2 Franken pro YB-Fan an Sicherheitskosten
Der Fussballklub BSC Young Boys hat ein Zusatzabkommen mit der Stadt Bern geschlossen, um sich an den Kosten für die öffentliche Sicherheit rund um Spiele im Stade de Suisse zu beteiligen. Für jeden Zuschauer im Europacup zahlt YB 2 Franken an die Stadt.
Stadt und YB sind sich einig
Klubsprecher Albert Staudenmann bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Berner Zeitung». Geregelt war bislang nur die Kostenbeteiligung für nationale Spiele (Meisterschaft und Cup). Dafür zahlt YB pauschal 60'000 Franken pro Jahr. Zum Vergleich: Der FC Basel bezahlt grundsätzlich 1,80 Franken pro Zuschauer - für jedes FCB-Spiel.
YB und die Stadt Bern sind sich in der Diskussion um Polizeikosten grundsätzlich einig. Unzufrieden ist dagegen der Kanton Bern, der - gegen eine jährliche Pauschale - die Polizisten für alle Spiele stellen muss.
Kanton möchte mehr Geld von den Klubs
Regierungsrat Hans-Jürg Käser drängt deshalb seit längerem auf eine stärkere Kostenbeteiligung von Sportklubs. Schliesslich seien die Sicherheitskosten für Sportanlässe im Kanton Bern geradezu explodiert - von 200'000 Franken im Jahr 2002 auf mehr als vier Millionen Franken im Jahr 2009.
Regierungsrat Käser: «Sympathische Geste»
Das nun getroffene Abkommen zwischen YB und der Stadt Bern für Europacup-Spiele sei durchaus eine «sympathische Geste» der Young Boys, so Käser. Einen direkten Nutzen für die Sicherheit könne er aber nicht erkennen.
Denn der Aufwand der Polizei werde ja über den bestehenden Ressourcenvertrag zwischen Stadt und Kanton abgegolten. Im Klartext heisse das: Je mehr Polizeistunden für ein Spiel benötigt würden, desto weniger Polizeistunden stünden zum Beispiel für Patrouillen in der Innenstadt zur Verfügung.
YB testet neue Massnahmen
Um den Aufwand der Polizei einschränken zu können, hat YB in der Sommerpause zusätzliche Sicherheitsmassnahmen getroffen und unter anderem einen Fan-Trennungs-Zaun ausserhalb des Stadions errichtet.
Kosten von bis zu 250'000 Franken pro Spiel
Besonders teuer sind für die öffentliche Hand jeweils die so genannten Hochrisikospiele. So soll allein das meisterschaftsentscheidende Spiel gegen den FC Basel am vergangenen 16. Mai rund eine Viertelmillion Franken gekostet haben. (pet, sda)
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