Klimakonferenz: Schweizer optimistisch
Demonstanten fordern in Barcelona starke Leader in Sachen Klima. (Keystone)
An den Vorverhandlungen zur Klimakonferenz von Kopenhagen ist in Barcelona noch kein politischer Durchbruch gelungen. Dies teilte das Bundesamt für Umwelt (Bafu) mit.
Keine wegweisenden Entscheide
Nach Einschätzung der Schweizer Delegation unter Leitung von Thomas Kolly kamen bei der Bereinigung der Verhandlungstexte keine wegweisenden Entscheide über die Emissionsreduktionen und die Finanzierung des Kampfes gegen die Klimaerwärmung zu Stande.
Es habe nur zögerliche Fortschritte gegeben. 30 Tage vor Beginn der Klimakonferenz in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen herrscht gemäss den Angaben jedoch verhaltener Optimismus, dass ein Konsens über das Klima-Regime in der Zeit nach 2012 gefunden werden könne.
Es brauche aber das entschlossene Engagement der Minister und Staatschefs, um eine umfassende Einigung zu erzielen.
Kleine Erfolge erzielt
Dennoch seien von den 2000 in Barcelona versammelten Unterhändler Erfolge zu verzeichnet worden, hiess es weiter. Die Verhandlungsoptionen zu den Emissionen bei der Wald-Abholzung oder in der Landwirtschaft seien abschliessend definiert. Diese Themen gehören allerdings zu den am wenigsten umstrittenen.
Weiterhin unter den Verhandlungsoptionen figuriert der Schweizer Vorschlag zu einer weltweiten CO2-Abgabe nach dem Verursacherprinzip.
USA bremsen
Gebremst werden die Verhandlungen laut Bafu durch die Tatsache, dass die USA noch keine nationale Klimaschutzgesetzgebung verabschiedet haben. Dies werde bis zur Konferenz von Kopenhagen wahrscheinlich auch nicht geschehen. Ohne nationale Gesetze dürfte sich die US-Regierung weiter weigern, sich auf Klimaziele festzulegen.
Es sei absehbar, dass auch nach einer Einigung in Kopenhagen zur Umsetzung des neuen Klimaregimes noch viel getan werden müsse. (cdm, ap/sda)
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