Gewalt im Irak nimmt vor den Wahlen zu
Eine von zwei zerstörten Polizeiwachen in Bakuba. (Reuters)
In der irakischen Stadt Bakuba haben Attentäter ein Blutbad angerichtet. Über 30 Menschen wurden getötet, zahlreiche erlitten Verletzungen. Unter den Toten waren mehrere Polizisten.
Vier Bomben in kurzer Zeit
Ein Polizeisprecher in Bakuba sagte, in der Stadt seien binnen kürzester Zeit vier Bomben explodiert. Zuerst detonierte eine Autobombe neben einer Polizeiwache, dann zündeten die Attentäter eine zweite Autobombe an einer Strassensperre der Polizei vor dem Gebäude des Provinzrates.
Helfer von weiterer Bombe getötet
Als die Helfer dann die Verletzten in ein Spital brachten, zündete ein Selbstmordattentäter mitten unter ihnen einen Sprengstoffgürtel. Dabei wurde unter anderem der Direktor des Spitals verletzt. Der Angreifer habe offenbar eine Polizei- oder Armeeuniform getragen.
Kurze Zeit später detonierte den Angaben zufolge noch eine weitere Autobombe in Bakuba, neben einer Strassensperre des Zivilschutzes.
350 Opfer allein im Februar
Seit Anfang Februar nimmt die Zahl der Sprengstoffanschläge und Attentate wieder zu. Viele Iraker führen dies auf die an diesem Sonntag bevorstehende Parlamentswahl zurück. Im Februar wurden laut einer Statistik der irakischen Behörden 352 Menschen Opfer politisch motivierter Gewalt. Das sind 80 Prozent mehr als im Januar.
Extremisten verschiedener Couleur töteten im vergangenen Monat 211 Zivilisten und 141 Angehörige der Sicherheitskräfte. (luek, sda/dpa/reuters/afp)
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