Fliegen bald wieder Holzspäne in Domat/Ems?
Die Grosssägerei in Domat/Ems nach dem Konkurs im Dornröschenschlaf. (Keystone)
Gegenüber den Schweizer Medien schwieg Pfeifer in den letzten Monaten. Im österreichischen Branchenblatt «Holzkurier» nimmt das Unternehmen jedoch Stellung zu den Plänen in Domat/Ems. «Das Projekt braucht seine Zeit. Wir gehen aber von einer Realisierung aus» sagte im Dezember Geschäftsführer Ewald Franzoi.
Sägerei + Holzverarbeitung?
Weiter steht, der Standort in Domat/Ems sei sowohl für eine Sägerei als auch für die Holzverarbeitung geeignet. Die gleichen Pläne hatte bereits die frühere Besitzerin Mayr Melnhof gewälzt, war dann aber an einem Schuldenberg und fehlendem Holz gescheitert.
Beim Holzeinkauf dürfte Pfeifer besser positioniert sein. Das Unternehmen ist seit längerem auf dem Schweizer Markt tätig. In guten Jahren flossen bis zu 100‘000 Kubikmeter Schweizer Holz nach Österreich, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Dieses Holz könnte künftig in Domat/Ems verarbeitet werden.
Hinzu kommt: Die Bündner Waldwirtschaft hatte während den Rettungsversuchen der Sägerei einem neuen Besitzer knapp 160‘000 Kubikmeter Holz zugesichert. Ob dies ausreicht und mit wieviel Holz Pfeifer selber rechnet, dürfte sich an der Präsentation zeigen.
Fragezeichen Klausner
Unklar ist bisher, was mit der Sägerei selber geschieht. Die deutsche Firma Klausner hatte sie für 20 Millionen Franken ersteigert. Eigentlich hätte sie bis Ende Januar 2012 abgebaut werden müssen, so die Vorgabe des Konkursamts. Ob Pfeifer die Anlage übernimmt, ist offen.
Offen ist auch, wieviel Geld Pfeifer vom Kanton Graubünden erwarten könnte. Wegen des Wirtschaftsförderungsgesetzes hat das Unternehmen Anspruch auf Geld. Bisher investierte Graubünden 23 Millionen in den Traum einer eigenen Grosssägerei. (habs)
