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Sonntag, 20.6.2010

Tote nach Hochwasser in China

Im Süden Chinas halten die schweren Regenfälle an, viele Staudämme sind gebrochen. Mehr als 130 Menschen sind umgekommen. Über eine halbe Million Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Einsamer Kampf gegen die Fluten in der chinesischen Provinz Fujian. (Keystone)

Bei Überschwemmungen nach sintflutartigen Regenfällen sind im Süden Chinas bisher mindestens 132 Menschen ums Leben gekommen. Amtlichen Angaben zufolge mussten 860'000 Menschen aus ihren Häusern fliehen.

Der wirtschaftliche Schaden wurde auf mehr als 14 Milliarden Yuan beziffert, dies entspricht 2,5 Milliarden Franken.

Regen nach schlimmster Dürre seit einem Jahrhundert
Die schweren Niederschläge begannen vor einer Woche und beendeten die schlimmste Dürre im Süden Chinas seit einem Jahrhundert. Der Perlfluss und ein Dutzend weitere Flüsse traten über die Ufer, Staudämme brachen, Erdrutsche blockierten Straßen, die Stromversorgung brach teilweise zusammen.

Betroffen waren die Provinzen Guangdong, Yunnan, Guizhou und Guangxi. Betroffen waren 61 Millionen Menschen, viele von ihnen waren ohne Trinkwasser. Fünf Millionen Hektar Land lagen seit dem vergangenen Jahr wegen der Dürre brach. Eine Besserung der Lage war zunächst nicht in Sicht, Meteorologen kündigten weiteren Regen an.

Soldaten trugen Kinder aus einer Grundschule in der Stadt Nanping ins Trockene. Mehr als 1000 Menschen sassen wegen überfluteter Straßen in der Schule fest, sie wurden in Sicherheit gebracht. (rend, ddp)

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