Kämpfe im Zentrum Kabuls
Taliban haben im Zentrum Kabuls mehrere Regierungsgebäude und Einkaufszentren beschossen. (Reuters)
Mit einem mehrstündigen Angriff auf verschiedene Ziele in der afghanischen Hauptstadt Kabul haben Taliban-Kämpfer ihre Schlagkraft bewiesen. Bei erbitterten Schusswechseln und Selbstmordanschlägen in der Nähe des afghanischen Präsidentenpalastes und mehrerer Ministerien wurden laut Regierungsangaben mindestens zwölf Menschen getötet und rund 40 verletzt.
Stundenlange Gefechte
Ein Taliban-Sprecher teilte mit, rund 20 Taliban-Kämpfer hätten das Regierungsviertel angegriffen, einige hätten Sprengstoffwesten getragen. Vor dem Präsidentenpalast sprengten sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft. Weitere Taliban lieferten sich im massiv abgesicherten Stadtviertel heftige Gefechte mit Sicherheitskräften und besetzten vorübergehend ein Einkaufszentrum.
Nach stundenlangen Kämpfen brachten Sicherheitskräfte die in Flammen stehende Geschäftspassage unter ihre Kontrolle. Der Angriff war der schwerste seit fast einem Jahr und wirft ein Schlaglicht auf die prekäre Sicherheitslage in Afghanistan.
Anschläge trotz Sicherheitsvorkehrungen
Wasir Akbar Chan ist das schwer bewachte Regierungs- und Diplomatenviertel der afghanischen Hauptstadt Kabul. Ausser dem Präsidentenpalast und wichtigen Ministerien liegen dort zahlreiche ausländische Einrichtungen wie die Hauptquartiere der Uno und der Internationalen Schutztruppe Isaf.
Der Angriff demonstrierte die Fähigkeit der Taliban, auch schwerste Sicherheitsvorkehrungen in der afghanischen Hauptstadt überwinden zu können. (jwi/acd, sda/ap/reuters)
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