Japans Wirtschaft wächst wieder
Von Juli bis September ist in Japan die Summe aller Güter und Dienstleistungen gegenüber dem Vorquartal um 1,5 Prozent angestiegen. Auf Jahresbasis ergibt sich eine Zuwachsrate von 6,0 Prozent.
Autoindustrie als Motor
Nach dem Erbeben und dem Tsunami war in der Autoindustrie ein Teil der Zulieferfirmen ausgefallen. Nun bekamen die Konzerne diese Probleme in den Griff und trugen massgeblich bei Wachstum der Exporte bei. Nach Angaben der Regierung namen die Exporte um 6,2 Prozent zu.
Auch die Importe sind um 3,4 Prozent gestiegen. Ökonomen sagen dazu, dass mehr Öl und Gas eingeführt wurde. Weil Atomkraftwerke ausgefallen sind, muss Japan vermehrt Strom in Wärmekraftwerken produzieren.
Europas Krise als Bremse
Die weiteren Aussichten sind allerdings trübe. Auch Japan spürt die Auswirkungen der Schuldenkrise in Europa. Und die erstarkte eigene Währung, der Yen, macht der Exportwirtschaft das Leben zusätzlich schwer. Ökonomen halten deshalb die Wachstumsprognosen der Regierung für das laufende Jahr für zu hoch. Die Regierung geht von einem Wirtschaftswachstum von 2,7 bis 2,9 Prozent aus. (acct, dpa/reuters)
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