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Montag, 7.9.2009

Srilankische Regierung kontrolliert Medien

Auch nach dem Ende des Bürgerkriegs in Sri Lanka gibt es keine unabhängige Berichterstattung über die Situation im ehemaligen Kriegsgebiet. Die Regierung in Colombo hat einen Unicef-Mitarbeiter wegen seiner kritischen Berichterstattung ausgewiesen.

Die Regierung Sri Lankas gibt Journalisten keinen freien Zugang zum ehemligen Bürgerkriegsgebiet, so dass Medien weitgehend auf Aussagen von Mitarbeitern von Hilfswerken angewiesen sind. Dies missfällt offensichtlich der Regierung.

Colombo hat einen Mitarbeiter des Kinderhilfswerks Unicef aufgefordert, das Land zu verlassen. Dies berichtet der britische Sender BBC. Offenbar ist die Regierung verärgert über kritische Bemerkungen des Mannes zum Schicksal der Kinder im Tamilen-Gebiet während des Bürgerkriegs.

Seit dem Ende des Bürgerkrieges im Mai leben über 280'000 Tamilen in Flüchtlingslagern, die den Streitkräften unterstellt sind. (bat, ap/bbc)

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Sri Lanka verpasst Medien einen Maulkorb. (Daniel Voll, 7.9.2009)
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Sri Lanka: Ein jahrzehntelanger Konflikt

Tamilen und Singhalesen in Sri Lanka standen sich 25 Jahren lang in einem immer wieder aufflammenden Bürgerkrieg gegenüber.   Mehr

Sri Lanka: Zahlen & Fakten

Einwohner
21,3 Mio.
15 Mio. Singhalesen
3,8 Mio. Tamilen

Hauptstadt
Colombo

Amtssprachen

Singhalesisch, Tamil

Religionen
70% Buddhisten, meist Singhalesen
7% Hindus, meist Tamilen
8% Muslime

Staatsform
Präsidialrepublik

Staatsoberhaupt
Mahinda Rajapakse

Tamil Tigers
Seit 1983 kämpfte die Separatistengruppe «Befreiungstiger von Tamil Eelam» (LTTE) für einen unabhängigen tamilischen Staat im Norden und Osten der Insel. Mehr als 75'000 Menschen starben im Bürgerkrieg.

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