Babyklappe in Davos
Nebst Einsiedeln entsteht neu auch in Davos eine Babyklappe. (Keystone)
«Legt eine Mutter ihren Säugling in das Babyfenster, dann müssen wir reagieren.» Das erklärte der Präsident der Vormundschaftsbehörde Prättigau Davos, Urs Werner, gegenüber dem Regionaljournal. Sie suche nach einem Vormund und nach einer Pflegefamilie. Adoptiveltern zu finden sei dann die Aufgabe der Kantonalen Adoptionsstelle, so Werner weiter.
Zusammenarbeit mit SHMK
Das erste Babyfenster wurde 2001 in Einsiedeln eröffnet. Die Initiative ging von der Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind, SHMK, aus. Auch die Babyklappe in Davos wird von der SHMK begründet. Sie übernimmt alle Kosten, sowohl die des Spitals und der Behörden. «Der Entscheid für die Zusammenarbeit mit der SHMK war schnell gefällt. Wir haben die Infrastruktur und das nötige Personal für ein Babyfenster.» Das erklärte der Spitaldirektor, Markus Hehli.
St. Gallen und Thurgau warten ab
Auf Anfrage erklärt die St. Galler Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann, dass es in ihrer achtjährigen Amtszeit noch keine Anfrage für ein Babyfenster in einem St. Galler Spital gegeben habe. Eine allfällige Anfrage würde man jedoch sorgfältig prüfen. Zur Zeit setzt der Kanton in erster Linie auf Prävention mit den jeweiligen Fachstellen.
Im Kanton Thurgau sieht es ähnlich aus. Auch hier gab es bis anhin keine Anfragen in den Kantonsspitlälern Frauenfeld und Münsterlingen. (jörd, bram)
