(Keystone)
Die wichtigsten Vertreter der EU
Mit dem Reformvertrag von Lissabon hat die EU auch zwei neue Ämter geschaffen: jenes des EU-Ratspräsidenten und jenes der Hohen Vertreterin für Aussen- und Sicherheitspolitik.
Der EU-Ratspräsident soll zusammen mit dem Kommissionspräsidenten die EU-Gipfeltreffen vorbereiten und dort die Sitzungen leiten. Er ist für zweieinhab Jahre gewählt und kann einmal wiedergewählt werden. Er gilt künftig als höchster Repräsentant der EU.
Die Hohe Vertreterin für Aussen- und Sicherheitspolitik wird der Einfachheit halber auch als EU-Aussenministerin bezeichnet. Sie leitet die Aussen- und Sicherheitspolitik der EU. Sie hat mehr Befugnisse als der bisherige EU-Chefdiplomat. Sie leitet die Sitzungen der EU-Aussenminister und ist Vizepräsidentin der EU-Kommission.
Der EU-Kommissionspräsident bleibt wichtig als Chef der EU-Kommission, dem ausführenden Organ der EU. Mit dem Vertrag von Lissabon hat der Kommissionspräsident auch neue Befugnisse erhalten.
| Die Rollenverteilung an der EU-Spitze |
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Herman Van Rompuy, EU-Ratspräsident Der neue EU-Ratspräsident ist ein Mann der leisen Töne. «Wir sind nicht ewig und wir sind nicht unersetzlich. Für manche ist das ein grosses Problem. Nicht für mich», sagt er etwa. In seiner Freizeit schreibt Van Rompuy Gedichte nach den japanischen Haiku-Regeln. Van Rompuy hatte einst Philosophie und Betriebswirtschaft studiert, seine berufliche Laufbahn begann er 1972 bei der belgischen Nationalbank, drei Jahre später war er Mitglied der Regierung unter Premier Leo Tindemans. |
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Catherine Ashton, EU-Aussenministerin Ashton wurde in Upholland in der englischen Grafschaft Lancashire geboren, woher sie auch den Titel «Barnoness Ashton of Upholland» trägt. Die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin setzte sich stets stark für Fragen der Gleichberechtigung der Frau ein. Ashton ist mit einem Journalisten verheiratet und hat drei Stiefkinder sowie zwei eigene Kinder. |
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José Manuel Barroso, Präsident der EU-Kommission Der 51-jährige Barroso bezeichnet sich selber als «zentristischen Reformer», seine politische Heimat ist die Christdemokratische Europäische Volkspartei. In jungen Jahren aber war er Marxist. In seiner Heimatstadt Lissabon und Genf studierte er Jura und Politologie. Barroso war Jus-Professor in Lissabon, bevor er 1985 in die Politik einstieg. Von 2002 bis zu seiner Berufung an die Spitze der EU-Kommission 2004 war er portugiesischer Premieminister. |



