Schweizer Muslime melden sich zu Wort
Hisham Maizar verfolgt im März die Beratungen zur Minarett-Initiative im Nationalrat. (Keystone)
Die Schweizer Städte finden keine gemeinsame Position zum umstrittenen Plakat, mit dem die Befürworter für die Minarett-Initiative werben. Sechs grössere Städte haben das Plakat inzwischen bewilligt; vier haben den Aushang untersagt. Mehr
Die muslimischen Organisationen in der Schweiz ändern nach der Polemik um das Anti-Minarett-Plakat ihre Strategie. «Wir werden unsere Präsenz in den Medien bemerkbarer und deutlicher machen», sagt Hisham Maizar, Präsident der Föderation islamischer Dachorganisationen der Schweiz, gegenüber Schweizer Radio DRS.
«Wir werden vorläufig aber keine Inserate ins Auge fassen, ganz einfach, weil uns die Mittel dazu fehlen», so Maizar. Dafür sollen vermehrt Interviews gegeben werden.
Auf Stellvertreter-Debatte hinweisen
«Wir werden jede erdenkliche Möglichkeit dazu nutzen, um auf die Sachlichkeit und auf die so genannte Stellvertreter-Debatte aufmerksam zu machen, die die Initianten anstreben», sagt Maizar. Die Diskussion um ein Verbot von Minaretten wird gemäss Maizar dazu missbraucht, um gegen den Islam allgemein vorzugehen.
Er befürchtet nicht, dass sich die Dachorganisation zu spät in den Abstimmungskampf einschaltet. «Die Bevölkerung ist darüber gut informiert», sagt Maizar. Allerdings sei sie nicht über den «wahren Sinn» der Initiative orientiert. «Die Initiative birgt etwas in sich, nämlich 'Stopp dem Islam als Religion'», so Maizar. (acd/wannc)
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