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Freitag, 3.2.2012

Islamisten gewinnen Wahl in Kuwait

Bei der Parlamentswahl in Kuwait hat die islamistische Opposition die Mehrheit der Sitze errungen. Frauen wurden keine mehr gewählt.

Die Kuwaiter wählten mehrheitlich islamistisch. (Keystone)

Im Golfemirat Kuwait ist die von Islamisten geführte Opposition als klarer Sieger aus der Parlamentswahl hervorgegangen. Nach Angaben des Nachrichtensenders al-Arabia errangen deren Kandidaten rund 68 Prozent der Sitze. Sie stellen damit 34 der 50 Abgeordneten im neuen Parlament.

Frauen wählten keine Frauen
Keine einzige der 23 angetretenen Frauen hat demnach bei der Abstimmung ein Mandat bekommen. Nur zwei liberale Abgeordnete wurden bei dem Urnengang in das neue Parlament gewählt. Bisher verfügte die islamistische Opposition über 20 Abgeordnete. Zudem gehörten vier Frauen dem Parlament an. Von den mehr als 400'000 Stimmberechtigten waren 54 Prozent Frauen.

Beobachter hatten bereits im Vorfeld des Urnengangs mit einer Mehrheit für die islamistischen Oppositionsparteien gerechnet. Wegen der dynastischen Strukturen in dem Land haben sie jedoch keine Chance auf eine Regierungsübernahme.

Der kuwaitische Emir Scheich Sabah al-Ahmed al-Sabah hatte das Parlament Anfang Dezember zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren aufgelöst, nachdem sein Neffe Scheich Nasser Mohammed al-Ahmed al-Sabah wegen Korruptionsvorwürfen als Regierungschef zurückgetreten war.

Kuwait in der Hand der Scheichs
Die Familie Sabah herrscht seit rund 250 Jahren über das ölreiche Kuwait. Parteien sind verboten; die Stämme haben daher grossen Einfluss. Die Kandidaten treten meist als «Unabhängige» an.

In jüngster Zeit wurden die Forderungen nach demokratischen Reformen und einer konstitutionellen Monarchie immer lauter. In dem Golfemirat leben etwa 1,2 Millionen Kuwaiter und rund doppelt so viele Ausländer. (luek, sda/afp/dpa/reuters)

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Montag, 28.11.2011

Kuwaits Regierung reicht Rücktritt ein

Nach einer Serie von Protestaktionen der Opposition ist die Regierung des Golfemirates Kuwait zurückgetreten. Der Emir von Kuwait hat den Rücktritt der Minister akzeptiert.  Mehr


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