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Freitag, 16.4.2010

60 Prozent der Flüge gestrichen

Das Chaos im europäischen Luftverkehr hält an. 60 Prozent der Flüge fielen aus. Die Kosten für die Fluggesellschaften sollen sich auf täglich 200 Millionen Dollar belaufen.

Am grössten deutschen Flughafen in Frankfurt geht gar nichts mehr. (Reuters)

Auch Pariser Gare de Lyon spürt die Aschewolke

In Sachen Flugverkehr läuft in ganz Europa fast nichts mehr. Wer zum Beispiel in Paris auf den Zug ausweichen wollte, um sein Ziel oder einen weiter südlich gelegenen Flughafen zu erreichen, traf im Gare de Lyon eine schwierige Situation an.

Hören

Die riesige Aschewolke über Nordeuropa legt noch immer grosse Teile des europäischen Flugverkehrs lahm. 60 Prozent der Flüge fielen aus, wie die europäische Flugsicherung Eurocontrol mitteilte.

Hunderttausende gestrandet
Die drei grössten Flughäfen des Kontinents - London-Heathrow, Charles de Gaulle in Paris und der Frankfurter Flughafen - sind geschlossen. Eurocontrol rechnete am Freitag mit insgesamt 11'000 Starts und Landungen statt der regulär vorgesehenen 28'000.

Hunderttausende Menschen strandeten an den Flughäfen. In London Heathrow, einem der wichtigsten Flughäfen der Welt mit täglich 180'000 Passagieren, sassen schon am Donnerstag Zehntausende Leute fest. Auf Busse, Bahn, Mietwagen und Fähren setzte ein Massenansturm ein.

Frankfurt geschlossen
Der grösste deutsche Flughafen in Frankfurt ist geschlossen. Auch in Hamburg, Berlin, Hannover und Düsseldorf geht nichts mehr. Am Mittag wurde der Flughafens von Stuttgart gesperrt. Das zeigt, dass sich die Aschewolke nach Süden bewegt.

Nach Angaben der britischen Flugsicherung wird es auf den Flughäfen in England bis mindestens Samstagmorgen keine Starts und Landungen geben. In Schottland und Nordirland konnten dagegen wieder einige Maschinen starten und landen. Auch in Irland wurden die meisten Flughäfen wieder geöffnet, unter anderem in Dublin und Cork.

Schwierige Reise zu Kaczynskis Beerdigung
Polen stellte den Flugverkehr fast komplett ein. Unklar ist, ob die Staatsgäste aus dem Ausland am Sonntag wie vorgesehen zur Trauerfeier für den verstorbenen Präsident Lech Kaczynski in Krakau anreisen können.

Norwegen nahm den Flugbetrieb im Norden des Landes teilweise wieder auf. Auch Schweden öffnete seinen Luftraum nach und nach wieder. In Dänemark sollen dagegen bis Samstagnachmittag keine Maschinen starten und landen.

Ausbruch dauert noch «zwei oder mehr Tage»
Wie lange die Störungen im Flugverkehr andauern, hängt davon ab, ob der Vulkan am Eyjafjalla-Gletscher weiter Asche spuckt. Laut einem isländischen Experten wird der der Vulkan noch zwei oder mehr Tage aktiv sein.

Dann werde sich der Ausstoss von Magma abschwächen. Allerdings werde die riesige Aschewolke weiter über Europa hinwegziehen, ergänzte der Sprecher des Umweltministeriums, Gudmundur Gundmundsson.

200 Millionen Dollar pro Tag
Die Kosten die den Fluggesellschaften aus dem Chaos erwachsen sind immens. Der Weltluftfahrtverband IATA teilte mit, insgesamt dürften den Airlines nach «vorsichtiger Einschätzung» Kosten von täglich 200 Millionen Dollar entstehen.

Hinzu kämen weitere Kosten, etwa für das Umleiten von Flugzeugen sowie die Versorgung gestrandeter Passagiere. Ein Branchenexperte in London sagte, den grossen Gesellschaften könnten Verluste von 11,5 Millionen Euro pro Tag entstehen. (luek/meyp/haem, sda/dpa/reuters/ddp)

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Freitag, 16.4.2010

Schweizer Luftraum ab Mitternacht gesperrt

Der Schweizer Luftraum ist wegen der heranziehenden Vulkanasche-Wolke aus Island ab Mitternacht für neun Stunden gesperrt. Abgesehen davon werden die Menschen aber von der Wolke kaum etwas merken.  Mehr

Vulkanausbruch in Island und die Folgen (Bildstrecke)
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Letztes Update: Freitag, 16.4.2010

Wissen: Der Vulkan und seine gefährliche Asche

Eine Aschewolke aus einem Vulkan in Island hat den Luftraum über halb Europa lahmgelegt. DRS 3 erklärt, warum diese Aschewolke so gefährlich ist und wie dieser Vulkan funktioniert.   Mehr


Weiterführende Links zum Beitrag:

  • Aktuelle Informationen auf der Website des Flughafens Zürich
  • Aktuelle Informationen auf der Website des Flughafens Genf

Mehr zu den Stichwörtern:

  • Flugverkehr
  • Flugverkehr Europa
  • Vulkanausbruch Island

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