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Donnerstag, 2.9.2010

US-Ostküste wappnet sich für Hurrikan «Earl»

Im Osten der USA bereiten sich Millionen Menschen auf «Earl» vor. Experten warnen, seit fast 20 Jahren habe kein Sturm mehr einen so breiten Küstenstreifen bedroht. Selbst in New York muss mit Ausläufern gerechnet werden.

Bewohner und Besucher der Insel Hatteras in North Carolina fliehen vor Hurrikan «Earl». (Reuters)

Millionen Bewohner der US-Ostküste bereiten sich auf Hurrikan «Earl» vor, der sich derzeit mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 Kilometern pro Stunde in seinem Zentrum auf das Festland zubewegt. Er kommt dabei rund 30 Kilometer in der Stunde voran.

Obwohl «Earl» noch rund 750 Kilometer von der Küste entfernt ist, wurde in den Bundesstaaten Virginia, North Carolina und Maryland der Notstand ausgerufen.

Inselbewohner wollen nicht weichen
Mehrere Inseln vor der Ostküste sollen evakuiert werden. Medienberichten zufolge weigern sich aber etliche Bewohner und auch Touristen, die Inseln zu verlassen.

Erwartet wird, dass «Earl» zunächst in North Carolina aufs Festland trifft und von dort seinen Weg gen Norden antritt - nach Berechnung der Experten über dem Meer mit einem Abstand von etwa 80 Kilometern zum Festland.

Warnungen bis nach Neuengland
Hurrikanwarnungen verschiedener Abstufungen gelten derzeit von North Carolina die Küste hoch bis nach Neuengland. Die NHC-Experten erwarten, dass auch die Millionenmetropole New York und die ihr vorgelagerte Insel Long Island die Auswirkungen von «Earl» zu spüren bekommen.

Nach Berechnungen der Hurrikanexperten hat seit «Bob» im Jahr 1991 kein Sturm mehr einen solch breiten und dichtbesiedelten Küstenstreifen der USA bedroht wie «Earl».

«Gaston» im Anmarsch
Über dem Atlantik braut sich unterdessen schon der nächste Tropensturm zusammen. «Gaston» erreicht derzeit Windgeschwindigkeiten bis zu 65 Kilometern pro Stunde. Erwartet wird, dass er am Wochenende Hurrikanstärke erreichen wird. (ank, sda/dpa/afp/reuters/ap)

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