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Donnerstag, 9.9.2010

Druck auf Schweizer Exportindustrie steigt

Der Franken wertet sich nicht nur gegenüber dem Euro auf, sondern auch gegenüber dem Dollar. Das bringt die Schweizer Exportwirtschaft zusätzlich unter Druck.

Der Franken hat zu einem eigentlichen Höhenflug angesetzt. Zum einen wertet er gegenüber dem Euro ständig weiter auf, zum andern wird er auch gegenüber dem Dollar immer stärker. Kostete ein Dollar Mitte 2010 noch 1,15 Franken, so ist es wohl bald nur noch ein Franken oder sogar noch weniger. Für Schweizer Exporteure wird die Lage zusehends ungemütlich und Besserung ist nicht in Sicht.

Angst vor zweiter Krise
Konjunkturängste belasten die internationalen Finanzmärkte. Vor allem in den USA verliert die Erholung bereits wieder an Schwung. Gleichzeit realisieren immer mehr Investoren, dass nicht nur die Eurozone unter grossen Schuldenlasten leidet, sondern dass auch die USA bis über beide Ohren verschuldet sind.

Entsprechend flüchten Anleger aus dem US-Dollar, wie Jan-Willem Acket, Chefökonom der Bank Julius Bär, gegenüber Schweizer Radio DRS sagte. «Der Dollar kommt deshalb unter Druck, weil die Wachstumsperspektiven der USA im Markt mit grossem Misstrauen angesehen werden.» Es sei die Rede von «Double Dip» - einem erneuten Abrutschen in die Rezession - oder über Deflation.

Franken als Hort der Stabilität
Viele Investoren wechseln deshalb in den Schweizer Franken. Denn er gilt als Hort der Stabilität, dank intakten Konjunkturaussichten und gesunden Staatsfinanzen der Schweiz. Deshalb wird der Franken immer stärker - neu nicht mehr nur gegenüber dem Euro, sondern auch gegenüber dem Dollar.

Die zunehmende Stärke des Frankens gegenüber dem Dollar verschlechtert die Export-Chancen vieler Schweizer Firmen zusätzlich. Denn dadurch sind nun ihre Produkte im Euro- und im Dollar-Raum, in den beiden wichtigsten Absatzmärkten, gleichzeitig teurer geworden.

Keine weitere Unterstützung der Nationalbank
Weitere Hilfe von der Nationalbank sei wohl vorläufig nicht zu erwarten, sagte Jan-Willem Acket weiter. Denn die millionenteuren Euro-Käufe im ersten Halbjahr, mit denen die Nationalbank den Franken schwächen wollte, hätten wenig genützt.

«In einem Umfeld, in dem der Markt das Risiko scheut und in dem der Franken immer stärker wird, ist es für die Nationalbank nicht ratsam zu intervenieren», sagte Acket weiter.  Er erwartet deshalb, dass der Franken-Höhenflug vorläufig weitergeht. (widb/nab)

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Donnerstag, 12.8.2010

Stärkster Exportrückgang seit Jahrzehnten

Die erfolgsverwöhnte Schweizer Exportwirtschaft hat 2009 deutlich weniger Waren ins Ausland verkauft als im Vorjahr. Weil auch die Importe zurückgingen, steht in der gesamtwirtschaftlichen Zahlungsbilanz am Ende aber doch ein Plus.   Mehr


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