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Mittwoch, 8.2.2012

Claudia Nielsen kritisiert zu frühe Spitalentlassungen

Die Einführung der Fallpauschalen im Gesundheitswesen hat im Kanton Zürich grösstenteils problemlos funktioniert. Allerdings kennt die Zürcher Stadträtin auch einige negative Beispiele.

Schon seit ihrem Amtsantritt im Mai 2010 befasst sich Zürichs Gesundheitsvorsteherin Claudia Nielsen intensiv mit den Fallpauschalen. Nach dem ersten Monat mit dem neuen Abrechnungssystem geht es unter anderem um die Frage, ob Patientinnen und Patienten zu früh aus den Akutspitälern entlassen werden. Nielsen sind bis jetzt zwei solcher Fälle bekannt. «Das geht natürlich nicht», so Nielsen, «es ist den Patienten gegenüber falsch.»

Notfallpatientin abgeschoben
Weiter erzählt Claudia Nielsen von einer älteren Notfall-Patientin. Die Frau sei von einem Spital im Kanton Zürich ans Triemlispital überwiesen worden mit der Begründung, auf der Intensivstation habe es keinen Platz mehr. So wurde die dringende Bauchoperation im Triemlispital durchgeführt. Gemäss Nielsen haben die Triemli-Ärzte zwar richtig entschieden, als sie die Patientin aufnahmen. Aber: «So etwas kostet die Stadt Zürich als Trägerin des Spitals viel Geld.»

Nielsen betont aber, dies seien Einzelfälle. Grundsätzlich habe sich seit Einführung der Fallpauschalen gezeigt, dass die Stadt Zürich im Gesundheitswesen über eine funktionierende Versorgungskette verfüge. Niemand müsse Angst haben, nicht die richtige Pflege zu bekommen. (bruc)

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Interview mit Claudia Nielsen
Hören (3:36)

Verantwortlich für diesen Beitrag:

Christoph Brunner


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