Gesucht: Nachwuchs im Gesundheitswesen
Das so genannte Lehrstellen-Barometer zeigt: Trotz Wirtschaftskrise gibt es kaum weniger Lehrstellen. Bei weitem nicht jede wurde aber besetzt. Mehr
Gegen Personalnotstand im Pflegebereich
Bund und Kantone sowie Gewerkschaften und Arbeitgeber wollen mit gezielter Nachwuchsförderung den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen verringern. Die Nationale Lehrstellenkonferenz einigte sich dafür auf vier Schritte, mit denen die Gesundheitsversorgung sichergestellt werden soll.
Nach Angaben der Beteiligten wird die Nachfrage nach Personal in der Branche in den kommenden Jahren deutlich zunehmen. Bis zum Jahr 2020 würden zusätzlich 25'000 Personen benötigt. Derzeit sei rund ein Drittel der Mitarbeitenden in den Spitälern ausländischer Nationalität.
Zweijährige Grundausbildung in der Testphase
Einen Erfolg verspricht sich die Lehrstellenkonferenz von der zweijährigen beruflichen Grundausbildung «Gesund und Betreuung» mit eidgenössischem Berufsattest. Sie wird derzeit in mehreren Kantonen in Pilotprojekten getestet. Ihre schweizweite Einführung ist für 2012 geplant.
Darüberhinaus sollen Jugendliche mit einer Informationsoffensive für eine Ausbildung im Gesundheitsbereich sensibilisiert und begeistert werden. Beim Berufsnachwuchs soll auch das Interesse für die Ausbildung zur Pflegefachfrau und zum -fachmann geweckt werden.
Die Betriebe werden aufgefordert, mit Unterstützung des Bundes Netzwerker anzustellen. Diese sollen die Betriebe überzeugen, mehr Ausbildungsplätze zu schaffen. (ank, sda)
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