Weltweit grosses Medien-Echo
Welt reagiert heftig
Dass in der Schweiz künftig der Bau von Minaretten verboten wird, hat international ein grosses Medien-Echo ausgelöst.
Top-Story bei BBC
Die britische BBC beispielsweise listete in ihrem Online-Portal das Ergebnis vorübergehend unter den «Top-Stories». In einem ausführlichen Bericht erklärte eine Korrespondentin, das überraschende Ergebnis sei eine sehr schlechte Nachricht für die Schweizer Regierung, welche die Stimmbevölkerung zu einem Nein aufgerufen hatte. Der britische «Independent» schrieb von einem «fremdenfeindlichen Entscheid».
Gegen alle Fremde
Ähnlich sah es der Kommentator im Berliner «Tagesspiegel»: «Das Abstimmungsergebnis richtet sich nur vordergründig gegen Minarette, tatsächlich nicht einmal nur gegen den Islam, sondern im Kern gegen alles Fremde».
Die «Süddeutsche Zeitung» las das Resultat vor dem Hintergrund der Schweizer Erfahrung mit der Welt: «Dies war auch ein Wut-und-Frust-Votum. Das Ende des Bankgeheimnisses empfanden viele Eidgenossen als demütigend. Und noch immer wird ihr Land in der Geiselaffäre von Gaddafi an der Nase herumgeführt.»
Aussenpolitisches Problem für die Schweiz
Bei Spiegel Online hiess es mit Verweis auf die Spannungen mit Libyen: «Damit dürfte der Schweiz ein aussenpolitisches Problem ins Haus stehen, das die international orientierte Wirtschaft zu belasten droht.»
Berichte auf den englischsprachigen Webseiten der beiden arabischen Fernsehsender al-Jazeera und al-Arabiya beschränkten sich weitgehend auf Fakten und betonten, der Volksentscheid sei gegen den Willen der Regierung und der Kirchen zustande gekommen.
Al-Jazeera informierte sehr prominent über das Resultat. Der Korrespondent sprach von einem Schock für die muslimische Gemeinschaft in der Schweiz. (acd/vold, ap)
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