Wawrinka im Viertelfinal
Stanislas Wawrinka setzt einen weiteren Meilenstein. (Keystone)
Zwei Tage nach seinem Sieg gegen Andy Murray hat Stanislas Wawrinka einen weiteren Meilenstein realisiert. Der Romand ist durch einen Fünfsatzsieg gegen Sam Querrey (USA) mit 7:6 (11:9), 6:7 (5:7), 7:5, 4:6, 6:4 erstmals in einen Major-Viertelfinal eingezogen.
Zwei Schweizer im Viertelfinal
Erstmals stehen damit gleich zwei Schweizer Männer im Viertelfinal eines Major-Turniers. Bei den Frauen war dieses Kunststück Martina Hingis und Patty Schnyder dreimal gelungen (1998: French und US Open, 2006: Australian Open). Für Wawrinka selber ist die Premiere etwas ganz Spezielles: Er hatte seine ersten sechs Major-Achtelfinals alle verloren.
Im Vergleich zur Partie gegen Murray musste sich Wawrinka bei Querrey mit einem ganz anderen Spielstil auseinandersetzen. Er gewöhnte sich aber rasch an die «Aufschlag-Bomben» des 198 Zentimeter langen Amerikaners, nachdem er in dessen drei ersten Servicegames buchstäblich praktisch keinen Ball gesehen hatte.
Vier Satzbälle verloren
Wawrinka gewann den ersten Satz mit seiner fünften Chance und hatte dann im zweiten Durchgang die Möglichkeit, für die Vorentscheidung zu sorgen. Bei 5:4 und eigenem Aufschlag hatte er vier Satzbälle, einige davon sehr machbar, in dieser Phase versagte aber vor allem seine Vorhand.
0:3-Rückstand aufgeholt
Nach dem Satzgleichstand durch den von der Grundlinie phasenweise überraschend starken Querrey geriet Wawrinka gleich 0:3 in Rückstand, verlor aber in einer ähnlichen Situation wie gegen Murray (6:7, 0:3) wieder nicht die Nerven. Mit einer 2:1-Satzführung im Sack, komplizierte er die Angelegenheit aber selber, in dem er nur 43 Prozent erster Bälle ins Feld brachte.
Trotz Verletzung nicht aufgegeben
Obwohl er sich im letzten Satz aber am dick einbandagierten Oberschenkel behandeln lassen musste, steckte er nicht auf und verwertete nach 4:28 Stunden den Matchball mit einem Backhand- Volley
Wawrinkas nächste Aufgabe wird erneut nicht einfach zu lösen sein. Er trifft im Viertelfinal auf den Russen Michail Juschni, die Nummer 12 in der Weltrangliste. (luek, sda)
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