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Freitag, 8.1.2010

Schwere Überschwemmungen in Albanien

Im Norden Albaniens sind weite Gebiete überflutet, Tausende Menschen mussten evakuiert werden. Die Regierung spricht von einer drohenden Katastrophe. Eine Wetterbesserung ist nicht in Sicht.

Die Stadt Shkoder ist besonders schwer von den Überschwemmungen betroffen. (Keystone)

Fast der gesamt Nordwesten Albaniens steht unter Wasser. Grund dafür ist eine ungewöhnlich frühe Schneeschmelze. Ausserdem mussten die Behörden Wasser aus den Staubecken ablassen, weil die Dämme zu bersten drohen. Die Meteorologen sagen für die nächsten Tage weitere Regenfälle voraus.

Tausende Menschen evakuiert
Rettungsmannschaften mussten tausende Familien aus überschwemmten Häusern retten. Besonders schwer betroffen ist die Stadt Shkodra.

Regierung befürchtet Katastrophe
Regierungschef Sali Berisha sagte nach einer Sondersitzung seines Kabinetts: «Das ist eine echte Notlage, eine mögliche Katastrophe.» Die Armee des Landes werde bei den Rettungsmassnahmen mit eingesetzt, kündigte Berisha an.

Staubecken prall voll
Im Nordwesten Albaniens sind Tausende Hektar Ackerfläche überschwemmt. Die Behörden hatten die Talsperre Fierza zwischen Albanien und Kosovo geöffnet und so für zusätzliche Wassermassen gesorgt. Mit der Öffnung der Schleusen des vom Drin-Fluss gespeisten 70 Kilometer langen, übervollen Stausees sollte der Zusammenbruch der Stromerzeugung verhindert werden. Ferner drohten die Dämme zu bersten.

Auch drei weitere benachbarte kleinere Talsperren wurden geöffnet. Allein dadurch seien sieben Dörfer zusätzlich überflutet worden, hiess es. (bat, dpa)

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Osteuropa-Korrespondent Walter Müller zur Situation in Albanien. (8.1.2010)
Hören (1:50)

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