(Keystone)
Muslime in der Schweiz
In der Schweiz leben schätzungsweise 350'000 Musliminnen und Muslime (im Jahr 2000 waren es gemäss Volkszählung 311'000). Rund 12 Prozent von ihnen sind Schweizer Staatsbürger. Im Jahr 2000 lag der Anteil der Muslime an der Schweizer Wohnbevölkerung bei 4,5 Prozent. 1980 lebten gemäss Volkszählung erst 56'000 Musime in der Schweiz.
Die Religionsgemeinschaft der Muslime entwickelte sich in den vergangenen 30 Jahren zu der stärksten nicht-christlichen Religionsgemeinschaft in der Schweiz. Rund drei Viertel der Schweizer Bevölkerung sind nach wie vor Christen. Davon sind 42 Prozent Katholiken und 35 Prozent Protestanten.
Keine homogene Gruppe
Die meisten Muslime in der Schweiz kommen aus Südosteuropa - eine Folge des Kriegs im damaligen Jugoslawien - oder aus der Türkei. Die muslimischen Migranten stellen weder ethnisch, noch kulturell, noch konfessionell einen einheitlichen und in sich geschlossenen homogenen Block dar. Es finden sich alle Schattierungen von Strenggläubigen bis zu Menschen, die ihre Religion kaum oder nicht ausüben.
Rund 130 muslimische Zentren
Um ihre Anliegen als Religionsgemeinschaft gemeinsam gegenüber Schweizer Behörden zu vertreten, gründeten die muslimischen Migranten in den vergangenen Jahren mehrere sprach- und kulturübergreifende Dachverbände.
Laut einer von der Eidgenössischen Ausländerkommission veröffentlichten Studie bestehen in der Schweiz rund 130 muslimische Kulturzentren und Gebetsstätten. Die meisten dieser Stätten sind in gewöhnlichen Wohnungen oder Gebäuden untergebracht. Nur vier von ihnen haben ein Minarett, jene in Genf, Zürich, Winterthur und Wangen bei Olten. (cdm, sda/ap/religionenschweiz.ch)
