Täglich 40 junge Gewalttote in Europa
Gewalttaten sind in Europa die dritthäufigste Todesursache bei jungen Menschen. 15'000 Jugendliche und junge Erwachsen zwischen 10 und 29 Jahren werden pro Jahr getötet. Das sind rund 40 pro Tag, wie aus einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervorgeht.
Noch viel mehr Gewalt
Gemäss der WHO sind die 15'000 registrierten Tötungsdelikte allerdings wohl nur die Spitze des Eisbergs. Auf jedes verstorbene Opfer kommen 20 junge Leute, die nach Angriffen in Spitalpflege müssen.
Dreiviertel der Opfer sind männlich
Rund 40 Prozent der Delikte werden mit Messern oder anderen scharfen Gegenständen verübt. 80 Prozent der Opfer sind Knaben oder junge Männer.
Am gefährlichsten leben Junge eindeutig in Russland, wo fast 16 von 100'000 dieser Alterskategorie einem Tötungsdelikt zum Opfer fallen. Anschliessend folgen Albanien, Kasachstan, Weissrussland, die Ukraine, Kirgistan, Estland und Lettland.
Viele Tote auch in der Schweiz
In der Schweiz sterben 0,83 auf 100'000 Junge als Folge von Tötungsdelikten - damit ist die Situation hier marginal schlechter als etwa in Grossbritannien sowie den Nachbarländern Deutschland, Frankreich und Österreich.
Für das vergleichsweise schlechte Abschneiden der Schweiz lassen sich bei der weit gefassten Alterskategorie der 10- bis 29-Jährigen nur schwer Erklärungen finden. Bekannt ist laut Experten bloss, dass die Quote der «erweiterten Suizide», bei denen Kinder von ihren Eltern getötet werden, hierzulande relativ hoch ist. (luek, sda)
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