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Donnerstag, 27.5.2010

Obama verordnet Denkpause bei Tiefsee-Bohrungen

US-Präsident Barack Obama verlängert das Moratorium für neue Ölbohrungen in tiefen Gewässern um zunächst sechs weitere Monate. Auch soll das Genehmigungsverfahren für solche Bohrungen verschärft werden.

Als Konsequenz aus der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat US-Präsident Barack Obama eine härtere Gangart gegen die Ölindustrie angekündigt. Genehmigungen für Bohrungen in tiefen Küstengewässern sollen künftig erst nach einer wesentlich strengeren Prüfung als bisher erteilt werden.

Probebohrungen in Alaska ausgesetzt
«Diese Ölpest hat gezeigt, wie sehr Reformen nötig sind», sagte Obama in Washington. Er verlängerte das Moratorium über neue Bohrungen im Meer, das nach dem Unglück verhängt wurde, um sechs Monate.

Zudem setzt die Regierung zwei geplante Probebohrungen vor Alaska aus und stoppt Verpachtungen im Golf vom Mexiko und vor der Küste des Bundesstaates Virginia.

In 33 Fällen sollen laufende Bohrungen im Golf von Mexiko gestoppt werden. Die Massnahmen seien nur erste Schritte eines Prozesses, der zu strengeren Regeln und Sicherheitsstandards für die Ölindustrie führen soll.

Unabhängigere Behörden als Ziel
Obama hatte in der vergangenen Woche eine spezielle Kommission eingesetzt, die die Ursachen für das Sinken der BP-Bohrinsel «Deepwater Horizon» ermitteln und Konsequenzen aus dem Unglück vorschlagen soll.

Der Präsident sagte, er wolle die «behagliche und manchmal korrupte Beziehung» zwischen den Behörden und der Ölindustrie beenden. (pet, sda/dpa/ddp)

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Donnerstag, 27.5.2010

Öl-Ausfluss vorübergehend gebremst

Der in das Bohrloch im Golf von Mexiko gepumpte Schlamm hat den Ölfluss vorübergehend etwas gebremst. Noch kann aber nicht von einem Erfolg gesprochen werden. Laut einer neuen Schätzung der US-Regierung floss bisher viel mehr Öl aus geglaubt.  Mehr


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