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Freitag, 10.2.2012

«Otello» nicht von Verdi, sondern von Rossini

Den «Otello» von Giuseppe Verdi muss man einem Opernkenner nicht vorstellen. Den «Otello» von Gioachino Rossini hingegen schon. Fast zwei Jahrhunderte lang war er von der Zürcher Opernhausbühne verschwunden. Jetzt feiert er ein Comeback. Dank Cecilia Bartoli.

Cecilia Bartoli leidet als Rossinis Desdemona. (zvg)

Wenn ein Opernhaus Verdis «Otello» im Spielplan hat, dann ist das eine gute Gelegenheit, auch Rossinis «Otello» zu spielen. So kann das Publikum vergleichen, findet die Sängerin Cecilia Bartoli. Und wie schon oft, ging der Opernhaus-Direktor Alexander Pereira auf den Wunsch der Primadonna ein.

1816 wurde Rossinis «Otello» in Neapel uraufgeführt und mit grossem Erfolg europaweit gespielt. Bis er 70 Jahre später von Giuseppe Verdis gleichnamiger Oper verdrängt wurde. Dass Rossinis «Otello» heute so selten gespielt wird, liegt vor allem an der Anforderung an die Sänger. Drei Tenöre, einer besser als der andere, braucht diese Oper. Dazu eine Mezzosopranistin für die schwierige Partie der Desdemona. Im Zürcher Opernhaus wagt man das Rossini-Experiment mit einem Spitzenensemble um Cecilia Bartoli. (fanc)

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Cordelia Fankhauser


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