Studentenprotest in Basel geht weiter
Die Besetzer der Aula der Universität Basel haben an einer Versammlung am Donnerstagabend vier Kernforderungen verabschiedet. Darunter befindet sich auch die Abschaffung der Studiengebühren.
Rektor will Gebühren-Abschaffung prüfen
Der Rektor der Uni Basel, Antonio Loprieno, wolle das Thema Studiengebühren in die nächste Plenarversammlung der Rektorenkonferenz einbringen. Bei den meisten Forderungen habe sich Loprieno aber für nicht zuständig erklärt, teilten die Besetzer mit.
Die Besetzung der Aula werde deshalb weitergeführt. Loprieno habe versichert, dass am Freitag keine polizeiliche Räumung geplant sei. Noch am Donnerstagnachmittag hatte der Rektor Hoffnungen geäussert, dass die Besetzung am Freitag abgebrochen wird, weil in der Aula eine internationale Veranstaltung geplant sei.
Personal wieder anstellen
Neben der Abschaffung der Studiengebühren verlangen die unter dem Namen «Unsere Uni» agierenden Besetzer die Abschaffung des Unirates, mehr Transparenz bei den Finanzströmen sowie die Wiedereingliederung des ausgelagerten Uni-Personals in den Bereichen Catering und Reinigung.
Weiter kämpft «Unsere Uni» gegen die so genannte Verschulung des Studiums. In diesem Bereich werden die Einrichtung eines angemessenen Betreuungsverhältnisses und die Abschaffung der Präsenzkontrollen verlangt.
Studierenden halten die Aula der Universität Basel seit Mittwochmorgen besetzt. Der reguläre Lehrbetrieb wird durch die Aktion nicht gestört. Ähnliche Aktionen laufen in Österreich und Deutschland. (pet, sda)
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