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Hintergrund: Indirekte Nahost-Gespräche

Mehr als 15 Monate nach Unterbrechung der Nahost-Friedensgespräche wollen Israel und die Palästinenser einen neuen Anlauf zu einer Versöhnung wagen. Anfängliche Hoffnungen wurden durch einen Eklat jedoch wieder gedämpft.
Karte: Siedlungsbau in Ost-Jerusalem

Der US-Nahost-Gesandte George Mitchell versucht seit dem Amtsantritt von Präsident Barack Obama vergeblich, den nach der israelischen Gaza-Offensive 2008/2009 eingefrorenen Nahost-Friedensprozess wieder in Gang zu bringen.

Direkte Verhandlungen abgelehnt
Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas lehnte die von den USA geforderten direkten Verhandlungen mit Israel bislang ab, solange die israelische Regierung am Siedlungsbau im Westjordanland festhält.

Indirekte Gespräche als Lösung
Mitchell brachte deshalb indirekte Gespräche ins Spiel, bei denen ein US-Vermittler zwischen Ramallah und Jerusalem pendeln und so Informationen austauschen soll. Abbas willigte schliesslich ein und kündigte an, er liesse sich dabei von der Arabischen Liga beraten und werde sich deren Meinung anschliessen.

Eklat vor dem Neubeginn
Noch vor Beginn der Verhandlungen kam es jedoch zum Eklat. Während eines Besuchs von US-Vizepräsident Joe Biden bei Israels Premierminister Benjamin Netanyahu kündigte das israelische Innenministerium an, 1600 neue Wohnungen im besetzten arabischen Ostteil Jerusalems bauen zu wollen - in jenem Gebiet, in dem die Palästinenser die Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates errichten wollen.

Verhandlungen gefährdet
Der Schritt stiess sowohl international als auch in der israelischen Regierung selbst auf Kritik. Von palästinensischer Seite gab es bislang jedoch keine offizielle Reaktion - es steht gleichwohl in der Schwebe, ob die Verhandlungen tatsächlich aufgenommen werden.

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