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Mittwoch, 22.2.2012

Sohn eines FCSG-Funktionärs verprügelt

Die St. Galler Staatsanwaltschaft hat fünf FCSG-Ultras verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, im Dezember des letzten Jahres den 19jährigen Sohn eines FC St. Gallen-Funktionärs zusammengeschlagen haben.

Offensichtlich wussten die FCSG-Fans vom Übergriff auf den Sohn eines FCSG-Funktionärs, wie das Transparent zeigt. (Keystone)

23. Dezember 2011: Ein 19jähriger Mann, Sohn eines Funktionärs beim FC St. Gallen, sitzt mit drei Kollegen in einem St. Galler Lokal. Am Tisch nebenan befindet sich eine Gruppe von rund 20 Personen. Pikant: Ein grösserer Teil dieser Gruppe gehört der Fussball-Ultra-Szene an.

Flucht vor Schlägern
Als der 19Jährige das Lokal verlässt, wird er von zwei Vermummten angegriffen. Nach einem Faustschlag ergreift er die Flucht, versteckt sich – und alarmiert die Polizei. Diese befragt vier mutmassliche Beteiligte, muss sie jedoch wieder laufen lassen, da die Beweise nicht ausreichen. Mitte Januar meldet sich ein Fussball-Fan, der jedoch nur zu einer anonymen Aussage bereit ist. Laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft habe er Angst gehabt vor der Reaktion seiner Kollegen.

Erneut befragte die Staatsanwaltschaft einen mutmasslichen Täter. Und erneut bestritt dieser, etwas mit der Angelegenheit zu tun zu haben. Wie die Staatsanwaltschaft in ihrer Mitteilung schreibt, führten erst eine Telefonüberwachung und eine weitere anonyme Aussage zur nochmaligen Festnahme des Mannes sowie vier weiterer Personen.

Druck auf Funktionär
Zwei der fünf mutmasslichen Beteiligten sind geständig, drei bestreiten eine Beteiligung. Nach einer mehrtägigen Untersuchungshaft, sind sie in der Zwischenzeit wieder auf freiem Fuss. Laut der St. Galler Staatsanwaltschaft, wollten die Ultras mit dem Angriff auf den Sohn des Funktionärs diesen unter Druck setzen. Zu denken gebe zudem die Tatsache, dass beim Fussballspiel des FC St. Gallen ein Transparent mit der Aufschrift «Statt a dä Meisterschaft in Untersuechigshaft – Durehebe, Jungs!» in der Fankurve zu sehen war. Dies zeige, dass sich der radikale Teil des Espenblocks mit dem Übergriff identifiziere. (bram)

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Verantwortlich für diesen Beitrag:

Tanja Millius und Thomas Züberbühler


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