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Freitag, 10.2.2012

Schweizer essen weniger Schokolade

Der Umsatz der Schweizer Schokoladeproduzenten ist geschmolzen. Im Durchschnitt ist eine Tafel Schokolade weniger pro Jahr gegessen worden. Mehr als ein Drittel der Schokolade wird importiert.

Pro Kopf ist eine Tafel Schokolade weniger verspiesen worden. (Keystone/Archiv)

Die Konsumenten in der Schweiz haben im vergangenen Jahr durchschnittlich 11,9 Kilo Schokolade gegessen. Damit ging der Pro-Kopf-Konsum um rund eine Tafel zurück. Ein Drittel der hierzulande verzehrten Ware war Schokolade aus dem Ausland.

Der Anteil der Importschokolade stieg in der Schweiz im Jahr 2011 um 0,8 Prozentpunkte auf 34 Prozent an, wie Chocosuisse, der Verband der Schweizerischen Schokoladefabrikanten, mitteilte.

Insgesamt wurden in der Schweiz 94'008 Tonnen Schokolade (ohne Kakao- und Schokoladepulver) gegessen. Davon stammten 69'281 Tonnen von Schweizer Herstellern - das sind 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz der 18 Schweizer Schokoladehersteller, die Chocosuisse angeschlossen sind, sank im Inland um 3,2 Prozent auf 870 Millionen Franken.

Beliebte Schokoladetafeln
Der gesamte Umsatz der Schweizer Schokoladefabrikanten sank um 3,1 Prozent auf 1,69 Milliarden Franken. Insgesamt verkauften die Chocolatiers 176'332 Tonnen Schokolade, das sind 0,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Rund die Hälfte des Umsatzes machen die Hersteller mit den klassischen Schokoladetafeln.

Die Schokoladefabrikanten führen den Umsatzrückgang vor allem auf die Frankenstärke zurück. In der Schweiz hätten auch der Preiskampf im Detailhandel und die Konsumentenstimmung auf die Umsätze gedrückt.

Über die Hälfte geht ins Ausland
Rund 61 Prozent oder 107'051 Tonnen der Gesamtproduktion setzten die Schweizer Schokoladeunternehmen ins Ausland ab. Bei den Exporten konnten sie sich somit im Vorjahresvergleich um 0,4 Prozent steigern. Allerdings erhielten die Schokoladeproduzenten weniger Geld für ihre Spezialitäten: Der Exporte-Umsatz ging um 2,9 Prozent auf 820 Millionen Franken zurück.

Appetit auf Schokolade hatten vor allem die Deutschen: Die in den wichtigsten Exportmarkt gelieferten Mengen stiegen erneut um 10,5 Prozent an und generierten einen Mehrumsatz von 3,4 Prozent. In der gesamten EU wurde zwar leicht mehr Schweizer Schokolade verzehrt, die Umsätze nahmen aber um 5,3 Prozent ab.

Steigender Beliebtheit erfreue sich die Schweizer Schokolade auch in Brasilien, Israel, auf den Philippinen, in Russland und Singapur, schreibt Chocosuisse. Die 18 Schweizer Schokoladefabrikanten beschäftigen rund 4300 Mitarbeitende. (basn, sda)

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Montag, 16.1.2012

Wegen Hitze und Krise weniger Schokolade verkauft

Schuldenkrise, starker Franken und Hitze in Südeuropa und Australien haben beim Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli 2011 auf den Umsatz gedrückt: Das Unternehmen hat Produkte im Wert von knapp 2,5 Milliarden Franken verkauft - rund 3,5 Prozent weniger als im Vorjahr.   Mehr


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