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Montag, 14.11.2011

Schweizer essen zu salzig

Eine Studie des Bundesamts für Gesundheit zeigt, dass Schweizer mehr Salz essen, als sie sollten. Nun präsentiert der Bund Vorschläge, um den Konsum zu verringern, ohne dabei den Appetit zu verderben.

Wissenschaftler streiten um ein paar Gramm Salz

Salz ist überlebenswichtig. Zwei Gramm pro Tag reichen dabei aber bereits völlig aus. Üblicherweise essen wir aber viel mehr Salz. Und das galt bisher als ungesund. Jetzt streiten Wissenschaftler allerdings, ob das Salz-Dogma noch gültig ist.  Mehr

Beitrag aus Wissenschaft DRS 2 vom Samstag, 12.11.2011, 12.40 Uhr, DRS 2

Die Resultate der BAG-Studie zeigen, dass Schweizer Konsumenten im Durchschnitt 9,1 Gramm Salz täglich zu sich nehmen, wobei der Konsum bei Männern etwas höher ist als bei Frauen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt eine Tageshöchstmenge von 5 Gramm pro Kopf.

Männer leiten mehr unter zu hohem Blutdruck
Gleichzeitig wurde in der Studie der Bluthochdruck untersucht. 25,6 Prozent der getesteten Personen litten demnach unter einem zu hohen Blutdruck. Männer waren mit 32,3 Prozent stärker betroffen als Frauen mit 19,1 Prozent. Durchgeführt hatte die Untersuchungen das Universitätsspital in Lausanne bei rund 1500 Personen.

Testpersonen mochten auch weniger Salz
In zwei Folgeprojekte liess das BAG Ideen erarbeiten, wie der Salzkonsum konkret gesenkt werden könnte. Die Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft SHL klärte die technologische Machbarkeit, Lebensmittelsicherheit und sensorische Akzeptanz einer Salzreduktion bei ausgewählten Produkten. Das BAG schreibt nun, dass eine Salzreduktion im getesteten Umfang umsetzbar sei und die Lebensmittelsicherheit nicht beeinträchtigt würde. Auch bei Testpersonen seien die Produkte mit weniger Salz gut angekommen. Zum Teil hätten sie sogar jene Esswaren mit reduziertem Salzgehalt bevorzugt.

Jungköche während Ausbildung sensibilisieren
Das andere Projekt wurde vom Fachbereich Gesundheit der Berner Fachhochschule BFH umgesetzt. Die Schule untersuchte die mögliche Umsetzung in der Gastronomie. Sie erarbeitete fünf Massnahmen, wie zum Beispiel Restaurants zu einer Reduktion des Salzkonsums beitragen könnten. Dabei ging es unter anderem darum, Rezepte auszuarbeiten, die weniger Salz benötigen und trotzdem schmackhaft sind. Weiter schlug das Projektteam vor, ein alternatives Würzangebot mit Kräutern anzubieten. Abgerundet wurden die Massnahmen durch eine erste Sensibilisierung bei Jungköchen während Ausbildung.

Bund verfolgt Salzstrategie
Die BAG-Studie wurde im Rahmen der Salzstrategie 2008 bis 2012 durchgeführt, welche den Salzkonsum bis 2012 auf weniger als 8 Gramm pro Tag und Person senken will. Damit will das BAG auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.
Das BAG wird nun mit den Lebensmittelherstellern und der Gastronomie eine gemeinsame Vorgehensweise bei der Salzreduktion festlegen und die Situation weiter verfolgen. (fisj, bag)

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