«Imperialistische Verschwörung» gegen Iran?
Das Auto des getöteten Wissenschaftlers wird abtransportiert. (Reuters)
Iran treibt seit Jahren sein Atomprogramm voran - angeblich aber nicht zu militärischen Zwecken. Der Westen ist misstrauisch. Ein Überblick über den Stand der Informationen und die iranischen Anlagen. Mehr
In Iran ist ein tödlicher Bombenanschlag auf einen Wissenschaftler verübt worden, der in der Atomforschung tätig gewesen sein soll. Ein Motorradfahrer habe eine Autobombe an dem Fahrzeug von Professor Mostafa Ahmadi Roshan befestigt, berichtete die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars. Zwei weitere Insassen des Wagens seien verletzt worden.
Vier ermordete Atomforscher innert zwei Jahren
Der Wissenschaftler leitete gemäss Behördenangaben eine Abteilung der Urananreicherungsanlage Natans. Ein Offizieller des Innenministeriums verglich den jüngsten Anschlag mit den Mordversuchen an drei anderen iranischen Wissenschaftlern in den letzten zwei Jahren. Auch diese Forscher hätten an Atomprojekten gearbeitet.
«Internationale Verschwörung» gegen Irans Atomprogramm
Der Sprecher warf israelischen Agenten vor, in den jüngsten Anschlag verwickelt zu sein. Auch Regierung und Parlament in Teheran verurteilten das Attentat und warfen «imperialistischen Mächten», namentlich Israel und den USA, vor, darin verwickelt zu sein.
Iran lasse sich trotz Terrorakten nicht von seinem Weg des Fortschritts abbringen, so der Regierungsvertreter weiter. Er spielte damit auf das umstrittene Atomprogramm des Landes an. Der Westen verdächtigt Iran, mit seinem Atomprogramm Waffen zu entwickeln. (smus/rte, afp)
Mehr zu den Stichwörtern:
