Regierung will Wirtschaftsfakultät an der Uni Luzern
Foyer Uni Luzern (zvg)
«Die Luzerner Hochschulpolitik ist auch Wirtschaftspolitik und Standortpolitik», sagte Bildungsdirektor Reto Wyss an der Präsentation des Planungsberichts für die Hochschulpolitik. Die Regierung wolle den Hochschulstandort Luzern stärken und die Entwicklung nicht anderen Regionen überlassen.
Gesamtschweizerisch bestehe die grösste Nachfrage in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften und Psychologie. Deshalb habe die Luzerner Regierung beschlossen, eine vierte Fakultät für Wirtschaftswissenschaften einzurichten. Sie verspricht sich davon ein qualitatives Wachstum.
Konkurrenz erwartet
Die Hochschule für Wirtschaft Luzern befürchtet, dass durch die neue Wirtschaftsfakultät an der Uni Luzern eine Konkurrenzstituation entstehe, sagte der Rektor der Hochschule Luzern, Markus Hodel gegenüber dem Regionaljournal. Man decke bei der Hochschule schon alle Studienbereiche ab, deshalb werde es zwangsläufig zu Überschneidungen kommen.
Ausserdem gäbe es gar keinen Arbeitsmarkt im Raum Zentralschweiz für die 500 bis 600 erwarteten Studenten der Wirtschaftswissenschaften. Genau diese zusätzlichen Fachleute würden später die Wirtschaft in der Region ankurbeln, ist hingegen der Bildungsdirektor des Kantons Luzern überzeugt.
Zusätzlich zur Schaffung der neuen Fakultät soll die Uni die forschungsorientierten Gesundheitswissenschaften ausbauen. Und auch die Fachhochschule (Hochschule Luzern) sowie die Pädagogische Hochschule Luzern will die Kantonsregierung weiter stärken. (the)
