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Mittwoch, 8.2.2012

Fallpauschalen: noch keine Beschwerden

Seit Anfang Jahr werden Behandlungen in den Schweizer Akutspitälern mit sogenannten Fallpauschalen abgerechnet. Die Unsicherheit war gross, ob Patienten nicht zu früh entlassen würden. Die Spitäler entwarnen, die Patientenvertreterin bleibt skeptisch. 

Fallpauschalen, das heisst für Schweizer Akutspitäler: Leistungen nicht mehr pro Tag oder pro einzelner Leistung verrechnen, sondern pauschal für die ganze medizinische Leistung. So können die Spitäler etwa bei einer Blinddarm-Patientin nicht mehr Aufenthaltsdauer, Operation und Nachbehandlung in Rechnung stellen, sondern es gilt eine Pauschale für die gesamte Behandlung.

Patientenvertreter hatten deshalb im Vorfeld davor gewarnt, dass die Patientinnen und Patienten zu früh entlassen werden könnten. Dies sei im letzten Monat aber nicht vorgekommen, erklärt Andreas Gattiker, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Spitals Wetzikon. Die Aufenthaltsdauer sei im Januar gleich lang gewesen wie letztes Jahr. Dasselbe Bild zeigt sich im Spital Affoltern.

Patienten weiterhin verunsichert
Auch Erika Ziltener, Leiterin der Patientenstelle Zürich, sind noch keine Beschwerden wegen der Fallpauschalen bekannt. Allerdings sei die Unsicherheit bei den Patienten noch immer zu spüren. Bereits in den vergangenen Jahren habe die Aufenthaltsdauer in den Spitälern stetig abgenommen. Erika Ziltener glaubt, dass diese Tendenz mit den Fallpauschalen noch deutlich zunehmen wird. (bruc)

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Verantwortlich für diesen Beitrag:

Christoph Brunner, Nicole Freudiger


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