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Donnerstag, 9.2.2012

«Es geht um die Rettung des Rufes der NZZ»

Die Ermittlungen der amerikanischen Steuerbehörde gegen die Privat-Bank Wegelin hat Auswirkungen auf die NZZ. Bankier Konrad Hummler hat per sofort sein Mandat als Verwaltungsratspräsident der NZZ sistiert, bleibt aber Mitglied des Verwaltungsrates.

Konrad Hummler gibt NZZ-VR-Präsidium vorübergehend ab (key)

Die rechtlichen Auseinandersetzungen im Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA erforderten den Einsatz «sämtlicher physischen und intellektuellen Kapazitäten», wie der Privatbankier in einer Mitteilung schreibt. Den Vorsitz der NZZ-Mediengruppe übernimmt nun interimistisch der frühere FDP-Nationalrat Franz Steinegger.

Gegenüber dem Regionaljournal erklärte Steinegger, er gehe davon aus, dass Hummler später wieder als Verwaltungsratspräsident zurückkehren werde. Ein Rücktritt Hummlers sei nie zur Diskussion gestanden. 

«Ein guter Schritt der NZZ»
Für den ehemaligen Präsidenten des Presserates, Peter Studer, ist der vorübergehende Rücktritt Konrad Hummlers ein guter Schritt. Man könne damit den Ruf der NZZ und ihre Glaubwürdigkeit als Zeitung ein Stückweit wiederherstellen.

Ob der Rücktritt auf Zeit ein erster Schritt zum definitiven Rücktritt Hummlers ist, dazu will sich Peter Studer nicht äussern. Noch gebe es kein Urteil im Konflikt mit den USA. (wyey/marn)

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Nicole Marti


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