Wieder Bürgermeister in Mexiko ermordet
Im Norden Mexikos ist erneut ein Bürgermeister ermordet worden. Wie die Regierung des Bundesstaates San Luis Potosí mitteilte, drangen Unbekannte am helllichten Tag in den Amtssitz des Stadtoberhauptes von El Naranjo ein.
Ohne ein Wort zu sagen, hätten sie im Beisein anderer Besucher Bürgermeister Alexander López erschossen. Der 35-jährige Politiker gehörte der oppositionellen Partei der Institutionellen Revolution an. Die Täter entkamen. Über die Hintergründe der Tat gibt es noch keine Informationen.
Dritter toter Bürgermeister
In weniger als einem Monat sind damit bereits drei Bürgermeister in Mexiko ermordet worden. Am 18. August wurde das Oberhaupt der Stadt Santiago im Bundesstaat Nuevo Leon tot aufgefunden. Er war zwei Tage zuvor entführt worden. Am 29. August wurde der Bürgermeister von Hidalgo im Staat Tamaulipas Opfer einer tödlichen Attacke.
Ermittler getötet
Gleichzeitig wurde bekannt, dass zwei Ermittler tot aufgefunden wurden, die das Massaker an 72 illegalen Einwanderern untersuchten. Die beiden Ermittler waren vor zwei Wochen spurlos verschwenden.
Auf einer Farm nahe San Fernando hatte die Polizei Ende August nach einem Feuergefecht mit mutmasslichen Drogenschmugglern 72 Leichen gefunden. Bei den Opfern handelte es sich um illegale Einwanderer aus Mittel- und Südamerika, die in die USA wollten.
Nach Angaben des einzigen Überlebenden hatten sie sich geweigert, für die in der Region aktive Drogenbande zu arbeiten und waren daraufhin von den Drogenhändlern erschossen worden.
Drogenkrieg mit 28'000 Opfern
Mehrere Kartelle liefern sich in Mexiko eine blutige Auseinandersetzung um die lukrativen Schmuggelrouten in die USA. Seit 2006 fielen dem Drogenkrieg fast 28'000 Menschen zum Opfer. Die mexikanische Regierung setzt mehr als 50'000 Polizisten und Soldaten im Kampf gegen die Drogenbanden ein. (cdm, sda)
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