Landwirtschaft.
Platz zwei für Schweden
Auf dem zweiten Platz der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt rangiert Schweden. Das Land, das vor einem Jahr noch den vierten Platz eingenommen hatte, hat laut dem WEF ähnliche Vorzüge wie die Schweiz. Auf Rang drei setzt das WEF Singapur, vor allem wegen des funktionierenden Regierungssystems, des Finanzplatzes und der leistungsfähigen Infrastruktur.
USA im Rückwärtsgang
Die USA hingegen rutschen ab: Nachdem die grösste Volkswirtschaft der Welt vor einem Jahr den ersten Platz verloren hatte, fällt sie diesmal auf den vierten Platz zurück. Laut WEF halten die USA mit ihrer schieren Marktgrösse, ihrer Innovationskraft und dem flexiblen Arbeitsmarkt immer noch wichtige Trümpfe in der Hand. Der Zustand des US-Finanzsystem und die «alarmierend» hohe Staatsverschuldung jagen den Experten aber Sorgenfalten auf die Stirn. (nab, sda/dpa)
