Millenniums-Ziele laut Uno gefährdet
Engagement für Bangladesch
Die Uno fordert von den reichen Ländern mehr Einsatz im Kampf gegen die weltweite Armut. Die Industriestaaten hätten nicht in vollen Umfang ihre Versprechungen vom Millenniums-Gipfel 2000 eingehalten, schreibt Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon in einem Bericht. Den reichen Staaten fehle es an politischem Willen.
35 Milliarden Dollar Finanzhilfe fehlen
Die reichen Länder müssten ab diesem Jahr zusätzlich 35 Milliarden Dollar jährlich an Finanzhilfe leisten, forderte Ban. Wenn die Industrieländer ihre Zusagen nicht wahr machten, seien die Milleniums-Ziele gefährdet.
Zu den Millenniums-Zielen gehören, Hunger und Armut auf der Welt zu halbieren, das Klima zu stabilisieren sowie Malaria und Aids auszurotten.
Drittweltländer sind Opfer der Krise
Gemäss Ban verzeichneten mehrere Länder seit dem Millenniumsgipfel bemerkenswerte Fortschritte. Vielmehr Menschen weltweit, vor allem Mädchen, besuchten heute wenigstens die Grundschule. Die Kindersterblichkeit habe deutlich abgenommen. Mehr Menschen hätten Zugang zu sauberem Wasser.
Doch bei der Armutsbekämpfung, beim Klimaschutz oder bei der Gleichstellung der Frauen, ortete Ban grosse Mängel. Ausserdem habe die Finanzkrise vieles zunichte gemacht. Die Drittweltländer seien die eigentlichen Opfer dieser Krise.
Schwere Folgen befürchtet
Sollte es nicht gelingen, die Milleniums-Ziele zu erreichen, wäre dies bedrohlich für die ganze Welt, sagte Ban. Die Folgen wären zunehmende Gewalt, Instabilität, Seuchen, Umweltverschmutzung und grosse Flüchtlingsströme. (bat, ddp)
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