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Donnerstag, 12.11.2009

Bakom will TV- und Radio-Gebühren für alle

Das Bundesamt für Kommunikation erwägt, die Gebühren für Fernsehen und Radio für alle Haushalte obligatorisch zu machen. Heute zahlt nur, wer einen Radio oder einen Fernseher besitzt.

Bisher muss in der Schweiz Radio- und Fernsehgebühren bezahlen, wer über ein Empfangsgerät verfügt. Laut dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) ist diese Definition aber zunehmend schwierig, da heute auch mit Computern und Handys Radio und TV konsumiert werden kann.

Das Bakom schlägt dem Bundesrat deshalb vor, dass künftig alle Haushalte Fernseh- und Radiogebühren zahlen müssen. Bakom-Direktor Martin Dumermuth bestätigte gegenüber Schweizer Radio DRS eine entsprechende Meldung der «Berner Zeitung».

Keine zusätzlichen Mittel als Ziel
Dem Bakom gehe es jedoch nicht darum, mehr Gebühren zu kassieren, hielt Dumermuth fest. «Wenn mehr Haushalte bezahlen müssten, käme es für den Einzelnen billiger», sagte er.

Zudem würde die Gebührenerhebung vereinfacht. Die Billag-Kontrolleure wären dann überflüssig.

Kantone erhalten Löwenanteil
Viel sparen würden die einzelnen Haushalte damit aber nicht: Wenn die Billag ihren gesamten Aufwand um 20 Prozent senke, könnte der Einzelne pro Monat nur gerade etwa 35 Rappen sparen, rechnete Bakom-Direktor Dumermuth vor.

Um dies zu veranschaulichen vergleicht er die Gebühren mit der direkten Bundessteuer: «Heute behalten die Kantone 17 Prozent des Ertrags der Bundessteuer für den Erhebungs- und Inkassoaufwand», so Dumermuth. Der Verwaltungsaufwand der Billag sei mit gut 4 Prozent wesentlich tiefer. (bat, sda)

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Bakom-Direktor Martin Dummermuth: «Ein Systemwechsel wäre fair.» (Philipp Meier, 12.11.2009)
Hören (3:04)

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