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Sonntag, 12.2.2012

Trauer um Whitney Houston

Strahlend schön und mit einer drei Oktaven umfassenden Stimme gesegnet: Whitney Houston legte schon früh eine der brillantesten Karrieren im Musikgeschäft hin. Sie erfuhr aber auch die Schattenseiten des Ruhms: Drogen, Stimmprobleme, Ehekrise. Mit nur 48 Jahren wurde Houston nun tot in einem Hotelzimmer gefunden. Die Musikwelt trauert.

Trauer um Whitney Houston: Die 48-Jährige, hier bei einem Auftritt 2009 in Los Angeles, wurde tot in einem Hotelzimmer aufgefunden. (Keystone)

Die US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin Whitney Houston ist im Alter von 48 Jahren gestorben. Eine Sprecherin bestätigte den Tod der mehrfachen Grammy-Preisträgerin. Sie wurde demnach am Samstagnachmittag (Ortszeit) tot in einem Hotelzimmer in Los Angeles aufgefunden - wenige Stunden bevor sie dort am Vorabend der diesjährigen Grammy-Verleihung bei einer Party auftreten wollte.

Leichnam wird obduziert
Nach Angaben der Polzei gibt es keine Hinweise auf ein Verbrechen. Der Leichnam soll obduziert werden. Wann, steht noch nicht fest. Ein Sprecher der Gerichtsmedizin der Stadt Los Angeles wollte keine Angaben dazu machen, in welchem Zustand die Tote aufgefunden wurde.

Whitney Houston zählte zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme, die drei Oktaven umfasste, eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren die Musikwelt im Sturm. Sie verkaufte mehr als 170 Millionen Alben und heimste unzählige Auszeichnungen ein, darunter sechs Grammys.

Auf den Erfolg folgte der Absturz
Doch auf den grandiosen kommerziellen Erfolg folgte der Absturz von «America's  Sweetheart»: Houston machte dann durch Drogenmissbrauch und ihre Skandalehe mit R&B-Sänger Bobby Brown auf sich aufmerksam.

Über ihre Probleme mit Drogen und Alkohl redete die Sängerin bereits vor Jahren offen. Gerüchte über Entzugskuren und Rückfälle begleiteten sie in den vergangenen 15 Jahren ihres Lebens. Im Mai vergangenen Jahres unterzog sich der Weltstar erneut einem  Alkohol- und Drogenentzug.

Der Tod der 48-Jährigen löste in der Musikbranche und darüber hinaus Trauer aus: Die Nachricht breche ihm das Herz, erklärte der legendäre Produzent Quincy Jones. Der Chef der Recording Academy, die am Sonntag wieder die Grammy Awards vergibt, würdigte  Houston als eine der größten Pop-Sängerinnen aller Zeiten.

Die Grammy-Veranstalter teilten mit, die Show werde der Verstorbenen gedenken, werde aber dennoch gefeiert. «Es gibt ein paar Änderungen im Skript, aber es soll eine grosse Musikshow bleiben», sagte Produzent Ken Ehrlich dem US-Nachrichtensender CNN. «Sie hätte das auch so gewollt. Sie war eine grosse Künstlerin, eine grosse Darstellerin und wusste wie wichtig es ist, ein Publikum zu begeistern. Und genau das wollen wir heute Abend tun.»

Andere Künstler und Weggefährten würdigten die Verstorbene. «Ich bin erschüttert über den Verlust», hiess es von Sängerkollege Lionel Richie. «Wir haben eine aussergewöhnliche Stimme verloren.» Sänger Elton John sprach von einem «traurigen Tag». Houston sei die schönste Frau gewesen, die er je gesehen habe. «Danke für Dein Talent und eine der schönsten Stimmen, die ich je gehört habe.»

Sechs Grammys
Whitney Houston gehörte während ihrer 25-jährigen Karriere zu den meist gefeierten Schauspielerinnen und Sängerinnen der Gegenwart. In den 1980-er und 1990-er Jahren gelang ihr ein Nummer-1-Hit nach dem anderen, darunter ihre Coverversion des Dolly Parton-Songs «I Will Always Love You». Das Lied wurde 1992 für den Film «Bodyguard» aufgenommen, in dem sie neben Kevin Costner die Hauptrolle spielte.

Houston erhielt nicht nur sechs Mal einen Grammy, sondern auch mehrere Emmy-Preise und zahlreiche der ebenfalls wichtigen Auszeichnungen der Musikzeitschrift «Billboard». Die Sängerin liess sich von ihren familiären Wurzeln im Soul inspirieren, so von ihrer Mutter Cissy Houston sowie ihren Cousinen Dionne Warwick und Dee Dee Warwick. Aretha Franklin war ihre Patentante.

Einbruch in den späten Neunzigern
Ihr Erfolg brach aber in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre ab. 2009 versuchte sie mit einer grossangelegten Tour ein Comeback, das aber misslang. Ihre vielfach gerühmte Stimme versagte. Ihre Tournee vor zwei Jahren war von Negativschlagzeilen geprägt. Houston musste etliche Konzerte wegen Krankheit absagen und erhielt negative Kritiken von Fans, die von Gesang und Auftritten enttäuscht waren. Die Sängerin betonte indes, es gehe ihr gut. (ank, dpa/reuters)

Hier ein Video von Whitney Houstons erstem TV-Auftritt in der Merv Griffin Show im April 1983 und eines von ihrem Auftritt mit Kelly Price in Los Angeles nur 3 Tage vor Houstons Tod.

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Whitney Houston - ein Leben im Rampenlicht
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